Beiträge

180217-Regina Cassian - Hustenkrämpfe

Hustenkrämpfe wegen Tonerstaub zwingen Geesterin in Rente
www.noz.de 17.02.2018

Geeste. Regina Cassian aus Geeste ist durch den Tonerstaub aus Laserdruckern erkrankt und nun sogar arbeitsunfähig. Sieben Jahre lang arbeitete sie in einem Copyshop in Lingen. Zum Schluss wurde sie von schweren Hustenanfällen mit Brechreiz geplagt, ihr Chef kündigte ihr wegen zu häufiger Krankschreibungen. Nun hilft sie der Stiftung nano-Control bei der Präventionsarbeit.

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Redakteur: Konstantin Stumpe

180131 Westfälischer Anzeiger Hedwig Klein

Hedwig Klein kämpft seit zehn Jahren für Verbot von Laserdruckern
Westfälischer Anzeiger.de 31.01.2018

Werne – Sie habe eine Kämpfernatur, sagt Hedwig Klein. Und die braucht sie auch – seit 2007, als sich ihr Leben schlagartig veränderte.

Die heute 58-Jährige ging am Morgen wie üblich ins Büro. Dort angekommen, bekam sie aber plötzlich keine Luft mehr. Erst später erhält die Wernerin Gewissheit, was da gerade geschehen war.

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Redakteur: Jürgen Menke

171006 Foto-Hans-Juergen-Raab

Helft dem Raab – Projekt erfolgreich finanziert!
betterplace.org

Todkrank durch Laserdruckeremissionen-sein Kampf ums Recht

Hans-Jürgen Raab kämpft seit 14 Jahren vor den Sozialgerichten um sein Recht. Schwer erkrankt und finanziell ruiniert. Die Anerkennung dieses Falles ist der einzig mögliche Präzedenzfall bei Berufserkrankungen durch Emissionen aus Laserdruckern.

Lesen Sie mehr über diesen Fall und spenden Sie unter
Betterplace.org
Gut für Hamburg

Neues vom Blauen Engel RAL-UZ 205
Blauer-Engel.de

Es gibt einen neuen Blauen Engel für
Bürogeräte mit Druckfunktion (Drucker und Multifunktionsgeräte)
1/50 RAL-UZ 205 Ausgabe Januar 2017
Vergabegrundlage für Umweltzeichen

Dieser neue Blaue Engel zeigt sich mit derselben Problematik wie der Vorgänger. Die Partikelanzahl-Begrenzung wurde scheinbar nach Gutdünken vergeben. Analysiert wurden partikulären Emissionen als Vergabegrundlage für den Blauen Engel im Jahr 2011 durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und Umweltbundesamt rein physikalisch und chemisch. Eine toxikolische Untersuchung fand nicht statt. Unsere 70-Toner-Untersuchung zeigte eindeutig, dass eine Vielzahl von Schwermetallen in Nanopartikel-Größe in die Raumluft abgegeben werden (bestätigt durch IUK Freiburg und Harvard University, Boston). Dass diese Stoffe nicht als Verunreinigungen vorhanden sind, zeigt sich in den Tonerpatenten. Hier sind die verschiedenen Metalle bei den Herstellern namentlich als Zusatz für den Druckvorgang genannt, gehören zu den Rezepten. Es ist also kein hygienisches Problem von stofflichen Verunreinigungen.

Hier ist dringender Handlungsbedarf aus Vorsorgegründen durch die Behörden nicht nur beim Blauen Engel.

Noch wichtiger ist, die Grenzwerte für die Innenraumluft für diese gefährlichen Stoffe festzulegen. Diese sind ebenfalls nach einem anzahlbasierten Messverfahren festzulegen. Die Behörden legen heute Richtwerte nach µg/m³, also nach dem Gewicht fest. Auch bei großer Anzahl werden die Richtwerte nie erreicht und die Behörden geben immer wieder Entwarnung.

Nachfolgend ein Auszug aus der Entwicklung des Prüfverfahrens zum Blauen Engel. Hier wird ganz deutlich dargestellt, dass diese kleinsten Partikel nur gezählt und nicht gewogen werden können!

Treten ultrafeine, feine und ggf. auch grobe Partikel in einem Aerosol gemeinsam auf, können besonders die ultrafeinen Partikel aufgrund ihres geringen Beitrags zur Gesamtpartikelmasse in einem Aerosol gravimet
risch kaum – jedenfalls nicht mit der für ein Vergabekriterium erforderlichen Genauigkeit und Unterscheidungsschärfe – quantitativ nachgewiesen werden. Die Gesamtmasse in einem nur aus UFP bestehenden Aerosol kann für eine gravimetrische Messung zu gering sein; die erforderliche Abscheidung auf ein Trägermedium (Filter, Impaktorsubstrat) muss zudem mit hoher unbekannter Effizienz erfolgen. Die Gravimetrie ist keine kontinuierliche Methode und
nicht in der Lage, rasche zeitliche Veränderungen zu erfassen. Die Gravimetrie stellt damit insgesamt keine geeignete Methode dar, um die anzahlbezogen dominierende Fraktion von aus Bürogeräten emittierten UFP und FP zu quantifizieren.
http://docplayer.org/46633141-Texte-74-2013-umweltbundesamt-umweltforschungsplan-des-bundesministeriums-fuer-umwelt-naturschutz-und-reaktorsicherheit.html

Die Sicherheit, die uns vorgegaukelt wird, gibt es nicht! Wir werden bestimmt weitere 10 Jahre neben den Altgeräten sitzen, ohne zu wissen, mit welchen Stoffen die Atemluft in großer Menge belastet ist.

Während des Druckprozesses wird die Freisetzung von TVOC, Benzol, Styrol, sowie Ozon, Staub (gravimetrisch) und Partikel (Anzahlkonzentration) gemessen.
Die Anforderungen an die Partikelemissionen gelten für große Standgeräte > 250 Liter und hoher Druckgeschwindigkeit (Monochrom ab 60 ppm und Farbe ab 40 ppm) ab dem 01.01.2019.

Diese großen Laserdruck-Geräte erhalten die Zertifizierung bis zu diesem Datum ohne Messung der Emissionen!

Dies ist neu:

Begrenzung des Einsatzes von Schwermetallen Tonern und Tinten dürfen keine Stoffe zugesetzt sein, die Quecksilber-, Cadmium-, Blei-, Nickel- oder Chrom-VI-Verbindungen als konstitutionelle Bestandteile enthalten. Ausgenommen sind hochmolekulare Nickel-Komplexverbindungen als Farbmittel. Herstellungsbedingte Verunreinigungen durch Schwermetalle, wie z.B. Kobalt- und Nickeloxide und zinnorganische Verbindungen, sind so gering wie technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar zu halten (Minimierungsgebot).

Die Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamts (IRK) empfiehlt einen Prüfwert für Emissionskammermessungen von 3,5 x1011 Partikel je 10 Minuten Druckzeit. Dieser von der Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK) festgelegte Prüfwert wurde aus dem hygienischen Gesamtzusammenhang abgeleitet. Die IRK verzichtete daher und angesichts der unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung der aus elektrofotografischen Druckgeräten emittierten Partikel auf eine toxikologi- sche Einzelfallbetrachtung und stellt den Prüfwert stattdessen in den hygienischen Gesamtzusammenhang der Exposition im Büro und zu Hause. Dies bedeutet, dass bei seiner Festlegung sowohl die aus gängigen elektrofotografischen Druckgerätetypen und bei darin ablaufenden Vorgängen beobachteten Partikelmengen – als auch die die typischen stofflichen Partikelbestandteile und Partikelgrößenspektren berücksichtigt wurden.

Weitere Informationen und die Vergabekriterien für die Hersteller finden Sie auf der Seite Blauer Engel.

Warum nicht gesendet: Gefährliche Laserdrucker
16.08.2017 21.45 Uhr in ARD, Plusminus

Hier lesen Sie den Grund für die Nichtübertragung des fertigen Berichtes. Folgende Antwort haben wir auf Nachfrage bei Plusminus bekommen:

Liebe Heike Krüger,
Air Berlin als Unternehmen mag nicht mehr zu retten sein. Aber umso spannender ist ja, wie es mit der Airline wo und in welcher Konstellation weitergeht.
Und als Wirtschaftsmagazin müssen und wollen wir natürlich über das aktuell beherrschende Wirtschaftsthema berichten.
Leider muss dafür ein anderer Beitrag weichen, der aber bei nächster Gelegenheit gesendet wird.
Herzliche Grüße in der Hoffnung auf Verständnis

Spannend geht anders und das Verständnis hält sich sehr in Grenzen! Weiterlesen

Ein Nachruf zum Welt-Alzheimertag: Demenz aus Laserdruckern und Kopiergeräten?

Alzheimer-Erkrankungen nehmen besorgniserregend zu, gelten als nicht heilbar und die Ursachen sind immer noch weitgehend unklar. Eine heiße Spur ist Aluminium. – Doch bisher fand meine keine hinreichende Belastungsquelle.

Toner für Laserdrucker enthalten durchgängig Magnetit, also Eisenoxid, das mit vielen anderen Metallen (Silizium, Titan, Aluminium, Mangan, Kupfer, Nickel, Kobalt, Antimon, Blei, Chrom, Cadmium und sogar Arsen) belastet sein kann. Auch künstliche metallische Nanopartikel werden zugesetzt. Die Metallbelastungen zeigt eine Auswertung von  42 Tonern durch nano-Control. Dabei stellte sich heraus, dass fast alle Toner Aluminium enthalten. Die höchste Belastung mit 113g/ kg hatte der Toner des Samsung-Laserdruckers ML 3710, der sogar den Blauen Engel trägt.

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Laserdrucker und das Vorsorgeprinzip – als hätten wir schon CETA

Die Bundesregierung weist erstmals auf schwere Gesundheitsgefahren durch Ultrafeinpartikel aus Laserdruckern hin. nano-Control begrüßt die späte Einsicht und fordert angesichts von Millionen betroffenen Bürgern mit einer Petition konkrete Maßnahmen, insbesondere den Schutz des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit, entsprechend dem geltenden Vorsorgeprinzip!

Es fühlte sich lange an, als hätte die Bundesregierung  das Vorsorgeprinzip schon CETA geopfert. Über 15 Jahre spielte sie die massiven Hinweise aus der Bevölkerung auf schwere Gesundheitsschäden durch Emissionen aus Laserdruckern und Kopierern herunter, unterlies die zugesagte Aufklärung der Wirkungen und vereinbarte stattdessen mit der Druckerindustrie,  dass diese selbst an den Partikeln forschen lässt. Das ist ungefähr so, als würde man die Zigarettenindustrie bitten, den Tabakrauch auf Schädlichkeit zu untersuchen. Statt Aufklärung der Wirkung gab es nur Vernebelung: die Emissionen seien vergleichbar der von Haushaltsgeräten. Den Studienleiter des industrienahen Institutes machte das Bundesumweltministerium zum Vorsitzenden der Konferenz Innenraumlufthygiene beim Umweltbundesamt und die sieht seit Jahren keinen Handlungsbedarf.

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