Fish-Bowl
Freitag, 28. Februar 2020 | 10:00-12:00 | C 40.256

Konventionelle Gebäude mit energiesparenden Bauweisen sind meist weitestgehend isoliert mit luftdichten Schallschutzfenstern und wärmedämmenden Fassaden. Die Räume werden gestaltet und gefüllt mit Bodenbelägen, Möbeln, Druckern und vielem mehr. Viele Gegenstände dünsten dabei Schadstoffe aus oder erzeugen Feinstaub. In geschlossenen Räumen liegen daher die Feinstaub- aber auch Schadstoffbelastungen mitunter bis zu 10mal höher als im Freien, weshalb laut WHO-Bericht jährlich mehr als drei Millionen Menschen vorzeitig an Folgen der Luftverschmutzung sterben. Die Projektgruppen haben diese Problematik unter anderem in Fitnessstudios und in Bezug auf Laserdrucker untersucht sowie Möglichkeiten entwickelt, inwiefern Produkte, Materialien und die heutige Architektur in Gebäude mit einer gesunden Luftqualität und einem positiven Fußabdruck im Sinne von Cradle to Cradle transformiert werden können. Innerhalb des Seminarplenums wird zum einen über die Probleme der Luftqualität diskutiert und zum anderen gemeinsam mit den Gästen über innovative Handlungsmöglichkeiten gesprochen. Zur Diskussionsrunde eingeladen sind Alexander Rudolphi und Heike Krüger, Vorsitzende von nano-Control als Stiftung zur Verbesserung der Luftqualität.
Gäste
Alexander Rudolphi:
„Alexander Rudolphi, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen“
Alexander Rudolphi ©Holger Hill

Präsident der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen)

Heike Krüger:
Vorsitzende der internationalen Stiftung nano-Control

Projektseminar Luftanhalten beim Drucken? – Gefährlicher Feinstaub von Laserdruckern

Donnerstag, 27.02.2020(3.1.) / Donnerstag, 27.02.2020(3.2.), Foyer –Treffpunkt in C 40.110

Jacob Schweigler, Ottilie Götsch, Pia Dittmer, Insa Behrens, Fabienne Friedrichs, Jolanda Webersinn

Noch schnell vor dem Seminar etwas ausdrucken? Weißt du eigentlich, dass du damit deine Gesundheit schädigst? Laserdrucker stoßen gefährlichen Tonerstaub aus. Welche gesundheitlichen Folgen gibt es? Und welche Maßnahmen können wir hier an der Leuphana ergreifen? Gesunde Luftqualität im Gebäude und außerhalb (Michael Braungart)

 

Die Studenten erklärten in jeweils 20 Minuten dauernden Vorträgen einer Reihe von interessierten Gruppen die Problematik mit den Laserdruckern und -kopierern für die Luftqualität im Innenraum.

Sie erläuterten an einem von ihnen entwickelten Versuchsaufbau, wie es möglich ist, die Partikel zu messen, zeigten sehr eindrucksvoll mittels eines von ihnen entwickelten Projektplakats “Gesundheitsgefahr Laserdrucker” die komplizierte Technik, wie Tonerstaub entsteht, was und wie groß ein Nanopartikel ist und welche Auswirkungen diese winzig kleinen Partikel auf unseren Körper haben.

Begleitet wurde die Projektgruppe durch die Vorsitzende der Stiftung nano-Control. Sie erklärte an Beispielen aus der täglichen Arbeit der Stiftung, welche Folgen die Exposition durch Stoffe, die jede Zelle unseres Körpers und auch das Gehirn erreichen über Jahre und Jahrzehnte auf den Menschen hat.

Wir befinden uns 80 – 90 % unserer Zeit in Räumen und sind auf gesunde Atemluft angewiesen.

Fish-Bowl mit Heike Krüger und Rolf Merkel
Leuphana Universität Lüneburg
Donnerstag, 28. Februar 2019 | 13:00-15:00 | C 16.129

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Green-Zones GmbH spendet für Raab und seinen
Kampf vor Sozialgerichten – Vorsicht, Toner-Feinstaub!

Hans-Jürgen Raab ist durch Emissionen aus Laserdruckern schwer erkrankt. Seit 14 Jahren kämpft Raab vor den Sozialgerichten um medizinische Versorgung und sein gutes Recht. Die Green-Zones GmbH, ein Unternehmen, das seit vielen Jahren im Bereich der Feinstaub- und Stickoxid (NOX)-Reduktion aktiv ist, wurde durch einen Spendenaufruf von nano-Control auf das Schicksal von Hans-Jürgen Raab aufmerksam und hat den Spendentopf mit bislang knapp 300 Euro mit einem Schlag auf rund 2.500 Euro gefüllt.

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Todkrank durch Laserdruckeremissionen-sein Kampf ums Recht

Hans-Jürgen Raab kämpft seit 14 Jahren vor den Sozialgerichten um sein Recht. Schwer erkrankt und finanziell ruiniert. Die Anerkennung dieses Falles ist der einzig mögliche Präzedenzfall bei Berufserkrankungen durch Emissionen aus Laserdruckern.

Lesen Sie mehr über diesen Fall und spenden Sie unter
Betterplace.org
Gut für Hamburg

Feinstaubbelastung ist Körperverletzung und betrifft jeden. In Deutschland sterben im Durchschnitt 20mal mehr Menschen durch Feinstaub als durch Verkehrsunfälle. [Quelle: Prof. Braungart, Umweltinstitut Hamburg]

Eindrücke von unserem Stand

150 Unterschriften aufden Petitionslisten und viele konstruktive Gespräche, die sicher nicht ohne Folgen sind, ist das Ergebnis des Besuches bei dieser Veranstaltung. Hunderte von Menschen tauschen sich bei diesem Kongress aus, um die Welt ein bisschen besser zu machen.

Wird es eines Tages möglich sein, Drucker mit Materialien herzustellen, die die Umwelt nicht mehr schädigen, Menschen nicht mehr krank machen? Vielleicht können sogar die Raumluft reinigen?

Cradle to Cradle e.V.

Der gemeinnützige Cradle to Cradle e.V. setzt sich dafür ein, dass positiv definierte Materialien in kontinuierlichen biologischen und technischen Kreisläufen zirkulieren.

Zum Beispiel ein T-Shirt, das keine schädlichen Bestandteile enthält und durch die Materialauswahl biologisch abbaubar ist, kann kompostiert werden. Es geht als biologischer Nährstoff in den biologischen Kreislauf zurück.

Heike Krüger vor dem Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg

Laserdrucker-Emissionen enthalten Stoffe, die als gentoxische Humankarzinogene eingestuft werden. Wir fordern vom Europa-Parlament verbindliche Grenzwerte und Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung auch für den Innenraum.

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Mit dem Stiftungspreis Atmen heißt Leben ehrt nano-Control, Personen, die sich im besonderen Maße für gesunde Raumluft und für betroffene Menschen eingesetzt haben. Die Jury besteht aus Mitgliedern der Stiftungsorgane. 

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