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Die Wissenschaft hat im Jahr 2020 in Rekordzeit und in einer bisher einmaligen weltweiten Zusammenarbeit neueste Erkenntnisse für den Kampf gegen das Corona-Virus gewinnen können.

Im Rahmen dieser Forschungen erhielt auch die Stiftung nano-Control die einmalige Chance neues, zusätzliches Wissen zu der Thematik „Schutz der Innenraumluft“ zu generieren. Dieser Wissenszuwachs, basierend auf neuesten Forschungsergebnissen, hätte unter „normalen“ Umständen in solch einer kurzen Periode niemals stattgefunden.

Seit 25 Jahren weist die Stiftung nano-Control  auf die Gefahren durch Emissionen in Innenräumen hin; in diesem Zusammenhang ganz besonders auf die Gefahren beim Betrieb  von Laserdruckern und Kopierern (tonerbasierte Drucksysteme), welche technologiebedingt besonders viele Partikel im Bereich der ultrafeinen – und Nanopartikel emittieren. Nicht die gravimetrische Masse, so aber die Partikelanzahl und die Feinheit dieser Partikel, bilden die Gefahren.

Verbindliche gesetzliche Regelungen für diese Innenraum-Luftbelastungen gibt es in Deutschland und in der EU bis heute nicht.

Hier könnte sich nun Bahnbrechendes entwickeln, wenn wir den Schutz der Innenraumluft jetzt endlich mit der notwendig gegebenen Priorität behandeln und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Wenn wir Aerosole und Feinstäube in der Innenraumluft qualifizieren und quantifizieren (Art und Menge messen), um diese dann durch geeignete Maßnahmen zu minimieren, dann minimieren wir nicht nur das Risiko für die Erkrankungen, welche direkt und unmittelbar mit diesen Emissionen einhergehen (z.B. Reizungen der Atemwege, Asthma, COPD, Lungenkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Schlaganfall, Thrombosen, Verschlechterung der Hirnleistung). Wir senken auch das Infektionsrisiko durch Viren und andere aerogene Krankheitserreger signifikant.

Diese Maßnahmen sind längst überfällig.

International wird auf die Gefährdungen durch Emissionen aus Laserdruckern hingewiesen.  In der Europäischen Union müssen die (Verbraucher) Nutzer solcher Geräte auf die Gefahren hingewiesen werden, Ihnen muss das Risiko bewusst gemacht werden, um entsprechend handeln zu können:

USA

Die amerikanische Umweltbehörde EPA weist beim Thema Innenraumluft auf flüchtige organische Verbindungen (VOC) hin. Als Quelle wird auf Bürogeräte wie Kopierer und Drucker hingewiesen.
Quelle https://www.epa.gov/indoor-air-quality-iaq/volatile-organic-compounds-impact-indoor-air-quality

Australien

Der Victorian Trades Hall Council (VTHC) ist das Spitzengremium, das die angeschlossenen Gewerkschaften in Victoria vertritt.
Auf der Seite wird umfangreich über die Gefahren im Büro: Fotokopierer, Drucker usw. – Aktionsplan für HSRs informiert und ein Aktionsplan für Gesundheits- und Sicherheitsbeauftragte dargestellt.
Quelle https://www.ohsrep.org.au/office_hazards_photocopiers_printers_etc

Europäische KommissionEU Action Plan toward a Zero Pollution Ambition

Wie im Europäischen Green Deal (EGD) angekündigt, soll im Jahr 2020 eine Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit verabschiedet werden, die sich mit den Zielen der Chemikalienpolitik.
Die Strategie wird die Notwendigkeit eines Nullverschmutzungsziels anerkennen, was auch eine Verschärfung der Produktsicherheitsvorschriften erfordern könnte, um das Austreten von Chemikalien in die Umgebungsluft zu vermeiden. Im breiteren Kontext der Initiativen zu Druckern verhandelt die Industrie derzeit über eine neue freiwillige Vereinbarung zu Druckern, die auch Druckkassetten umfasst und Aspekte wie Energieeffizienz und Haltbarkeit, Reparierbarkeit, Aufrüstbarkeit, Wartung, Wiederverwendung und Recycling abdeckt.  Sollte diese freiwillige Vereinbarung nicht ehrgeizig genug sein, hat sich die Kommission zu einer Regulierung verpflichtet.

Quelle https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/E-9-2020-003988-ASW_EN.pdf

Deutschland

Gemeinsam mit der Industrie wurde der Blauer Engel 2014 eingeführt. Kriterium für Bürogeräte mit Druckfunktion (Drucker und Multifunktionsgeräte): Die Freisetzung von flüchtigen Stoffen und Stäuben während des Druckprozesses in die Innenraumluft soll möglichst gering sein.
Quelle www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Broschueren/umweltinformationen_produkte_dienstleistungen.pdf

 

Eine chinesische Studie lässt aufmerken. Sollte sich die Hypothese bewahrheiten, dass die Partikel des Laserdruckers das Corona-Virus in der Innenraumluft von Mensch zu Mensch tragen, liegt hier ein erhöhtes Risiko von Infektionen.

Elektrostatische Feinstaubpartikel, die von Laserdruckern emittiert werden, als potenzielle Vektoren für die luftgetragene Übertragung von COVID?

Ye et al. (2020)  stellten die Hypothese auf, dass die von Laserdruckern emittierten Partikel einen potenziellen Risikofaktor für die Übertragung von SARS-CoV-2 in Büros und anderen Innenräumen mit hoher Benutzerbelegung darstellen. Die elektrostatische Ladung dieser Partikel kann bis zu 260-379 e pro Partikel betragen, was ihre Oberflächenadsorption und Ablagerung in den menschlichen Atemwegen begünstigt. Die lokale Emission durch Laserdrucker und die anschließende Diffusion erhöhen die Partikelkonzentration in der Nähe des menschlichen Atembereichs stark.

Quelle Electrostatic fine particles emitted from laser printers as potential vectors for airborne transmission of COVID? Shanshan He · Jie Han Published 1 Feb 2021 doi: 10.1007/s10311-020-01069-8

 

  • Nutzt das Corona-Virus Sars-COV2 die elektrostatisch aufgeladenen, ultrafeinen Partikel aus den Laserdruckern als Vektor?
  • Welche Rolle spielt die prozessbedingte Temperatur von 200 Grad Celsius in der Fixiereinheit der Geräte?
  • Wie verhalten sich elektrisch geladene Partikel wie ultrafeiner Staub und Aerosole, wenn Menschen sich in Räumen bewegen?
  • Können wir in Zukunft unter Einsatz des gewonnenen Wissens, durch technologischen  Fortschritt und vorgeschriebene Maßnahmen, Krankheiten vermeiden und reduzieren, welche durch nicht natürliche Belastungen unserer Atemluft (hier in Innenräumen) entstehen?
  • Können wir Transportwege aerogener Krankheitserreger (wie auch z.T. Viren) ausschalten oder entscheidend reduzieren?

Wir sehen hier eine große Chance, das Verhalten der extrem kleinen Partikel in der Raumluft besser zu verstehen und durch geeignete Maßnahmen Menschen zu schützen und Leben zu retten.

Durch die Pandemie hat sich unser Leben verändert.

Wir verbringen 80 – 90 % unserer Zeit in Innenräumen, ca. 20 Stunden/Tag.

Durch Regelungen und Anordnungen verbringen Familien einen Großteil ihrer Zeit gemeinsam zu Haus im Homeschooling und Home Office. In dieser Situation gelangen Laserdruckgeräte für Preise inzwischen unter 100,00 € immer mehr auch in unsere Privaträume.

Durch die „Corona Maßnahmen“ sind nun auch Kinder von den Ultrafeinstäuben und Aerosolen aus Laserdruckern immer stärker betroffen.

Das Bundesumweltamt erklärte 2014 in einer Stellungnahme zur Verleihung des Blauer-Engel-Preis
„Beim Gebrauch von Druckern sind deshalb wichtige Regeln zu beachten: Sie sollten immer in Räumen aufgestellt werden, die sich gut und schnell lüften lassen. Niemals sollten sie in Schlaf- oder Kinderzimmern stehen. Dies gilt auch für Geräte mit dem Blauen Engel. In Büroräumen sollen größere, netzwerkfähige Gruppenarbeitsdrucker oder Kopiergeräte nicht unmittelbar am Arbeitsplatz stehen, sondern möglichst in separaten Räumen betrieben werden, die sich gut lüften lassen.“

Was wir schon wussten über Ultrafeinpartikel und Aerosole

Bei den Laserdruckeremissionen handelt es sich um Aerosole, ultrafeine Stäube, Nanopartikel.
Lesen Sie mehr: www.nano-control.org/info/giftige-toner-unfassbare-emissionen

 

Aerosole

Bei einem Aerosol handelt es sich um kleinste, flüssige oder feste Partikel (das können zum Beispiel Viren sein, einzeln oder im Verbund mit Speichelflüssigkeit oder auch Ruß, Feinstaub etc.) in einem Gas, üblicherweise Luft. Die Partikelgröße reicht dabei von wenigen Nanometern – also einem Millionstel Millimeter – bis zu mehreren Mikrometern.
Quelle: lungenärzte-im-Netz.de  06.07.20   Wie sich Coronaviren in der Raumluft ausbreiten 

Laserdrucker emittieren  Ultrafeinpartikel (UFP), die sich aus flüchtigen organisch-chemischen Substanzen zusammensetzen«, sagt Professor Dr. Tunga Salthammer, Fachbereichsleiter am WKI.
»Eine wesentliche Eigenschaft dieser Ultrafeinpartikel ist ihre Verdampfbarkeit, die darauf hindeutet, dass es sich dabei nicht um Tonerstaub handelt.«
Der »Schuldige« ist die Fixiereinheit- ein Bauteil, das sich beim Drucken auf bis zu 220 Grad Celsius aufheizt, um die Tonerteilchen auf dem Papier zu fixieren. Durch die hohen Temperaturen verdampfen flüchtige Stoffe, etwa Paraffine und Silikonöle, die sich zu Nanoteilchen zusammenlagern.
Quelle: Fraunhofer WKI Braunschweig Dr. Michael Wensing und Prof. Dr. Tunga Salthammer,  2008

Diese Erkenntnisse haben übrigens zuerst die Ingenieure des Herstellers Kyocera Document Solutions in Japan herausgefunden und an das WKI in Braunschweig übermittelt.
Quelle: Digital Imaging Digital Imaging 6-2013 | 53

Der Vorsitz der Kommission Innenraumlufthygiene des Umweltbundesamtes wird seit ein paar Jahren extern vergeben. Den Vorsitz hat derzeit Herr Prof. Dr. Tunga Salthammer (Fraunhofer-Gesellschaft, WKI, Braunschweig). Die Geschäftsführung hat Herr Dr. Heinz-Jörn Moriske (UBA, II BU).

Welchen Effekt haben die Emissionen auf den Menschen?

Wissenschaftler der Nanyang Technological University, Singapore, Zuckerberg College of Health Science und Harvard T. H. Chan School of Public School, USA konnten einen Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber Nanopartikeln und den Mikrobiomprofilen von exponierten Arbeitern feststellen. Sie  identifizierten Fusobacterium, Leptotrichia und Campylobacter. Ihre Arbeit liefert zum ersten Mal Beweise für einen Effekt der Nanopartikel-Exposition auf das menschliche Atemwegs-Bakteriom.

Quelle Assessing the Impact of Workplace Nanoparticle Exposure on the Respiratory Microbiome of Copier Operators
N.A.B. Mohamed Ali , M. Mac Aogáin 3, T.Y. Poh , P.Y.Y. Tiew 3, C.G. Ho , M.I. Setyawati , S.P.R. Krishnan , X. Huang , D. Bello , D.C. Christiani , P. Demokritou , K.W. Ng, S.H. Chotirmall
https://doi.org/10.1164/ajrccm-conference.2020.201.1_MeetingAbstracts.A3650

 

Das Chronische Fatigue Syndrom – eine unterschätzte Erkrankung
Prof. Dr. Carmen Scheibenbogen leitet an der Charité in Berlin das einzige  Fatigue Centrum in Deutschland. Das Chronische Fatigue Syndrom (CFS), auch myalgische Enzephalomyelitis (ME) genannt, ist eine häufige und schwer verlaufende Multisystemerkrankung mit Dysregulation des Immunsystems, des autonomen Nervensystems und des  zellulären  Energiestoffwechsels.

Quelle: cfs.charite.de

ME/CFS, MCS, Fibromyalgie, EHS sind Multisystemerkrankungen unter denen die bei nano-Control gemeldeten Betroffenen leiden, die Jahre bis Jahrzehnte den Laserdrucker-Emissionen ausgesetzt waren. Beim Nachweis der immunologischen und entzündlichen Reaktionen werden immer wieder Zytokine und Chemokine in hoher Konzentration bei diesen Menschen nachgewiesen.

Einige Experten vermuten bei ME/CFS ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren: genetische Veranlagung, Veränderungen im Gehirn, geschädigtes Immunsystem gemeinsam mit einer viralen Infektion und psychischer Disposition.

Es gibt ein großes Potential eine signifikante Verbesserung der Corona-Situation zu erreichen.

  • 20 Millionen Laserdrucker und –kopierer stehen in Deutschland in Innenräumen.
  • Sie belasten die Raumluft signifikant mit Aerosolen, Ultrafeinstäuben und Nanopartikeln.
  • Wir halten uns 90 % unserer Zeit, bis zu 20 Stunden im Innenraum auf.
  • Eine Feinstaubbelastung kann zu folgenden Krankheiten führen: Reizungen der unteren und oberen Atemwege, Asthma, COPD, Lungenkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Schlaganfall, Thrombosen, Verschlechterung der Hirnleistung.
  • Corona-Virus Sars-CoV-2 bedeutet ein erhöhtes Risiko einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden, besonders bei den zuvor benannten Risiken und Erkrankungen.
  • Viren können diesen Transportweg über die Luft nutzen und so Infektionsketten erzeugen, welche nicht oder äußerst schwierig nachzuvollziehen sind.

Anhand empirischer Forschung unter Kontrolle und qualitativer Bewertung der Innenraumluft bei Berücksichtigung der Umgebungssituation und Aufnahme aller Risikofaktoren könnte man prüfen, ob Veränderungen der Aerosol- und Feinstaubsituation auch zu einer Veränderung des Infektionsrisikos führen.

Unsere Empfehlung

  • Schutz vor Feinstaub in der Atemluft  – Lüften Lüften Lüften
  • Sicher drucken mit Tinte statt Toner!
  • Laserdrucker (tonerbasierte Drucksysteme) nie ohne Feinstaubfilter einsetzen. Sorgen Sie für saubere Luft in Ihrem Büro!
  • Laserdrucker und Kopierer (tonerbasierte Drucksysteme) verpflichtend in separate Räume mit spezieller Belüftung und Entlüftung sowie Raumluftreinigung stellen!

Weitere Informationen und Studien finden Sie unter: www.nano-control.org.

Die Strategie des Nullverschmutzungsziels der Europäischen Kommission sollte auch unser Ziel sein, denn die Gesundheit der Menschen mit oder ohne Corona sollte grundsätzlich die oberste Priorität haben.

Autorin:

Heike Krüger, Vorstandsvorsitzende
nano-Control, internationale Stiftung

 

Fraktion die Linke Kleine Anfrage 19/23058 vom 02.10.2020

Antwort der Bundesregierung 19/23457 vom 15.10.2020

Stellungnahme der Stiftung nano-Control an die Fraktion die Linke am 19.11.2020

 

Wir haben ein Recht auf saubere Luft im Innenraum!

Wir, die Stiftung nano-Control und mit ihnen ca. 4.000 Menschen, die sich bei nano-Control im Laufe von 20 Jahren als Betroffene gemeldet haben, studierten mit großem Interesse und Verwunderung die Antwort der Bundesregierung. All diese Menschen sind vermutlich erkrankt durch die Emissionen aus Laserdruckern.
Wir Laien haben uns mithilfe von Experten in die Materie vertieft. Die Erkenntnisse möchten wir Ihnen hier als Übersichtspapier zeigen.

Studien und Gegenstudien. Große Diskussionen mit Behörden, Verbänden, Herstellern, Wissenschaftlern seit mehr als 15 Jahren zeigen uns, dass es nicht so einfach ist, ein gesetzlich verbrieftes Recht, gesund zu leben, durchzusetzen, aber auch die Umsetzung der WHO-Forderung zu erreichen:

Jeder Mensch hat ein Recht auf gesunde Luft im Innenraum.

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Offener Brief

An die Damen und Herren

Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze
Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn
Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil
Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz Christine Lambrecht
Bundesministerin für Bildung und Forschung
Anja Karliczek
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Franziska Giffey

Cc

Staatssekretär Jochen Flasbarth, Bundesumweltministerium
Prof. Hein-Jörn Moriske, Umweltbundesamt
Präsident und Prof. Dirk Messner, Umweltbundesamt
Präsidentin und Professorin Isabel Rothe Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Dr. Rolf Packroff Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Präsident und Professor Dr. Dr. Andreas Hensel Bundesinstitut für Risikobewertung
Prof. Claudia Schmidtke, Patientenbeauftragte der Bundesregierung

Sehr geehrte Damen und Herren Bundesminister,

wir möchten Sie heute auf verschiedene Aspekte zur Situation in Verbindung mit den Emissionen aus Laserdruckern in der Innenraumluft aufmerksam machen.

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Liebe Eltern,

wir alle wollen, dass unsere Kinder die besten Möglichkeiten bekommen, gesund aufzuwachsen, die besten Bildungschancen zu bekommen und ein glückliches Leben zu führen.

Die Stiftung nano-Control ist entstanden, um eine dieser Rahmenbedingungen zu schützen: die Innenraumluft. Wir halten uns 80 – 90 % unserer Zeit, bis zu 20 Stunden im Innenraum auf. [1] Heute haben wir hierfür noch keine Regeln. Doch ist dies für jeden von uns existentiell. Bei uns haben sich 4.000 Menschen gemeldet, die unter den Wirkungen der Ultrafeinstäube und metallischen Nanopartikel aus Laserdruckern und Kopierern unter teils schweren Symptomen und Erkrankungen leiden. [2]

Lesen Sie weiter auf der Seite der DGUHT e.V.

Autorin: Heike Krüger
Vorstand-Vorsitzende nano-Control, Internationale Stiftung
Atmen heißt Leben – Schutz vor Feinstaub aus dem Laserdrucker
www.nano-control.org

Artikel geprüft durch Prof. Dr. Schweisfurth (Leiter des wissenschaftlichen Beirats der DGUHT e.V.)

 

 

Autor: Martin Jendrischik

Gibt es in Bezirken mit hoher Luftverschmutzung eine höhere Covid-19-Todesrate? Die neue Studie von Wissenschaftlern der Harvard University lässt diesen Schluss für die USA zu – und sollte zu kurzfristigen wie generellen Konsequenzen in Bezug auf die Luftqualität und die Messung von Feinstaub führen.

Harvard sagt:

Jemand, der jahrzehntelang in einem Bezirk mit hoher Feinstaubbelastung lebt, stirbt mit 15 % höherer Wahrscheinlichkeit an COVID-19 als jemand, der in einer Region lebt, in der nur eine Einheit (ein Mikrogramm pro Kubikmeter) weniger Feinstaubbelastung herrscht.

nano-Control fragt:

Was bedeutet so eine Untersuchung für Menschen, die tagtäglich im Innenraum über Jahrzehnte mit sehr hoher Feinstaubelastung leben müssen, verursacht durch Laserdruckeremissionen (Messungen Umweltbundesamt 2006: bis 1.000 µg/m³)?
Fällt uns das Versagen der zuständigen Ministerien und Behörden und der Politik jetzt auf die Füße? Die Forderung nach Schutzmaßnahmen und Grenzwerten wurde nicht erhört.

nano-Control macht aufmerksam:

Ein Test, der bei den Erkrankten durch Laserdruckeremissionen durchgeführt werden kann, ist der Immuntoleranztest (ITT). Er gilt bis heute nicht als Beweis. Untersucht wird hier die Aktivität der Zytokine, also die Reaktion des Immunsystems auf den Tonerstaub oder Emissionen. Nachweis ist z.B. TNF Alpha, welcher oft ein vielfaches über die Norm schießt. Was passiert mit uns bei COVID 19? Müssen wir jetzt abwarten, ob wir solch einen Zytokinsturm erleiden?
Das wir krank sind, ist unbestreitbar. Hoffentlich wissen denn nun die Experten, wie wir zu behandeln sind, wenn diese überschießende Reaktion auch bei COVID 19 eintritt.

Hinweis: Bitte passen Sie auf sich auf. Da die Wissenschaft es über viele Jahre versäumt hat, die Ursachen und die Wirkung unserer Erkrankungen zu klären, bleibt uns nur, die Vorsichtsmaßnahmen möglichst gut einzuhalten. Mundschutz und Desinfektion sind für uns alle sehr wichtig!

 

Projektseminar Luftanhalten beim Drucken? – Gefährlicher Feinstaub von Laserdruckern

Donnerstag, 27.02.2020(3.1.) / Donnerstag, 27.02.2020(3.2.), Foyer –Treffpunkt in C 40.110

Jacob Schweigler, Ottilie Götsch, Pia Dittmer, Insa Behrens, Fabienne Friedrichs, Jolanda Webersinn

Noch schnell vor dem Seminar etwas ausdrucken? Weißt du eigentlich, dass du damit deine Gesundheit schädigst? Laserdrucker stoßen gefährlichen Tonerstaub aus. Welche gesundheitlichen Folgen gibt es? Und welche Maßnahmen können wir hier an der Leuphana ergreifen? Gesunde Luftqualität im Gebäude und außerhalb (Michael Braungart)

 

Die Studenten erklärten in jeweils 20 Minuten dauernden Vorträgen einer Reihe von interessierten Gruppen die Problematik mit den Laserdruckern und -kopierern für die Luftqualität im Innenraum.

Sie erläuterten an einem von ihnen entwickelten Versuchsaufbau, wie es möglich ist, die Partikel zu messen, zeigten sehr eindrucksvoll mittels eines von ihnen entwickelten Projektplakats “Gesundheitsgefahr Laserdrucker” die komplizierte Technik, wie Tonerstaub entsteht, was und wie groß ein Nanopartikel ist und welche Auswirkungen diese winzig kleinen Partikel auf unseren Körper haben.

Begleitet wurde die Projektgruppe durch die Vorsitzende der Stiftung nano-Control. Sie erklärte an Beispielen aus der täglichen Arbeit der Stiftung, welche Folgen die Exposition durch Stoffe, die jede Zelle unseres Körpers und auch das Gehirn erreichen über Jahre und Jahrzehnte auf den Menschen hat.

Wir befinden uns 80 – 90 % unserer Zeit in Räumen und sind auf gesunde Atemluft angewiesen.

Stiftung nano-Control weitet Netzwerk aus, überdenkt Strukturen, um die Arbeit für die Zukunft zu sichern

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airQ

Raumluft und Luftqualität

 

 

 

 

Laserdrucker und Kopierer sind ein häufig unterschätzter Faktor für gesunde Atemluft im Büro – sie stoßen Feinstäube, Nanopartikel und Schadstoffe aus. Im Interview mit Heike Krüger von der Stiftung nano-Control geht es um gesundheitliche Gefahren, Aufklärung und eine aktuelle Kampagne.

 

Autor: Martin Jendrischik

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Lesen Sie im neuen Heft Umwelt Medizin Gesellschaft Ausgabe 4/2019 zwei Fachartikel von nano-Control.

Ralf Ketelhut (Dipl. Ing. Umwelttechnik), Mitglied unseres Stiftungsrats hat sich in der Stellungnahme zu den Ausführungen von Prof. Tunga Salthammer aus dem UMG Heft 1/2019 ausführlich mit der Berechnung der eingeatmeten Mengen von Emissionen aus Laserdruckern in einem durchschnittlichen Büroraum auseinandergesetzt. Die Zahlen müssen dringend zu Präventions-maßnahmen führen, denn nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Stoffe zwingen zum Schutz der Menschen in Räumen mit Laserdruckern und Kopierern. Weiterlesen

Laserdrucker in Emissionstabellen aufnehmen – Alarmierender Ausstoß: bis zu ,6 Milliarden Partikel pro Seite Druck

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