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Zeit, dass sich was dreht: einfache Maßnahmen verbessern deutlich die Innenraumluftqualität im Büro und Home-Office

 

„Gesundheitsgefahren durch Laserdrucker in Gebäuden sowie Lösungsstrategien“

 

25 Studenten der Leuphana Universität Lüneburg arbeiteten im Wintersemester 2021/2022 unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Braungart an diesem Thema. Während der abschließenden Konferenzwoche im März tauschten sich Studenten mit Dr. Heinz-Jörn Moriske, vormals Geschäftsführer der Innenraumlufthygiene-Kommission beim Umweltbundesamt, im Seminarplenum aus.

 

Wurde hier endlich ein Paradigmenwechsel eingeläutet?

 

Prof. Dr. Braungart und Dr. Heinz-Jörn Moriske zeigten Fakten auf, die für eine gute Raumluftqualität wichtig sind und für künftige verpflichtende Regelungen für die Innenraumluftqualität als Basis dienen können. 1

  • Eine ursächliche Problematik der Anreicherung von Schadstoffen in Innenräumen, wo wir uns bis zu 90 % unserer Zeit aufhalten, ist das Gebäudeenergiegesetz von 2001: Energieeffizienz und damit moderne luftdichte Gebäude und Räume, in denen sich Schadstoffe sammeln und anreichern können. Zudem ändert sich das Substanzspektrum der in Innenräume eingetragenen flüchtigen und schwerflüchtigen organischen Verbindungen stetig.
  • Hersteller und Unfallversicherer erforschten seit 2007 die Emissionen aus Laserdruckern. Alle diese Untersuchungen basierten auf falschen Bewertungsmaßstäben. Sie bewerteten die Luftqualität immer auf Grundlage der Masse (mg/cm³) Raumluft der vorhandenen Partikel in der Atemluft. Aussagekräftig ist nur Messung und Bewertung der Partikelanzahl. Aufgrund der geringen Größe (kleiner als 0,1 μm=PM 0,1), die etwa der von Viren und kleiner entspricht und somit auch eine geringe Masse in der Innenraumluft hat, dafür aber tiefer über die Atemwege in den Körper eindringen, bleiben sie mit ihrer Masse unter allen Grenzwerten. Bei einer gedruckten Seite eines Laserdruckers wurden aber laut Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) bis zu 7,6 Milliarden Partikel ausgestoßen.2

Das ist sehr wohl relevant!

Grundsätzlich richtig angewandt wird die Bewertung des Partikelausstoßes heute beim Blauen Engel, wobei über die Qualität (Art) und Quantität (Anzahl) der zulässigen Partikel und den gesundheitlichen Auswirkungen weiterhin absolute Unklarheit vorherrscht.

  • Die Vielzahl von Schadstoffen und ihre chemischen Interaktionen im Innenraum, u.a. durch Laserdrucker-Emissionen und deren Wirkungen auf den Menschen sind weiterhin kaum erforscht. Die Innenraumluft ist zwei bis fünf Mal „schlechter“ als die Außenluft in Innenstädten. Eine im Jahr 2006 veröffentlichte Untersuchung zeigte bereits damals, dass in Büros eine Feinstaubbelastung von bis zu 1.000 µg/m³ Raumluft gemessen wurde!3
  • Prävention ist unumgänglich, wie schon 2013 durch Innenminister Boris Pistorius beim Justizministerium Niedersachsen erkannt und vollzogen wurde. Nach vermehrt auftretenden Krebserkrankungen beim Amtsgericht in Burgwedel und dem Verdacht der möglichen Ursache von Laserdruckeremissionen wurden 4.033 Laserdrucker im Verantwortungsbereich des Innenministeriums ausgetauscht gegen moderne Tintenstrahldrucker. Hier wurde das Prinzip des vorbeugenden Gesundheitsschutzes vorbildlich angewandt.4
  • In der Pandemie zeigt sich, dass bei Nutzung von Laserdruckern in schlecht belüfteten Räumen, Corona-Viren an Feinstaubpartikeln haften. Das erleichtert dem Virus der Weg von Mensch zu Mensch sowie das Eindringen in die tieferen Atemwege. Auch erkranken Menschen in durch Feinstaub höher belasteten Regionen offenbar häufiger schwer an COVID-19.5
  • Relevante deutsche Studien Mersch-Sundermann und Gminski aus 2006 (Pilotstudie BfR) und 2016 6 7
  • Zero Emission Initiative der Europäischen Kommission
    Bis 2050 soll dieVerschmutzung von Luft, Wasser und Boden auf ein Niveau gesenkt werden, das als nicht mehr schädlich für die Gesundheit und die natürlichen Ökosysteme gilt und die für unseren Planeten hinnehmbaren Grenzen respektiert, sodass eine schadstofffreie Umwelt geschaffen wird.“

Dies muss natürlich auch für die Innenraumluft gelten.

  • Politik muss gesetzliche Regelungen auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse treffen.

 

Prävention ist das Gebot

 

Solange die Behörden keine Regelungen treffen, empfiehlt bzw. fordert die internationale Stiftung nano-Control präventive Maßnahmen:

  • Schutz vor Feinstaub in der Innenraumluft – Lüften, Lüften, Lüften!
  • Sicher drucken mit Tinte statt Toner (ein Muss für das Home-Office)! Kinder, vorerkrankte und ältere Menschen sind besonders gefährdet.8
  • Laserdrucker (tonerbasierte Drucksysteme) nie ohne Filter betreiben!
  • Laserdrucker und Kopierer möglichst in separate Räume mit eigener Zu- und Abluft stellen! Diese Räume nicht mit der Gebäudeinstallation bzw. der zentralen Klimaanlage für Zu- und Abluft koppeln.

In den letzten 20 Jahren kamen von Behörden und Institutionen immer nur Empfehlungen, da wissenschaftliche Beweise für die eindeutigen Gesundheitsgefahren für Menschen fehlten. Diese konnten aber nicht ausgeschlossen werden. Es gab schon früh Hinweise auf vermehrte Krebserkrankungen. 9 10 Nun bestätigen aktuelle internationale Studien, dass ständige Entzündungen durch Feinstäube, ultrafeine Stäube und Nanopartikel zu Krebs führen können. 11

Das Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Herstellerverband BITKOM setzten ab 2009 auf die Verbesserung von Geräten und Festlegung eines standardisierten Messverfahrens für die Emissionen. 12 Dann, fünf Jahre später wurde ein erster Blauer Engel vorgestellt, der erstmals die zulässige Anzahl der ultrafeinen Partikel begrenzte, welche innerhalb von zehnminütigem Druck ausgestoßen werden dürfen. Offensichtlich hatte man nun einen Handlungsbedarf entdeckt. Dies wurde aber den Betroffenen bis heute nur sehr zurückhaltend zur Kenntnis gebracht.
Fraglich ist für nano-Control, ob die Begrenzungen ausreichend sind. Wir weisen hier besonders auf die Nutzung der Laserdrucker im Home-Office hin. Häufig werden wenige Seiten gedruckt. Hier muss hervorgehoben werden, dass der Ausstoß ultrafeiner Partikel zu Beginn einer Druckphase bei einer Vielzahl von Laserdruckern sehr stark erhöht sein kann («initial burst») ist.13  Der Blaue Engel „glättet“ diese Milliarden Partikel zu Beginn, indem dies über einen Zeitraum von 10 Minuten Druck gemittelt wird.

Weitere Untersuchungen der Wirkung von Feinstaub und hierbei, insbesondere ultrafeiner Partikel auf den Menschen traten in den Hintergrund, obwohl in den „WHO Guidelines for Indoor Air Quality“ im Jahr 2010 14 explizit darauf hingewiesen wurde, dass die in Büros gemessenen Konzentrationen von Feinstaub im Allgemeinen höher sind als in Wohngebäuden, was auf das Vorhandensein von Feinstaubquellen wie Kopierer und Drucker zurückzuführen ist.

Im Jahr 2006 wurde veröffentlicht, dass in Büros eine Feinstaubbelastung von bis zu 1.000 Mikrogramm/Kubikmeter (µg/m³) Raumluft in Büros gemessen!3 – Schon bei 50 µg/m³ kann es in der Außenluft zu Fahrverboten kommen. Der Grenzwert für den Schutz der menschlichen Gesundheit für den deutlich größeren Schadstoff Feinstaub (PM 2,5) in der Außenluft liegt derzeit in Deutschland bei 25 µg/m³ (Richtwert WHO 5 µg/m³).

Im Seminarplenum der Leuphana weist Dr. Moriske daraufhin, dass es erforderlich ist, dass die sehr kleinen ultrafeinen Partikel (PM 0,1) mittels Partikelzählverfahren in einem bestimmten Zeitraum bewertet werden müssen, wie es seit 2014 beim Blauen Engel angewendet wird. Dies ist aufgrund ihrer sehr geringen Masse unbedingt erforderlich, um die Gefahren für die Gesundheit der Arbeitnehmer, Verbraucher und Kinder abzuwenden.

PM10⁠ kann beim Menschen durch die Nasenhöhle in tiefere Bereiche der Bronchien eindringen. Die kleineren Partikel ⁠PM2,5⁠ können bis in die Bronchiolen und Lungenbläschen vordringen und die ultrafeinen Partikel (PM 0,1) mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 µm sogar bis in das Lungengewebe und den Blutkreislauf 15

Wissenschaftliche Untersuchungen fokussieren ausschließlich die Außenluft

Liegt dies an den nicht regulierten Altlasten der Innenräume, wie z.B. Asbest und Holzschutz?

Die Pandemie sollte uns eines Besseren belehren. Laut Prof. Dr. Jos Lelieveld, Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz und Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel, Zentrum für Kardiologie, Universität Mainz schädigt Feinstaub offenbar Blutgefäße auf ähnliche Weise wie SARS-CoV-2 und erleichtert dem Virus die Infektion von Zellen in der Lunge.16 Die Lehre daraus kann folglich nur sein, die Innenraumluftqualität verbindlich zu verbessern und auch zwingende gesetzliche Vorgaben für das Home-Office für Arbeitgeber bereitzustellen. Jeder Arbeitnehmer und Verbraucher muss eindeutig verstehen können, dass zusätzliche Feinstaubquellen wie Laserdrucker / 3-D Drucker im Innenraum eine zusätzliche, ernstzunehmende Gesundheitsgefährdung bedeuten. Besonders auch für Kinder!

Hersteller wie Epson und Samsung haben sich bereits 2013 von Laserdruckern verabschiedet 17, kurz nachdem das niedersächsische Innenministerium im Justizministerium 4.033 Laserdrucker präventiv austauschen ließ.18 Epson und andere Hersteller bieten heute Tintenstrahldrucker an, die allen Anforderungen für eine professionelle (Home-)Office-Nutzung entsprechen. Auch bei der Tintenstrahltechnik gibt es jedoch Emissionen und auch daraus ergeben sich durchaus Fragen, wenngleich vielen Studien gemein ist, dass die emittierten Partikelanzahlen bei Tintenstrahldruckern meist deutlich niedriger als bei Laserdruckern sind. Sicher ist, dass hier flüchtige organische Verbindungen (VOC und VVOC) entstehen, die sich relativ einfach durch Lüften aus den Räumen entfernen lassen.

Die Unfallkassen und Behörden empfehlen – wie bereits erwähnt – die Aufstellung von Laserdruckern in separaten Räumen, Luftwechsel, Filter oder alternative Drucktechniken. 19 – 24

Alle öffentlichen Institutionen sind aufgrund von fehlenden einstimmigen wissenschaftlichen Erkenntnissen im Laufe von 20 Jahren bis zum heutigen Tag nicht zu abschließenden Bewertungen und vor allen Dingen einheitlichen Regelungen gekommen.

Langzeitexpositionen und die Auswirkungen auf die betroffenen Arbeitnehmer werden bis heute nicht erforscht.

Sind die wissenschaftlichen Studien von Unfallkassen und Herstellern, auf die sich Politik und Behörden berufen, unabhängig oder werden dort möglicherweise interessengesteuerte Studien durchgeführt?

Aufgrund fehlerhafter Bewertungsmaßstäbe solcher Untersuchungen (Partikelmasse in mg/m³ Raumluft, statt Anzahl/m³ in einem bestimmten Zeitraum) sowie der häufig fehlenden Kenntnis der Zusammensetzung dieser künstlich hergestellten Partikel bleibt es auch in Zukunft bei Mutmaßungen zu Lasten der betroffenen Arbeitnehmer, Verbraucher und Kinder.

Es stellt sich hier auch die Frage, ob Arbeitsmediziner und Betriebsärzte ihrer Aufgabe in diesem Bereich unter solchen Umständen tatsächlich nachkommen können? Wie sollen sie arbeitsbedingte Erkrankungen erkennen und behandeln, sowie Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer zur betrieblichen Gesundheitsförderung und medizinischen Prävention wirksam beraten, wenn die Behörden gemeinsam mit den Herstellern und Unfallversicherern signifikante Gefahr negieren?

Warum gibt es keine wissenschaftlichen Untersuchungen im Innenraum, wenn hier das relevante Problem vorherrscht?

Unstreitig ist, dass saubere Luft lebens- und überlebenswichtig ist, so der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber in seinem Grußwort auf der Jahrestagung der Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e. V. (DGAUM).

Der Projektverbund BayUFP „Messung, Charakterisierung und Bewertung ultrafeiner Partikel zog im März 2022 Zwischenbilanz 24: Negative Auswirkungen von Feinstaub und Ultrafeinstaub auf den Menschen wurde in ersten Ergebnissen bestätigt. Diese deuten darauf hin, dass die verwendeten Partikel die Barriere des respiratorischen Epithels (eine Schicht aus spezialisierten Epithelzellen) stören können, welche den größten Teil der Atemwege auskleidet. Es wird weiter geforscht.

Wir sagen: Die Zeit drängt!

Das bayerische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat mit den involvierten Ärzten und Wissenschaftlern, u.a. der DGAUM und des Helmholtz Zentrum München (seit vielen Jahren mit der Laserdrucker-Thematik vertraut) eine weitere Chance verpasst, ultrafeine Partikel im Innenraum zu untersuchen. Die millionenfache Verbreitung von Laserdruckern im Innenraum hatte nano-Control bereits im Jahr 2020 bei der Jahrestagung der DGAUM vermittelt. Die Dringlichkeit ist gegeben, denn es gibt schon viel zu viele Erkrankte. Die Zahl wird durch Laserdrucker im Home-Office steigen. Technische Voraussetzung zur Qualifizierung, Quantifizierung und Bewertung der Stoffe ist heute kein Problem mehr. Dieser Projektverbund muss auch im Innenraum untersuchen!

Wirkliche Erkenntnisse ergeben sich einzig aus Studien von Prof. Volker Mersch-Sundermann und Dr. Richard Gminski aus den Jahren 2006 und 2016. 6 7 Dass solche Studien bekannt sind, bestätigte auch Dr. Heinz-Jörn Moriske im Gespräch mit Studenten der Leuphana Lüneburg Universität. Diese und weitere Studien der Harvard University, Boston26 sind unzweifelhaft und zeigen deutlich, dass es sehr wohl zu gesundheitsschädlichen Wirkungen auf den Menschen kommen kann. Ultrafeine Stäube und Nanopartikel wirken stärker als Feinstaub, denn sie dringen über die Atemwege in jede Zelle des Körpers ein und überwinden auch die Blut-/ Hirnschranke. Hierzu gibt es inzwischen hinreichende, unstrittige internationale wissenschaftliche Erkenntnisse und Warnungen.27

 

Folgen der Langzeitexposition durch ultrafeine Partikel im Innenraum

4.000 Betroffene meldeten sich bereits seit Ende der 1990er Jahre bei der ITG Interessengemeinschaft Tonergeschädigter und der späteren Stiftung nano-Control. Diese Personen sind zum Teil schwerstkrank, da sie Teils über Jahrzehnte Emissionen aus Laserdruckern täglich ausgesetzt waren. In der realen Welt sind die Menschen nicht nur einem Stressfaktor ausgesetzt. Synergieeffekte der ultrafeinen Partikeln mit anderen Schadstoffen, wie z.B. Carbon Black mit in den umgebenden Räumen vorhandenen hochfrequenten Feldern, besonders über einen Zeithorizont von mehr als 15 Jahren, sind bis heute nicht erforscht.28 29 Die von Wissenschaftlern befürchteten möglichen Krebserkrankungen, die sich schon bei Kurzzeitexpositionen durch oxidativen Stress und Entzündungsreaktionen des Körpers andeuteten, sehen wir tagtäglich.

Aus diesem Grund müssen schon bei leichten Symptomen zwingend Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit getroffen werden. Husten, Niesen, Kopfschmerzen, Augenbrennen oder andere Symptome ohne ersichtlichen Grund, die dann auch noch vornehmlich im Büroumfeld auftreten und sich möglicherweise im Urlaub immer deutlich verbessern, dürfen wir nicht einfach so hinnehmen.30

Gesunde, leistungsfähige Mitarbeiter im Büro 4.0

Das Bundesarbeitsministerium geht nun einen neuen Weg mit der Initiative Qualität der Arbeit (INQA) zur Förderung guter und gesunder Büroarbeit im Kontext einer sich rasant verändernden Arbeitswelt.

Die Mitglieder des Deutsche Netzwerk Büro e.V. (DNB e.V.)31, unter ihnen die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV), und auch die Berufsgenossenschaften wollen dafür sorgen, dass die Fachkräfte leistungsfähig ihrer Arbeit nachgehen können. Hauptaufgabe des DNB e.V. ist „die Unterstützung bei der praktischen Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Büro“.

Sie weisen vorsorglich auf Gefahren hin, damit es gar nicht erst zu Erkrankungen kommt:

„Die Belastung der Innenraumluft mit feinen Partikeln ist ein häufig unterschätztes Gesundheitsrisiko. Zu den relevanten Feinstaubquellen in Büros zählen Kopierer, Laserdrucker (Tonerstäube), Baumaterialien, Staub an Schuhen und Kleidung sowie alle durch die Außenluft (Fenster, Klimaanlage) eingetragenen Partikel. Feinstaub setzt sich aus kleinsten, unsichtbaren Teilen zusammen, die tief in den menschlichen Atmungstrakt eindringen und zu ernsten Lungenreizungen und Erkrankungen führen können.“

Was heute einzig und allein fehlt sind weiterhin gesetzliche Regelungen, welche die Politik festlegen muss

Darauf setzt das DNB e.V. leider noch nicht! Da sind sich die Hersteller und Unfallversicherer scheinbar sehr einig: Klare, messbare Anforderungen an die Raumluftqualität auf Basis unabhängiger, wissenschaftlicher Erkenntnisse soll es auch weiterhin nicht geben. Alle guten Initiativen zur Prävention werden nur sehr bedingt helfen. Auch nach mehr als 20 Jahren sollen sich Erkrankte und Betroffene selbst helfen, obwohl sie keinen Einfluss nehmen können? Es fehlt an klaren Vorschriften und Anweisungen, auf die sich Betroffene auch stützen und berufen können.

Die Mehrheit der Menschen, die in der Nähe von Laserdruckern arbeitet, weiß bis heute nichts von den Gefahren, die von ultrafeinen Stäuben und Nanopartikeln ausgehen. Schwermetalle, VOCs, PAKs und viele andere toxische Stoffe können Menschen krank machen.32 33 Laserdrucker stoßen laut der Blauen Engel-Studie der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) aus dem Jahr 2011 im Schnitt 2,34 Milliarden Partikel/gedruckte Seite aus!2 (bis heute ist unklar, um welche Stoffe es sich bei den Partikeln genau handelt).

Millionen Geräte stehen in für die vulnerablen Gruppen sensiblen Räumen wie Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken sowie besonders für die Kinder in Kindergärten und Schulen.

Im Rahmen der Pandemie bedingten Home-Office-Offensive der Unternehmen und Bundesregierung erreichen die Emissionen (Ultrafeinstäube und Nanopartikel) aus Laserdruckgeräten nun vermehrt die privaten Schlaf- und Kinderzimmer über die Wohnungsluft. Hersteller wie auch der Handel unterstützen dies mit Billigstangeboten von Laserdruckgeräten, die dann die kommenden 10 -15 Jahren die Innenraumluft der privaten Wohnengen massiv belasten werden. Weggeatmet werden die ultrafeinen Partikel dann Kleinkindern bis hin zu alten Menschen. Sie machen an keiner Zimmertür halt. Diese ultrafeinen, elektrostatisch aufgeladenen Partikel reichern sich über die Zeit im gesamten Wohnraum an und werden sich auch in gesamten Gebäuden entsprechend ausbreiten!

Kinderzimmer sind übrigens ein Ort, in dem laut Umweltbundesamt Laserdrucker niemals aufgestellt werden sollten

Es stellt sich bei solch einer Empfehlung des Umweltbundesamtes jedoch die Frage, ob die Partikel wissen, dass sie nicht über die Raumluft in das Kinderzimmer wandern dürfen!?!

Niemand weiß, was diese kleinsten Partikel mit den empfindlichen Atemwegen unserer Kinder und Enkelkinder machen. Neugeborene und kleine Kinder inhalieren mit einer deutlich höheren Atemfrequenz. Diese Partikel aus Laserdruckgeräten haben das Potenzial die Entwicklung von Kindern nachhaltig zu stören, dies ist sicher und sollte bei allen Überlegungen immer berücksichtigt werden! Internationale Studien zu Feinstaubbelastung zeigen Einflüsse auf die neurologische Entwicklung der Kleinsten bei kognitiven Tests sowie der geistigen und motorischen Entwicklung. Eine WHO Publikation spricht bei entsprechender Schädigung durch Feinstaub von einer „lebenslänglichen Strafe“!34

Bei Schwangeren konnten die Gefahren ultrafeiner Partikel aus Laserdruckern schon gezeigt werden. Die amerikanische Forscherin Nancy Lan Guo warnt diese Gruppe besonders vor möglichen genverändernden Wirkungen. Sie erklärt, falls Gene einmal verändert wurden, werden diese Veränderungen über die Generationen weitergegeben.35
Wir müssen unsere Kleinsten schützen. Es geht nicht nur um uns.

Vorrang hat der Mensch vor der Maschine

Der Paradigmenwechsel muss jetzt kommen! Sorgen um den Fachkräftemangel beherrschen die Chefetagen. Eine Studien-Review aus Australien36, welche das deutsche Bundesumweltministerium finanzierte, zeigt sehr deutlich, dass die Atemluft in Büros wenig belastet ist. Der einzig relevante Eintrag von Feinstaub entsteht durch Laserdrucker. Eine Risikobewertung festzulegen, damit Mitarbeiter gesund und produktiv arbeiten können, ist nur möglich, wenn man die Risiken kennt!

Können wir es uns leisten, dass die Mitarbeiter durch schlechte Luft im Innenraum ihre Leistungsfähigkeit einbüßen und sogar dauerhaft krank werden? Wir haben es jetzt in der Hand und können es vermeiden!

Wir müssen den vorgeschlagenen Weg des Arbeitsministeriums zum „Büro 4.0“ schnellstmöglich einschlagen. Dafür müssen gesetzlichen Regelungen für Innenraumluftqualität geschaffen werden. Eine Gesetzesinitiative des Arbeitsministers Hubertus Heil zur mobilen Arbeit liegt vor mit einem Rechtsanspruch auf Home-Office. Die Regelungen des Arbeitsschutzes sollen hier unberührt bleiben und auch bei mobiler Arbeit gelten.37
Ein Laserdrucker in den Privaträumen neben dem Kinderzimmer oder der Küche? Das kann nicht im Sinne dieser durchaus guten Gesetzesinitiative sein. Das geht gar nicht!

Es wird Zeit, dass sich was dreht.

Es besteht die einmalige, außergewöhnliche Chance, gute Regeln zu schaffen, um die Umwelt, die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Erwerbstätigen, ihrer Familien und der Schwächsten unserer Gesellschaft (Kinder und alte Menschen) zu schützen.

Wir alle profitieren davon, denn weniger Feinstaub in Innenräumen sorgt für eine gesündere Atemluft für alle Menschen, besonders unter dem Aspekt einer Pandemie. Die Luft im Büro oder Home-Office wird nachhaltig verbessert werden.

Mitarbeiter werden weniger Gesundheitsgefahren ausgesetzt sein. Sie werden durch bessere Atemluft weniger oft krank und dafür produktiver sein.

Der Zusammenhang von Atemluft und Leistungsfähigkeit ist wissenschaftlich mindestens bei Sportlern sehr gut untersucht und unstrittig.

 Profitieren werden alle Seiten. Das ist sicher!

Autorin: Heike Krüger

Vorstands-Vorsitzende nano-Control, Internationale Stiftung

Atmen heißt Leben – Schutz vor Feinstaub aus dem Laserdrucker

Weitere Informationen
www.nano-control.org und www.lifepr.de/newsroom/nano-control/pressemitteilungen

 

Literaturverzeichnis

[1] landeszeitung.de. Laserdrucker: Studenten machen auf Gefahren aufmerksam

[2] Environ Sci Technol. 2011 Sep 15;45(18):7819-25. doi: 10.1021/es201590q. Epub 2011 Aug 25.
XRF-analysis of fine and ultrafine particles emitted from laser printing devices

[3] stern.de. 28.07.2006. Dicke Luft im Wohnzimmer

[4] zdnet.de. Björn Greif 04.12.2012. Niedersachsens Justiz verschrottet 4.033 Samsung-Drucker wegen Feinstaubbelastung

[5] Electrostatic fine particles emitted from laser printers as potential vectors for airborne transmission of COVID-19. Shanshan He·Jie Han. Published July 31,2020 doi:10.1007/s10311-020-01069-8

[6] Pilotstudie: Evaluierung möglicher Beziehungen zwischen Emissionen aus Büromaschinen,
insbesondere aus Fotokopierern und Laserdrucken, und Gesundheitsbeeinträchtigungen
bzw. Gesundheitsschäden bei exponierten Büroangestellten UFO-Plan FKZ 705 62 449; im Auftrag des Bundesinstitutes für Risikobewertung,
Gminski und Mersch-Sundermann, Umweltmedizin in Forschung und Praxis 11 (2006) 269-3

[7] Investigations on cytotoxic and genotoxic effects of laser printer emissions in human epithelial A549 lung cells using an air/liquid exposure system.
Tang, T., Gminski, R., Könczöl, M., Modest, C., Armbruster, B., and Mersch-Sundermann, V. (2012b). Environ. Mol. Mutagen. 53, 125–135.

[8] Warum ist Feinstaub schädlich für den Menschen?

[9] ntv 18.05.2003 Gift im Toner nachgewiesen

[10] Jonas L: Tonerstaub kann Krebs verursachen, Informationsdienst der  Wissenschaft, 2008-10-2

[11] Air Pollution and Cancer, International Agency for Research on Cancer, IARC Scientific Publications; 161, 2013-177

[12] bmuv.de. Pressemitteilung 22.01.2009. BMU und BITKOM koordinieren Forschung zu Partikelemissionen aus Laserdruckern und -kopierern.

[13] An Investigation into the Characteristics and Formation Mechanisms of Particles Originating from the Operation of Laser Printers, Environ. Sci. Technol. 2009, 43, 4, 1015–1022

[14] euro.who.int WHO guidelines for Indoor Air Quality

[15] UBA (2017). Feinstaub in Innenräumen. Umweltbundesamt. Verfügbar unter https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/innenraumluft/feinstaub-ininnenraeumen.

[16] Luftverschmutzung als Kofaktor bei Covid-19-Sterbefällen, 27.10.2020
https://www.mpg.de/15950183/1028-chem-099020-luftverschmutzung-als-ko-faktor-bei-covid-19-sterbefaellen1

17] ict-channel.com Martin Fryba 20. September 2013 Justiz Niedersachsen setzt auf Tinte statt Laser Epson bewegt Behörden zum Umdenken

[18] Niedersächsischer Landtag 23.04.2013 Kleine Anfrage 17/397– Neukauf von Druckern in der Landesverwaltung

[19] BAuA September 2009 Tonerstaubbelastung am Arbeitsplatz vermeiden

[20] bgrci.de Gefahrstoffinformationen Tonerstaub

[21] baua.de 2011 Studie Forschung M. Roller Projekt F 2043 Bedeutung von In-vitro-Methoden zur Beurteilung der chronischen Toxizität und Karzinogenität von Nanomaterialien, Feinstäuben und Fasern

[22] Idw 14.02.2011 Mit Sicherheit drucken und kopieren, Jörg Feldmann Pressestelle Bundesanstalt für Arbeitschutz und Arbeitsmedizin

[23] DGUV Pressemitteilung 28.05.2014 Laserdrucker eher in separaten Räumen betreiben

[24] Unfallkasse Nordrhein-Westfalen 2015 Aufstellen von Druckern und Kopierern in Büros

[25] www.bayfor.org/de/unsere-netzwerke/bayerische-forschungsverbuende/forschungsverbuende/press/bayufp/bergfest-im-projektverbund-ultrafeine-partikel.html

[26] Pirela, S., Martin, J., Bello, D., & Demokritou, P. (2017). Nanoparticle exposures from nano-enabled tonerbased printing equipment and human health: state of science and future research needs. Critical Reviees in Toxicology, 47(8), S. 683-709.

[27] research.qut.edu.au October 2019 Lidia Morawska et al. White Paper: Ambient ultrafine particles: evidence for policy makers

[28] Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Wissenschaftlich diskutierte biologische und gesundheitliche Wirkungen hochfrequenter Felder, https://www.bfs.de/DE/themen/emf/hff/wirkung/hff-diskutiert/hff-diskutiert.html

[29] Radiofrequency at 2.45 GHz increases toxicity, pro-inflammatory and pre-apoptotic activity caused by black carbon in the RAW 264.7 macrophage cell line, Science of The Total Environment, Volume 765, 15 April 2021

[30] nano-control.org. Gesundheitliche Schäden – Symptome

[31] Deutsches Netzwerk Büro e. V. 16. 06.2016 Zu trockene Luft im Büro!

[32] freepatentsonline.com 27.07.2017 TONER UND EXTERNES ADDITIV FÜR TONER

[33] www.nano-control.org/wp-content/uploads/2016/04/nC-Gefaehrlicher_Mix.pdf abgerufen

[34] Air pollution and child health Prescribing clean air Summary, World Health Organization 2018,
https://apps.who.int/iris/rest/bitstreams/1157950/retrieve

[35] sciencedaily.com 27.02.2020 Nancy Lan Guo, Printer toner linked to genetic changes, health risks in new study

[36] Airborne particles in indoor environment of homes, schools, offices and aged care facilities: The main routes of exposure, Volume 108, November 2017, Pages 75-83

[37] faz.net 12.01.2022 Auch nach der Pandemie : Arbeitsminister Heil plant Rechtsanspruch auf Homeoffice

 

 

Mit dem Blauen Engel garantiert die Bundesregierung Produkten höchsten Umwelt- und Gesundheitsschutz. Im Falle von Laserdruckern äußert nano-Control seit Jahren schwere Bedenken an der Verlässlichkeit der Bewertung und warnt vor Risiken

(lifePR) ( Hoya, )

Der Traum vom papierlosen Büro ist zwar nicht ausgeträumt und die fortschreitende Digitalisierung bietet immer mehr Möglichkeiten, um auf Papier zu verzichten, im Alltag werden diese jedoch weiterhin nur sehr begrenzt umgesetzt. Laut einer Studie1 werden in Deutschland pro Tag und Kopf durchschnittlich 26 A4-Seiten bedruckt. Dabei gewinnen Laserdrucker, sowohl im gewerblichen als auch im privaten Einsatz, zunehmend an Bedeutung. Ihre Druckqualität und Leistungsfähigkeit, verbunden mit stetig sinkenden Anschaffungspreisen, können immer häufiger überzeugen. Der verstärkte Trend zur Arbeit im Homeoffice trägt zusätzlich dazu bei, dass Laserdrucker immer mehr private Arbeitszimmer und Wohnbereiche erobern.Der Traum vom papierlosen Büro ist zwar nicht ausgeträumt und die fortschreitende Digitalisierung bietet immer mehr Möglichkeiten, um auf Papier zu verzichten, im Alltag werden diese jedoch weiterhin nur sehr begrenzt umgesetzt. Laut einer Studie1 werden in Deutschland pro Tag und Kopf durchschnittlich 26 A4-Seiten bedruckt. Dabei gewinnen Laserdrucker, sowohl im gewerblichen als auch im privaten Einsatz, zunehmend an Bedeutung. Ihre Druckqualität und Leistungsfähigkeit, verbunden mit stetig sinkenden Anschaffungspreisen, können immer häufiger überzeugen. Der verstärkte Trend zur Arbeit im Homeoffice trägt zusätzlich dazu bei, dass Laserdrucker immer mehr private Arbeitszimmer und Wohnbereiche erobern.

„Ein Bewusstsein für die gesundheitlichen Risiken, die mit der Nutzung eines Laserdruckers verbunden sind, ist in der Bevölkerung leider bisher kaum ausgeprägt“, weiß Heike Krüger, Vorstand von nano-Control, internationale Stiftung. „Vorhandene Bedenken werden in vielen Fällen durch den Blauen Engel als vermeintlicher Unbedenklichkeitsnachweis weggewischt. Wir halten diesen Freibrief für gefährlich und ein falsches Zeichen, das von den tatsächlichen Risiken durch Laserdrucker in Büros, im Homeoffice oder sogar in Kinderzimmern unverantwortlich ablenkt.“

Die von nano-Control erkannte Gesundheitsgefährdung durch Laserdrucker entsteht durch im Druckbetrieb nachgewiesene Feinstaub-Emissionen. Ultrafeine (UFP) und Nanopartikel gelangen in die Umgebungsluft, reichern sich hier an, verteilen sich selbst über getrennte Innenräume und gelangen über die Atemwege in den menschlichen Körper. Die Zusammensetzung dieses Tonerstaubs ergibt sich aus den Inhaltsstoffen des von Laserdruckerherstellern entwickelten Farbmittels. Über die exakte Zusammensetzung dieser Tonerpulver ist öffentlich wenig bekannt. Unstrittig ist jedoch, dass der Toner  selber als giftig gekennzeichnet ist. Eine von nano-Control beauftragten aufwendigen Analyse hat bereits 2017 in handelsüblichen Tonern vor allen Dingen metallische Partikel, Carbon Black (Kohlenstoff) sowie flüchtige organische Verbindungen nachgewiesen, die als Nanopartikel und UFP von Laserdruckern an die Raumluft abgegeben werden. Partikeln in einer Größe zwischen 1 und 100 nm (per Definition Nanopartikel) gelangen aufgrund ihrer geringen Größe über die Haut und vor allen Dingen über die Atemwege in den menschlichen Blutkreislauf und überwinden die Blut-/Hirnschranke.

Über die Gefahren dieser Giftstoffe für den menschlichen Organismus wurde bereits viel geforscht und die Diskussion über Toxizität und potenziell kanzerogene (krebserregende) Wirkung wird auf unterschiedlichen Ebenen intensiv geführt.

„Während in anderen Bereichen, wie zum Beispiel der Belastung der durch Diesel-Feinstaub, umfangreiche Maßnahmen ergriffen werden, um Mensch und Umwelt zu schützen, scheint sich die Gefahr in Innenräumen dem Interesse der Verantwortlichen weitgehend zu verschließen“, erklärt Heike Krüger. „Der Blaue Engel ist in unseren Augen aktuell auf jeden Fall nicht geeignet, angemessen mit den Risiken durch Laserdrucker umzugehen.“

Mit dem Blauen Engel kennzeichnet das Umwelt Bundesamt Produkte, die nach eigener Bewertung „die Umwelt wenig belasten und dabei hohe Ansprüche zum Schutz der Gesundheit erfüllen“.2 Laserdruckgeräte erhalten den Blauen Engel, wenn sie maximal 350 Milliarden Nanopartikel ab einer Größe von 7 nm in einer Druckzeit von 10 Minuten ausstoßen. Die Zusammensetzung der oft problematischen Chemikalien ist bis heute nicht vollständig bekannt.

„Diese Kriterien vernachlässigen nicht nur die Gefahren durch vermeintlich geringe Konzentrationen, sie ignorieren auch deutlich kleinere und deshalb potenziell viel gefährlichere ultrafeine Partikel kleiner 7 nm vollständig“, betont Heike Krüger „Diese Teilchen sind nachweislich in der Lage, ungehindert über die Atemwege ins Gehirn zu gelangen. Ob und in welchem Umfang sie von Laserdruckern erzeugt werden, wird aber schlicht nicht geprüft. Wir halten dies für grob fahrlässig und unverantwortlich und insofern den Blauen Engel für das falsche Signal.“

Darüber hinaus kritisiert nano-Control die Vergabepraxis beim Blauen Engel. Einerseits dürfe eine Auszeichnung nicht mit einer laut nano-Control dringend erforderlichen übergreifenden regelmäßigen Kontrolle, Überwachung und sinnvollen Vorschriften verwechselt werden, andererseits befasse sich das Umweltbundesamt in Gestalt des Blauen Engels ausschließlich mit Neugeräten. Die große Zahl an Geräten im Einsatz, die älter als fünf Jahre sind, bleiben gänzlich unbeachtet.

„Studien befassen sich mit Staubsaugern, Toastern, Kerzenbrand und Bratdämpfen. Holzöfen müssen auch noch nachträglich mit Feinstaubfiltern ausgestattet werden und in Städten werden Umweltzonen eingerichtet“, beschreibt Heike Krüger die Aktivitäten des Umweltbundesamtes und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin im Hinblick auf die Feinstaubbelastung. „Laserdrucker dagegen stehen weiterhin in Büros, Wohnzimmern und Kinderzimmern und die eigentlich zuständigen Behörden belassen es bei Empfehlungen, versperren sich aber offensichtlich seit mehr als 15 Jahren der dringend erforderlichen Erforschung potenzieller Gefahren. Es gibt bis heute keine technischen Regeln für diese Geräte.“

Im Rahmen ihrer Arbeit dokumentiert nano-Control auch die Fälle gesundheitlich Betroffener. Inzwischen sind fast 4.000 Fälle bei der Stiftung verzeichnet, die einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Feinstaub aus Laserdruckern und Erkrankungen bis hin zu Todesfällen nahelegen. Seitens der Behörden wird diese Verbindung weitgehend bestritten oder als nicht nachgewiesen bezeichnet, eine weiterführende Untersuchung jedoch offensichtlich nicht angestrebt.

Mit ihrem „10-Punkte-Plan für die Innenraumluft und die Umweltmedizin“ will nano-Control die zuständigen Stellen für das Thema sensibilisieren und Rahmenbedingungen für den Umgang mit dem Risikofaktor Laserdrucker schaffen. Dabei hoffen die Verantwortlichen der internationalen Stiftung auf stärkere Resonanz als diese von Verantwortlichen in der Vergangenheit gezeigt wurde. So wurde beispielsweise die Annahme einer von insgesamt 5.000 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnete Petition unter dem Titel „Schlimmer als Asbest“ seitens der zu diesem Zeitpunkt amtierenden Bundesumweltministerin Barbara Hendricks verweigert.

Solange die Behörden keine Regelungen treffen, empfiehlt bzw. fordert nano-Control:

  • Schutz vor Feinstaub in der Atemluft – Lüften, Lüften, Lüften!
  • Sicher drucken mit Tinte statt Toner!
  • Toner nie ohne Filter, sorgen Sie für saubere Luft in Ihrem Büro!
  • Laserdrucker und Kopierer verpflichtend in separate Räume stellen!

Link zur Pressemitteilung auf lifePR

Link zur Pressemitteilung auf Bundesverband Deutscher Stiftungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

endlich gibt es Möglichkeiten, auf der Basis gut durchdachter Konzepte und Aktionen die Ansteckungsgefahr durch Coronaviren deutlich zu reduzieren und somit eine bessere Kontrolle der Ausbreitung zu ermöglichen.

Das Problem schwebt drinnen! – Indoor Air Quality und Open Air

Die Aerosolforscher öffnen uns die Augen, wenn wir dies denn auch sehen und erkennen wollen. Die Innenraumlufthygiene braucht unser Augenmerk und bietet uns endlich eine Chance die Infektionsspirale zu stoppen. Hier können wir proaktiv Rahmenbedingungen verändern und sind nicht mehr nur zum Reagieren auf sich ständig verändernde Zahlen und Virenmutationen verurteilt.

Warum ergreifen wir die Chance nicht? Der Virus lernt und verändert sich ständig.

Sind wir des schnellen Lernens, des daraus folgenden Reagierens und der entsprechenden Anpassung auf diese neuen Gegebenheiten nicht mehr fähig?

Viel Geld wird verwendet für Masken, Tests, Impfungen, Hygienekonzepte und Schadenseindämmung durch Lockdowns in weiten Teilen unserer Gesellschaft. Viele Menschen sehen inzwischen keine Hoffnung mehr, dass wir irgendwann wieder zurückfinden zu verlässlichen Aussagen, um daraus folgend planen zu können. Diesen Menschen wurden ihre Träume und Lebenswerke einfach genommen.

Dies geschieht jedoch nicht durch eine Naturkatastrophe, wie etwa einen Tsunami.

Nein, diese Zerstörung der wirtschaftlichen Lebensgrundlage dieser Menschen ist angeordnet und somit können diese betroffenen Menschen auch nicht am Wiederaufbau ihrer wirtschaftlichen Lebensgrundlage arbeiten. Der Schaden, den diese Menschen nehmen, ist politisch gewollt und wird dementsprechend als Kollateralschaden verbucht. Dieser Kollateralschaden betrifft auch nicht nur die direkten wirtschaftlichen Einflüsse. Nein, es sind vielmehr die nicht sichtbaren Folgen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens, welche bei der Anordnung immer weitreichender Zwangsmaßnahmen gegen die Freiheitsrechte keine ausreichende Beachtung und Bewertung erfahren.

Wir hangeln uns jetzt von Lockdown zu Lockdown.

Der Schaden für unsere Kinder und Jugendlichen, besonders aus unterprivilegierten Gesellschaftsschichten, ist überhaupt nicht absehbar. Alle Maßnahmen wurden als kurzfristige Sofortmaßnahmen betrachtet.

Es werden weiterhin immer neue Verordnungen erlassen, ohne tatsächlich mit nur einer dieser Verordnungen an den Ursachen des Problems etwas zu verändern.

Die Politik, so scheint es zumindest, hat sich darauf konzentriert, das Virus durch Verbote (Einschränkungen) zu bekämpfen.

Das Virus hält sich aber nicht an Verbote.

Die guten Konzepte, Ideen und Vorschläge derer, die versuchen, ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Existenz zu retten werden entweder ignoriert oder gleichwohl mit Verboten belegt.

Denken ist scheinbar nicht mehr erwünscht. Blind folgen sollen wir allen Vorgaben. Dies möchte die Politik uns abverlangen. Dies sagen auch viele Virologen. Doch wir sind müde, denn es hilft nicht!

Die Coronapolitik ist scheinbar zu einer Ideologie geworden. Dieser Ideologie folgen viele ohne Widerspruch, da Widerspruch gegen angeordnete staatliche Maßnahmen oder bestimmte wissenschaftliche Meinungen, mittlerweile gleichgesetzt wird mit dem in Kaufnehmen der Gefährdung der Gesundheit anderer Menschen.

Widerspruch gegen Corona Maßnahmen wird kontinuierlich und übergreifend als gefährlich eingestuft. Staatskräfte werden eingesetzt, um Widerspruch zu unterbinden.

Wohin soll diese Reise gehen?

Klar ist: Wir müssen mit dem Virus leben.

Frage ist: Schaffen wir dies, wenn wir so weitermachen, auch als demokratische Gesellschaft?

Die Stiftung nano-Control engagiert sich satzungsgemäß für gesunde Innenraumluft.

Ziel der Stiftung ist der Schutz der Bevölkerung vor den Gesundheitsrisiken moderner Massentechnologien und -produkte, die zu einer Belastung der Innenraumluft führen. Empfindliche Personen, wie Kinder, Schwangere, Allergiker und Asthmatiker, oder Menschen, die einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten haben, benötigen unseren besonderen Schutz.

Dies gilt auch für durch Laserdruckerstäube und Emissionen stark exponierte Personen wie Servicetechniker oder Personal in Copy-Shops und Druckereien.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen zunächst die wissenschaftliche Aufklärung und die Beseitigung der Risiken durch Tonerstäube bzw. Emissionen aus Laserdruckgeräten, denn diese sind eine hochrelevante Quelle für die Belastung unserer Raumluft.

Im Umfeld der Innenraumluft-Diskussion der Aerosolforscher wurde eine Studie von chinesischen und französischen Forschern publiziert.

Diese Studie zeigt auch auf, welche Transportwege das Corona Virus nutzt. In diesem Fall den Weg über die Laserdrucker-Emissionen.

240 internationale Forscher haben im vergangenen Jahr einen Appell an die Welt gerichtet, das Potenzial für die luftgetragene Verbreitung der Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) anzuerkennen.

„Es besteht ein erhebliches Potenzial für die inhalative Exposition gegenüber Viren in mikroskopisch kleinen Atemtröpfchen (Mikrotröpfchen) auf kurze bis mittlere Entfernungen (bis zu mehreren Metern oder auf Raumebene), und wir plädieren für den Einsatz von Präventivmaßnahmen zur Abschwächung dieses Weges der aerogenen Übertragung.“

Quelle: Morawska L, Milton DK. It Is Time to Address Airborne Transmission of Coronavirus Disease 2019 (COVID-19). Clinical Infectious Diseases 2020. Volume 71, Pages 2311–2313

Es muss etwas passieren. Wir halten uns überwiegend im Innenraum auf.

Klar ist: Draußen ist das Ansteckungsrisiko unter Einhaltung gewisser Regeln verschwindend gering, wie namhafte Wissenschaftler durchaus glaubwürdig darlegen.

Logische Konsequenz und Grund unseres offenen Briefes an die Bundesregierung:

Wir wollen, dass verbindliche Vorgaben für saubere Luft im Innenraum geschaffen werden und der Fokus aller Maßnahmen sich auf die Ursachenvermeidung richtet. Atmen heißt Leben!

Sicher braucht es dazu nicht unerhebliche Investitionen in die Infrastruktur, welche aber eine direkte, nachhaltig positive Wirkung auf die Wirtschaft als auch auf die Gesundheit der Bevölkerung haben. Diesen Kosten stehen die momentanen Kosten der andauernden Lockdowns, hygienischer Mittel und anderweitiger Maßnahmen gegenüber, welche ein „Fass ohne Boden“ sind. Von den Folgen für die Umwelt ganz zu schweigen! Es ist kein Ende in Sicht! Die nächste Pandemie steht vielleicht schon vor der Tür und wir werden wieder an den „bewährten“ Methoden festhalten welche uns keinen Schritt weiter gebracht haben.

Die Vermeidung von Umweltbelastungen sollte uns allen ein Anliegen sein!

Wir ziehen dem Virus den Stecker: Präventiver Schutz und Ursachen bekämpfen

Wir brauchen für Innenräume verbindliche Vorgaben für gute Raumluftqualität. Um diese Raumluftqualität sicherzustellen, braucht es

· gute Filteranlagen,
· Maßnahmen zur Verbesserung der Innenraumluft, wie z.B. auch Laserdrucker verbindlich mittels gesetzlicher Verordnung in separate Räume mit Absaugung zu stellen,

denn diese sind eine relevante Quelle ultrafeiner Partikel in Innenräumen.

Das ist ein tatsächliches Problem und eine Ursache für die gesundheitliche Beeinträchtigung vieler Menschen, denn diese Geräte stehen praktisch überall.

Hier eine Verbesserung zu erreichen, ist der beste präventive Schutz und dies ist eine Investition in die Bekämpfung der Ursachen, keine Subvention von Maßnahmen gegen irgendwelche Symptomatik.

Unterstützen Sie unser Anliegen. Denn hier liegt die größte Chance, dem Virus „den Stecker zu ziehen“ und im gleichen Zuge für eine bessere Atmosphäre in unseren Innenräumen zu sorgen.

Mit freundlichen Grüßen

Heike Krüger, Vorsitzende
nano-Control, internationale Stiftung

  • Laserdrucker belasten die Atemluft mit Aerosolen

  • Corona-Virus Sars-CoV-2 nutzt elektrostatisch aufgeladene Laserdruckerpartikel zum Transport

  • Saubere Luft in Innenräumen reduziert Risiken signifikant

Übersichtspapier

 

Das Corona-Virus trifft uns Menschen mitten ins Herz. Industrienationen mit einer hohen Luftverschmutzung und einer immer älter werdenden Bevölkerung sind in dieser Pandemie besonders betroffen.

Die Wissenschaft hat im Jahr 2020 in Rekordzeit und in einer bisher einmaligen weltweiten Zusammenarbeit neueste Erkenntnisse für den Kampf gegen das Corona-Virus gewinnen können. Schon im April 2020 meldeten Forscher weltweit, dass sie Zusammenhänge sähen zwischen hoher Feinstaubbelastung und der Sterblichkeit bei Sars-CoV-2-Infektionen.

Luftverschmutzung hat Auswirkungen auf die Gesundheit

Viele Menschen leiden „z. B. an Herzkreislauf- und Atemwegserkrankungen, Diabetes,  Leber- und/oder Nierenerkrankungen, Krebserkrankungen oder sind durch Risikofaktoren wie Adipositas und Rauchen belastet. Ein höheres Risiko tragen grundsätzlich Menschen mit einem unterdrückten Immunsystem.“ 1

 Langzeitexposition erhöht die Risikofaktoren für schweren COVID-19-Verlauf

„Wenn die langfristige Belastung durch Luftverschmutzung und eine Infektion mit SARS-CoV-2 zusammenkommen, dann wirkt sich das negativ auf die Gesundheit aus – insbesondere auf Herz- und Blutgefäße“, erklärte der Kardiologe und Ko-Autor der Studie, Thomas Münzel. Er hält es für wahrscheinlich, dass Luftverschmutzung das Risiko an COVID-19 zu erkranken sowie auch Herzproblematiken erhöht.“ 2

„Corona“-Lockdown rettet Menschenleben, denn Feinstaub führt zu vorzeitigen Todesfällen

„Wir schätzen, dass schon in den ersten zwei Wochen der Lockdowns weltweit etwa 7400 vorzeitige Todesfälle und 6600 Fälle von Asthma bei Kindern vermieden wurden“, sagt Seniorautor Jos Lelieveld vom Max-Planck-Institut für Chemie. Ein Großteil dieser Fälle geht dabei auf die zumindest regional deutlich verringerte Feinstaubbelastung zurück. 3

Dicke Luft im Innenraum

 

Laserdrucker sind eine relevante Quelle ultrafeiner Partikel im Innenraum

Die Außenluft hat sich in den ersten Monaten der Pandemie stark verbessert, aber was ist mit der Innenraumluft?

Europäer verbringen über 90 % ihrer Zeit in Innenräumen. Damit ist die Belastung durch Luftverschmutzung in Innenräumen (einschließlich Chemikalien) ein sehr wichtiger Gesundheits-risikofaktor, der kontrolliert und reduziert werden muss (WHO, 2015). Bis heute gibt es keine Aktivitäten unserer Politik, sich diesem in vieler Hinsicht lebenswichtigem Thema anzunehmen.

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Fraktion die Linke Kleine Anfrage 19/23058 vom 02.10.2020

Antwort der Bundesregierung 19/23457 vom 15.10.2020

Stellungnahme der Stiftung nano-Control an die Fraktion die Linke am 19.11.2020

 

Wir haben ein Recht auf saubere Luft im Innenraum!

Wir, die Stiftung nano-Control und mit ihnen ca. 4.000 Menschen, die sich bei nano-Control im Laufe von 20 Jahren als Betroffene gemeldet haben, studierten mit großem Interesse und Verwunderung die Antwort der Bundesregierung. All diese Menschen sind vermutlich erkrankt durch die Emissionen aus Laserdruckern.
Wir Laien haben uns mithilfe von Experten in die Materie vertieft. Die Erkenntnisse möchten wir Ihnen hier als Übersichtspapier zeigen.

Studien und Gegenstudien. Große Diskussionen mit Behörden, Verbänden, Herstellern, Wissenschaftlern seit mehr als 15 Jahren zeigen uns, dass es nicht so einfach ist, ein gesetzlich verbrieftes Recht, gesund zu leben, durchzusetzen, aber auch die Umsetzung der WHO-Forderung zu erreichen:

Jeder Mensch hat ein Recht auf gesunde Luft im Innenraum.

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Liebe Eltern,

wir alle wollen, dass unsere Kinder die besten Möglichkeiten bekommen, gesund aufzuwachsen, die besten Bildungschancen zu bekommen und ein glückliches Leben zu führen.

Die Stiftung nano-Control ist entstanden, um eine dieser Rahmenbedingungen zu schützen: die Innenraumluft. Wir halten uns 80 – 90 % unserer Zeit, bis zu 20 Stunden im Innenraum auf. [1] Heute haben wir hierfür noch keine Regeln. Doch ist dies für jeden von uns existentiell. Bei uns haben sich 4.000 Menschen gemeldet, die unter den Wirkungen der Ultrafeinstäube und metallischen Nanopartikel aus Laserdruckern und Kopierern unter teils schweren Symptomen und Erkrankungen leiden. [2]

Lesen Sie weiter auf der Seite der DGUHT e.V.

Autorin: Heike Krüger
Vorstand-Vorsitzende nano-Control, Internationale Stiftung
Atmen heißt Leben – Schutz vor Feinstaub aus dem Laserdrucker
www.nano-control.org

Artikel geprüft durch Prof. Dr. Schweisfurth (Leiter des wissenschaftlichen Beirats der DGUHT e.V.)

 

 

Autor: Martin Jendrischik

Gibt es in Bezirken mit hoher Luftverschmutzung eine höhere Covid-19-Todesrate? Die neue Studie von Wissenschaftlern der Harvard University lässt diesen Schluss für die USA zu – und sollte zu kurzfristigen wie generellen Konsequenzen in Bezug auf die Luftqualität und die Messung von Feinstaub führen.

Harvard sagt:

Jemand, der jahrzehntelang in einem Bezirk mit hoher Feinstaubbelastung lebt, stirbt mit 15 % höherer Wahrscheinlichkeit an COVID-19 als jemand, der in einer Region lebt, in der nur eine Einheit (ein Mikrogramm pro Kubikmeter) weniger Feinstaubbelastung herrscht.

nano-Control fragt:

Was bedeutet so eine Untersuchung für Menschen, die tagtäglich im Innenraum über Jahrzehnte mit sehr hoher Feinstaubelastung leben müssen, verursacht durch Laserdruckeremissionen (Messungen Umweltbundesamt 2006: bis 1.000 µg/m³)?
Fällt uns das Versagen der zuständigen Ministerien und Behörden und der Politik jetzt auf die Füße? Die Forderung nach Schutzmaßnahmen und Grenzwerten wurde nicht erhört.

nano-Control macht aufmerksam:

Ein Test, der bei den Erkrankten durch Laserdruckeremissionen durchgeführt werden kann, ist der Immuntoleranztest (ITT). Er gilt bis heute nicht als Beweis. Untersucht wird hier die Aktivität der Zytokine, also die Reaktion des Immunsystems auf den Tonerstaub oder Emissionen. Nachweis ist z.B. TNF Alpha, welcher oft ein vielfaches über die Norm schießt. Was passiert mit uns bei COVID 19? Müssen wir jetzt abwarten, ob wir solch einen Zytokinsturm erleiden?
Das wir krank sind, ist unbestreitbar. Hoffentlich wissen denn nun die Experten, wie wir zu behandeln sind, wenn diese überschießende Reaktion auch bei COVID 19 eintritt.

Hinweis: Bitte passen Sie auf sich auf. Da die Wissenschaft es über viele Jahre versäumt hat, die Ursachen und die Wirkung unserer Erkrankungen zu klären, bleibt uns nur, die Vorsichtsmaßnahmen möglichst gut einzuhalten. Mundschutz und Desinfektion sind für uns alle sehr wichtig!

 

Projektseminar Luftanhalten beim Drucken? – Gefährlicher Feinstaub von Laserdruckern

Donnerstag, 27.02.2020(3.1.) / Donnerstag, 27.02.2020(3.2.), Foyer –Treffpunkt in C 40.110

Jacob Schweigler, Ottilie Götsch, Pia Dittmer, Insa Behrens, Fabienne Friedrichs, Jolanda Webersinn

Noch schnell vor dem Seminar etwas ausdrucken? Weißt du eigentlich, dass du damit deine Gesundheit schädigst? Laserdrucker stoßen gefährlichen Tonerstaub aus. Welche gesundheitlichen Folgen gibt es? Und welche Maßnahmen können wir hier an der Leuphana ergreifen? Gesunde Luftqualität im Gebäude und außerhalb (Michael Braungart)

 

Die Studenten erklärten in jeweils 20 Minuten dauernden Vorträgen einer Reihe von interessierten Gruppen die Problematik mit den Laserdruckern und -kopierern für die Luftqualität im Innenraum.

Sie erläuterten an einem von ihnen entwickelten Versuchsaufbau, wie es möglich ist, die Partikel zu messen, zeigten sehr eindrucksvoll mittels eines von ihnen entwickelten Projektplakats „Gesundheitsgefahr Laserdrucker“ die komplizierte Technik, wie Tonerstaub entsteht, was und wie groß ein Nanopartikel ist und welche Auswirkungen diese winzig kleinen Partikel auf unseren Körper haben.

Begleitet wurde die Projektgruppe durch die Vorsitzende der Stiftung nano-Control. Sie erklärte an Beispielen aus der täglichen Arbeit der Stiftung, welche Folgen die Exposition durch Stoffe, die jede Zelle unseres Körpers und auch das Gehirn erreichen über Jahre und Jahrzehnte auf den Menschen hat.

Wir befinden uns 80 – 90 % unserer Zeit in Räumen und sind auf gesunde Atemluft angewiesen.

Laserdrucker in Emissionstabellen aufnehmen – Alarmierender Ausstoß: bis zu ,6 Milliarden Partikel pro Seite Druck

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Die Petition „Schlimmer als Asbest“ wurde am 15.05.2017 nicht ordnungsgemäß angenommen.

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