Die Petition “Schlimmer als Asbest” wurde am 15.05.2017 nicht ordnungsgemäß angenommen.
Am 28.08.2018 baten wir um einen neuen Termin. Viel wichtiger war aber der Termin zur Erörterung unserer Fragen. Das Wichtigste: Prof. Tunga Salthammer, Vorsitzender der Innenraumluftkommission sagt in einem Studienreview, dass der größte Eintrag von Partikeln in Büros durch Laserdrucker gemessen wurde. Empfehlung: Geräte in separate Räume. Bezahlt wurde diese Studie vom Deutschen Umweltministerium!

Die Antwort des Ministeriums: Die Umweltministerin und die Hausleitungsebene haben in dieser Legislaturperiode keine Zeit mehr für uns.

Lesen Sie unser Schreiben vom 22.08.2018 ans Bundesumweltministerium (BMU) und die Antwort vom 03.09.2018 aus dem BMU. Diese Antwort war nicht zufriedenstellend und wir starteten mit Schreiben vom 12.09.2018 einen neuen Versuch.

Als 2013 in Sabhar/Bangladesch eine Textilfabrik wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen einstürzte, es über 1.100 Tote und fast 2.500 Verletzte gab, war die Empörung weltweit groß. Dass hierzulande jährlich an die 70.000 Menschen berufskrank, sprich arbeitsunfähig werden und rund 2.500 daran sterben, löst keine Aufregung aus. Auch nicht, wenn Piloten, Crewmitglieder oder Vielflieger durch Fume Events schachmatt gesetzt werden. Die “Arbeitsmedizin” und das Monopol der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung verhindern es – indem sie eine eigene Parallelwelt aufgebaut haben: ein Schattenreich. Wir machen es transparent – zusammen mit der Süddeutschen Zeitung.

Prof. Dr. Johannes Ludwig hat zusammen mit der Süddeutschen Zeitung das Thema Arbeitsmedizin in den Focus genommen. Die intensive Recherche ist jetzt veröffentlicht auf www.anstageslicht.de begleitet von einem mehrseitigen Bericht in der Süddeutschen Zeitung am 25.05.2018 “Buch Zwei”.

Die Vorgehensweise von Arbeitsmedizin, begleitende Forschung, Unfallversicherern, Behörden und Politik wird in einzigartiger Weise dargestellt. Das völlig intrasparente System, hier Schattenreich genannt, wird aufgedeckt und zeigt: wir haben es ebenfalls mit diesen Playern in unserem Spiel zu tun, denn es funktioniert flächendeckend.

Lesen Sie selbst, was wie ein Krimi anmutet, leider aber die Realität in unserem Land ist.

www.anstageslicht.de 25.05.2018

Das Schattenreich: Arbeitsmedizin und Gesetzliche Unfallversicherung

Süddeutsche Zeitung 26.05.2018

Berufskrankheiten Diagnose: Am Job liegt es nicht

DGUV 29.05.2018

Zur Berichterstattung in der Süddeutschen Zeitung

10 Jahre Stiftung nano-Control und ein Resümee:
„Es ist schlimmer als Asbest!“

Bundesregierung 25.08.16: Feinstaub ist gefährlich und führt zu schweren Erkrankungen.
Die ultrafeinen Stäube der Laserdruckerabluft kann das menschliche Erbgut schädigen, macht Entzündungen im gesamten Körper. Der Grenzwert am Arbeitsplatz: 950 µg/m³!
Macht Feinstaub wirklich nur draußen krank? Wir fordern Grenzwerte für die Inneraumluft!

Die Pilotstudie des Bundesinstituts für Risikobewertung im Jahr 2007 zur Gesundheitsgefahren durch die Emissionen aus Laserdruckern schloss mit dem Ergebnis: „Risiken sind nicht auszuschließen, es muss weiter geforscht werden.“ Es folgten bewegte Jahre, Forschungsinitiativen, Gespräche mit Politik und Behörden, unterstützt durch die Medien.

10 Jahre danach warten wir bis heute auf Studien zur Wirkung von Laserdruckeremissionen auf den Menschen. Die bisherige Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks äußerte im VW-Skandal: „Die Nähe zwischen Industrie und Politik war zu groß.“ Parallelen sind nicht zu übersehen. Politik, Behörden und Industrie forschen seit 2009 gemeinsam, legen Standards fest, schätzen Risiken ein. Weltweite Warnungen werden in den Wind geschlagen. Wir erleben derzeit, was es heißt, wenn trotz dringender Warnungen nicht reagiert wird. Gab es auch hier einen Deal?

Es gibt es bis heute keine Expositionsstudien nach den Standards der Arbeitsmedizin, keine Vorsorgemaßnahmen und keine Grenzwerte für die Innenraumluft.

Experten und Wissenschaftler kommentierten. Politik und Behörden reagieren nicht:

Untersuchung der Partikel: „Es sieht für mich aus, wie die Entsorgung von Elektroschrott.“

Untersuchung von Lungenzellen eines verstorbenen Servicetechnikers: „Was ich sehe, ist schlimmer als Asbest.“

Druck von 200 Seiten: Untersuchung von Lungenzellen (A549) erster Hinweis auf ein gentoxisches bzw. mutagenes Potential

Ergebnis Probandenstudie: dramatischer Abfall der Lungenfunktion (FEV1-Wert) auf unter 30%.

Situation der Erkrankten am Arbeitsplatz: „Es ist ein riesiger Menschenversuch.“

Die Stiftung nano-Control konnte nur Schlimmeres verhindern durch Informationen der Bevölkerung über die Medien, Forschungen zu den Stoffen und die Wirkung auf den Menschen. Die Kommunikation mit Politik und Behörden hatte bis heute nicht zur Folge, dass die Bevölkerung vor den gefährlichen Ultrafeinstäuben und Nanopartikeln aus den Laserdruckern geschützt werden. Untersuchungen und Studien zeigen, dass Toner mit Schwermetallen, krebserregendem Carbon Black und anderen Schadstoffen belastet sind, die nachweislich beim Drucken frei werden. Laut amtlicher Messungen werden Milliarden Partikel pro Seite emittiert.

Pressemeldung der Bundesregierung 25.08.2016: „Der meiste Feinstaub entsteht durch Abrieb von Kupplungen, Bremsbelägen und Reifen. Gefahr lauert jedoch auch in Innenräumen: Kerzen, schlecht gewartete Staubsauger und Laserdrucker setzen Feinstaub in ultrafeiner Partikelgröße frei – die besonders gefährlich ist. … Er dringt in Bronchien und Lungenbläschen vor. Die ultrafeinen Partikel schaffen es sogar in den Blutkreislauf. Die Folgen reichen von Atemwegsentzündungen über Thrombosen bis hin zu Lungenkrebs.“

Die täglichen Meldungen an unser Team werden immer unerträglicher, denn es steht zu befürchten, dass die Aussage von Prof. Jonas aus 2008 sich bewahrheitet. Er sagte, was er sieht ist „Schlimmer als Asbest“. Schon damals forderten Experten eine Krebsstudie.

nano-Control liegen tausende schriftliche Meldungen von Betroffenen vor, die oft schwer erkrankt sind. Es gibt auch Todesfälle. Studien liefern inzwischen weltweit belastbare Hinweise für Entzündungen, allergische Reaktionen, zellschädigenden oxidativen Stress und sogar DNA-Schäden. Den konkreten Hinweisen auf Krebsgefahren ist nachzugehen. Das in Europa geltende Vorsorgeprinzip und der Schutz der Grundrechte auf Leben und Gesundheit zwingen zum Handeln.

Die Folgen: Onkologie: Wie chronische Entzündungen zu Krebserkrankungen führen

Menschen mit ungeklärten chronischen Beschwerden, insbesondere der Atemwege, Hautrötungen, Entzündungen der Augen und/ oder Erschöpfung sollten unbedingt klären, ob es einen Zusammenhang mit Toner/ Laserdruckgeräten gibt. Die Stiftung nano-Control bietet Betroffenen kostenlose Beratung (zur Hilfe).

Die Volksgesundheit leidet und verursacht ungeheuerliche Kosten, allein durch die Betroffenen entsteht ein geschätzter  volkswirtschaftlicher Schaden von mehr als 100 Millionen Euro. Das persönliche Leid nicht mitgerechnet. Oft bedeutet es den sozialen und finanziellen Ruin. Das Ganze im Rahmen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels. Versagt hier unser Staat? Ist die Nähe zur Industrie wichtiger?

Es ist ganz klar: die Parallele zu den Asbestfällen. Die Geschichte der Asbesterkrankten darf sich nicht wiederholen! Dann wird der Toner das neue Asbest! Schlimmer ist, dass 20 Millionen Menschen Kontakt zu den Geräten haben. Wollen wir wirklich weiter warten? Unsere täglichen Erfahrungen sagen: Warten tötet!

Pressemitteilung im PDF-Format

Wie sieht es aus mit der politischen Verantwortung bei möglichen Gefahren in Deutschland?
Die weltweiten Studien werden ignoriert, Vorsorgemaßnahmen werden nicht getroffen. Dabei ist es schlimmer als Asbest!

Der WDR berichtet im politischen Fernsehmagazin Westpol über die Gesundheitsgefahren durch Toner und Laserdruckeremissionen.

Untersuchungen und Studien zeigen, dass Toner mit Schwermetallen, krebserregendem Carbon Black und anderen Schadstoffen belastet sind, die nachweislich beim Drucken frei werden. Laut amtlicher Messungen werden Milliarden Partikel pro Seite emittiert. nano-Control liegen tausende schriftliche Meldungen von Betroffenen vor, die oft schwer erkrankt sind. Es gibt auch Todesfälle. Studien liefern inzwischen weltweit belastbare Hinweise für Entzündungen, allergische Reaktionen, zellschädigenden oxidativen Stress und sogar DNA-Schäden. Weiterlesen

Green-Zones GmbH spendet für Raab und seinen
Kampf vor Sozialgerichten – Vorsicht, Toner-Feinstaub!

Hans-Jürgen Raab ist durch Emissionen aus Laserdruckern schwer erkrankt. Seit 14 Jahren kämpft Raab vor den Sozialgerichten um medizinische Versorgung und sein gutes Recht. Die Green-Zones GmbH, ein Unternehmen, das seit vielen Jahren im Bereich der Feinstaub- und Stickoxid (NOX)-Reduktion aktiv ist, wurde durch einen Spendenaufruf von nano-Control auf das Schicksal von Hans-Jürgen Raab aufmerksam und hat den Spendentopf mit bislang knapp 300 Euro mit einem Schlag auf rund 2.500 Euro gefüllt.

Damit kann Raab – schwer krank und inzwischen finanziell ruiniert – weiter für die Anerkennung seines Falles als einzig möglichem Präzedenzfall bei Berufserkrankungen durch Emissionen aus Laserdruckern gegen die Unfallkasse des Bundes kämpfen. Green-Zones unterstützt ihn mit dieser Spende, da er mit seiner kleinen Rente allein dieses Verfahren um Anerkennung der Berufskrankheit nicht mehr stemmen kann. Selbst wenn das jetzige Verfahren nicht endgültig erfolgreich sein sollte, wird Green-Zones finanziell an seiner Seite bleiben!

Green-Zones seit Jahren aktiv im Bereich Feinstaub- und Stickoxidreduktion
Green-Zones hat bereits vor Jahren aufgrund der bekannt gewordenen Emissionen sämtliche Laserdrucker aus den eigenen Büros verbannt und auch nano-Control bei der Durchführung der humanen Expositionsstudie des IUK Freiburg zu Auswirkungen bei Druckerexposition mit 20.000 Euro unterstützt. Michael Kroehnert, Geschäftsführer von Green-Zones dazu: „Wenn bei uns viel gedruckt wurde, war die Luft immer etwas seltsam, aber wir dachten uns zunächst nichts dabei, weil seitens des Herstellers der „blaue Engel“ mündlich bestätigt war. Als ich von der nano-Control-Studie zu Druckern hörte, habe ich sofort alle Laserdrucker durch Tintenstrahltechnologie ersetzt. Danach ging es allen wieder besser. Uns ist das gesamte Emissionsthema ein wichtiges Anliegen und wir setzen uns intensiv für die Reduktion von Feinstaub und Stickoxiden ein.“

Wie es zur Erkrankung von Raab kam
Mit dem Verfahren von Hans-Jürgen Raab würde deutlich werden, was zur Zeit Politik und Behörden in Deutschland vehement abstreiten: Emissionen aus Laserdruckern mit ihrem bunten Schadstoffmix aus Feinstaub, Ultrafeinstäuben, krebserregenden Schwermetall-Nanopartikeln, Carbon Back, flüchtige organische Verbindungen (VOC) und unbekannte Substanzen können schwerste Erkrankungen wie Atemwegsentzündungen, Thrombosen bis hin zu Lungenkrebs auslösen.

Hans-Jürgen Raab war ab 1999 als Vervielfältiger bei der Bundespolizei beschäftigt. 15.000 Kopien druckte er jeden Tag in einem Raum mit mehreren Laserdruckern. Alles in seinem Büro war mit dickem, schwarzem Staub bedeckt. Die Putzfrau weigerte sich, dieses Büro zu putzen, da es ihr dort auch jedes Mal gesundheitlich schlecht ging. Kollegen klagten über ähnliche Symptome.

Hans-Jürgen Raab muss bis zu 16 Medikamente täglich einnehmen, war mit 48 Jahren Frührentner und möchte heute Mitmenschen über Auswirkungen von Tonerstaub aufklären.

 

Der ständigen Hitze durch die Laserdrucker, Feinstaub sowie giftigen Dämpfen ausgesetzt, wurde er krank: Juckreiz am ganzen Körper, Hustenanfälle mit Atemnot, Augenjucken und Augentränen, Kopfschmerzen, offene Handekzeme, Taubheit an Händen und Füßen, Stimmlähmungen bis hin zur Krebserkrankung waren die Folge. Inzwischen wurden die Schilddrüse, Lymphknoten und ein Teil des Dickdarmes entfernt. Aktuell erholt er sich von einem Herzinfarkt, den er vor wenigen Monaten erlitten hat.
2003: Antrag auf Anerkennung einer Berufskrankheit an die Unfallkasse des Bundes
2009: Sozialgericht Fulda Anerkennung als Berufserkrankung in erster Instanz.
Aktuell: Landessozialgericht in Darmstadt Berufung durch Unfallkasse
Vorzeitige Todesfälle durch Luftverschmutzung
Mitte Oktober 2017 hat die Europäische Umweltagentur (EEA) berichtet, dass im Jahr 2014 rund 520.000 Europäer an den Folgen von Luftverschmutzung gestorben sind, mehr als 80.000 davon in Deutschland. Rund 400.000 dieser Todesfälle in Europa (doppelte so viele wie durch Alkohol) und etwa 66.000 in Deutschland ließen sich auf die Belastung durch Feinstaub zurückführen, teilte die EEA mit.
Durch die Luftverschmutzung – auf Straßen, aber auch in geschlossenen Räumen – verkürzt sich die Lebensdauer der Menschen und sie kann ernsthafte Krankheiten, wie Herzerkrankungen, Atemwegsprobleme und Krebs begünstigen. Insbesondere von der Problematik in geschlossenen Räumen – etwa durch Laserdrucker verursachte Krankheiten – wissen die meisten Menschen gar nichts.
Ein weiterer Grund für die Green-Zones GmbH, jegliche Luftverschmutzung zu bekämpfen!
Für weitere Informationen empfiehlt sich der Film von Peter Franz, der im Auftrag der internationalen Stiftung nano-Control hergestellt wurde. Der Film informiert mit Hilfe namhafter Experten wie Prof. Michael Braungart und Dr. Hermann Kruse, Toxikologe der Uni Kiel, über die Gesundheitsrisiken durch Toner und Emissionen aus Laserdruckern, denen Millionen Menschen ahnungslos und schutzlos ausgeliefert sind. Mehr auch unter www.nano-control.org, www.sicher-drucken.de und www.krank-durch-toner.de.

Pressekontakt: Dr. Christine Kalb, ch.kalb@c-zwei.de, 0171 – 718 3231. www.green-zones.eu

Druck

6 Wochen nach unserem Besuch im Bundesumweltministerium am 15.05.2017 erhielten wir einen Aktenvermerk. Diesen konnten wir nicht unkommentiert lassen und möchten Ihnen hier Gelegenheit geben, sich einen Eindruck von diesem hoffentlich einmaligen Erlebnis zu geben. Erwartet haben wir ein offenes Gespräch. Wir wollten dem Staatssekretär Flasbarth einen 10-Punkte-Plan und vor allen Dingen unser Petition “Schlimmer als Asbest” übergeben. Es war kein herzlicher Empfang, ein sehr kurzer Besuch und hat uns deutlich gezeigt: wir sind nicht erwünscht.

Lesen Sie selbst:

Aktenvermerk und Kommentierung Besuch am 15.05.2017 nano-Control Besuch im Bundesumweltministerium, Berlin

 

 

12./13. Mai 2017, DGUHT, Bad Mergentheim: LIFE 2017, der DGUHT e.V.: Fein(d)staub

Es betrifft jeden von uns – ob Sie eine Wand streichen, Spielzeug einkaufen oder den Boden wischen. Die Auswahl der Produkte, die Sie in Ihre vier Wände einbringen –
finden Sachverständige in Ihrem Hausstaub wieder. Und den atmen Sie täglich ein und auch Ihre Kinder. Was passiert über Jahrzehnte im Körper?

Den Feinstaub durch Abgase können Sie kaum beeinflussen – den Feinstaub in Ihrem Wohnzimmer und Büro schon.

Sa, 13. Mai 2017, 11.00 Uhr Gesundheitsgefahren durch Toner, Laserdruckern und Kopiergeräten – Achim Stelting, nano-Control

http://www.dguht.de/life-2017/

Laserdrucker emittieren Milliarden Nanopartikel pro Seite und stehen schon lange im Verdacht gesundheitsschädigend zu sein. Inzwischen gibt es über 150 Studien aus aller Welt, darunter allein 15 Publikationen des Harvard Center for Nanotechnology and Nanotoxicology, die neben den Emissionen von metallischen Nanopartikeln, Carbon Black, VOC und PAK zunehmend auch die Gesundheitsschädigungen bestätigen (vgl. UMG 3/16). Forschern des IUK Freiburg gelang der Nachweis, dass metallische Nanopartikel aus den Tonern von Laserdruckern in Lungenzellen eindringen und schädigen. PEPs –printer emitted particles- können offenbar auch DNA-Schäden und Alzheimer-Plaques potenzieren.
Seit 13 Jahren wird die zugesagte Aufklärung und Beseitigung der Risiken, die viele Millionen Menschen betreffen, vom Bundesumweltministerium verzögert und verhindert. Am 25.8.2016 wies die Bundesregierung erstmals in dem Artikel Schadstoffemissionen senken – Luftverschmutzung macht krank öffentlich auf lebensgefährliche Emissionen aus Laserdruckern hin. Die Grünen brachten im Januar den Antrag „Innenraumluft sauber halten – Partikelfreisetzungen aus Laserdrucken beenden“ (Drucksache 18/10874) im Bundestag ein.
Jetzt berichtet CBS über zwei Todesfälle in Kalifornien und unter Verdacht stehen giftige Emissionen eines 3D-Druckers: „Poisonous 3D Printer Blamed for Killing California Couple“,
Tatsächlich emittieren auch 3D-Drucker große Mengen ultrafeine Partikel. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27196745 und sind damit ein neues Risiko für die Bevölkerung.
Diese Erfahrungen werfen die Frage auf, wer schützt die Bürger vor den Risiken neuer Technologien? Warum ist die Innenraumluft, also die direkte Atemluft der Menschen, noch immer ungeschützt?

Kontakt

E-Mail: presse[at]nano-control.org

ITG-Logonano-Control begrüßt den Antrag der Grünen Bundestagsfraktion „Innenraumluft sauber halten – Partikelfreisetzungen aus Laserdrucken beenden“ (Drucksache 18/10874) an die Bundesregierung und fordert die zuständige Bundesumweltministerin auf, gemeinsam mit den  Ministerkollegen für Arbeit, Gesundheit, Verbraucherschutz und Bildung und im Dialog mit den Bürgern das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit zu schützen!

Lebensgefährlicher Fein- und Ultrafeinstaub, nicht nur in der Außenluft

Feinstaub verursacht nicht nur Entzündungen der Atemwege, sondern kann zu Herzinfarkt, Schlaganfällen, Thrombosen und zu Krebs führen. Feinstaub gehört zu den größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit und tötet allein in Deutschland jährlich über 50.000 Menschen, viel mehr, als der Straßenverkehr. Die EU-Grenzwerte schützen bisher nur die Außenluft. Tatsächlich halten wir uns aber zu 80-90 % in Räumen auf. Raumluft ist unmittelbare Atemluft und deshalb schützenswert wie ein Lebensmittel. Doch hier gibt es bisher keinen gesetzlichen Schutz. Die Grenzwerte beziehen sich bisher auch nur auf Feinstäube von einer Partikelgröße von 10- 2,5 µm, nicht aber auf die noch gefährlicheren ultrafeinen und Nanopartikel. Tatsächlich liegt die Feinstaubgrundbelastung in deutschen Büros über dem EU-Außengrenzwert von 40 µg/ m3. Wenn draußen Fahrverbote drohen, werden drinnen die Laserdrucker erst eingeschaltet und blasen Milliarden Partikel pro Seite und ungefiltert in die Atemluft!

Fatale Folgen

Laserdrucker und Kopierer sind mit etwa einer Milliarde Geräte weltweit eine der größten Belastungsquellen für Feinstäube und ultrafeine Partikel in Innenräumen. Allein in deutschen Haushalten gibt es fast 10 Millionen Laserdrucker (Quelle Statista). Fast eine Billion ultrafeine Partikel in nur 10 Minuten wurden gemessen. Über 150 Studien aus aller Welt bestätigen die Emissisonen und die gesundheitsschädigende Wirkungen (vgl. UMG 3/2016). Danach kommt es zu  Entzündungen,  zellschädigendemn oxidativen Stress, allergischen Reaktionen und sogar DNA-Schäden. Es gibt sogar Hinweise auf Demenz. Hervorzuheben sind v.a. die Studien des Harvard Center for Nanotechnology and Nanotoxicology und des IUK Freiburg, das in Zusammenarbeit mit nano-Control maßgeblich zur Aufklärung der Gefahren beigetragen hat. Die schädigenden Effekte wurde auch bei gesunden Menschen nachgewiesen und betreffen somit Jede/n. Tausende registrierte Geschädigte, darunter auch Kinder und Todesfälle, sind also nur die Spitze eines globalen Problems. Die Schäden durch die verursachten chronischen Erkrankungen und Berufsunfähigkeiten gehen in die Milliarden.

Luftverschmutzung macht krank – Wir machen uns stark für gesunde Raumluft

Mit der online-Petition „Machen Sie sich stark für gesunde Raumluft“ auf Campact we act (https://weact.campact.de/p/gesunde-raumluft-tinte-statt-toner) fordert nano-Control von  Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und ihre Minister-Kolleginnen und Kollegen für Gesundheit, Arbeit, Verbraucherschutz und Forschung den Schutz der Raumluft und der Gesundheit der Bürger, speziell vor Laserdruckern sowie einen menschenwürdigen Umgang mit Umwelterkrankten und die Stärkung der klinischen Umweltmedizin.

Die amtliche Psychiatrisierung von Umwelterkrankten und der menschenverachtende Umgang mit Arbeitnehmer in Berufskrankheitenverfahren ist skandalös, ebenso wie die Zerschlagung von Deutschlands größtem Insititut für Umweltmedizin in Freiburg nach dem Motto, keine Umweltmedizin – keine Umwelterkrankten.

Die Bundesregierung wies am 25.08.2016 in dem Artikel Schadstoffemissionen senken – Luftverschmutzung macht krank öffentlich auf die Gefahr lebensgefährlicher Erkrankungen, wie Entzündungen der Atemwege, Thrombosen und Lungenkrebs durch Ultrafeinpartikel aus Laserdruckern hin. Das Vorsorgeprinzip zwingt nun zu Schutzmaßnahmen.

Zum Glück gibt es Lösungen

Moderne Tintendrucker sind längst genauso leistungsstark oder schneller als Tonerdrucker und sparen laut Herstellerangaben bis zu 96 % Strom, 94 % Material und Abfall und 50 % Druckkosten. Vor allem aber sind sie emissionsarm und schonen die Gesundheit. Filter für Laserdrucker können die Emissionen deutlich reduzieren. Konica Minolta baut als erster Hersteller in alle Drucker und Kopierer sogar Filter ein. Brother bietet immerhin Adapter für Nachrüstfilter.

Das Problem ist also gesundheits- und umweltverträglich sowie wirtschaftsfreundlich lösbar.

nano-Control fordert Rückrufaktionen für Laserdrucker

nano-Control hat die zuständigen Minister aufgefordert, geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen und für die vollständige Erforschung der schädigenden Wirkungen zu sorgen, auch im Hinblick auf die Gefahren von Burnout, Krebs und Demenz sowie auf private und öffentliche Schadenersatzanspüche.

nano-Control fordert die Druckerhersteller auf, unverzüglich Druckgeräte mit gesundheitsschädigenden Emissionen mit geeigneten Filtern nachzurüsten oder vom Markt zurückzurufen. Vorrangig gilt dies im Breich von Kindern, Schwangeren und chronisch kranken Menschen, vor allem an Schulen, Kitas und im Gesundheitsbereich. Wir weisen auch darauf hin, dass die Schädigungen von Menschen durch Partikelemissionen aus Laserdruckern strafbar sind. Aus den Erfahrungen des VW-Skandals sollte man klug werden.

Dell, Samsung und Lexmark haben 2016 angekündigt, sich sich aus dem Druckergeschäft zurückzuziehen.

 

Kontakt

E-Mail: info@nano-control.org

Offener Brief an Bundesumweltministerin Dr. Hendricks und die zuständigen MinisterInnen für Arbeit, Forschung, Gesundheit und Verbraucherschutz

Sehr geehrte Frau Dr. Hendricks, sehr geehrte Frau Nahles, sehr geehrte Frau Prof. Wanka,
sehr geehrter Herr Gröhe, sehr geehrter Herr Maas,

am 16. Juni hatte ich Ihnen als zuständige Bundesminister unsere Petition für gesunde Raumluft  auf Campact We act (https://weact.campact.de/p/gesunde-raumluft-tinte-statt-toner) per Mail übermittelt. In der Sommerpause haben wir schon fast 2.000 Unterstützer gefunden und dies ist erst der Anfang. Leider haben wir bis heute keine Antwort  von Ihnen erhalten, obwohl Millionen Bundesbürger von den unfassbaren Emissionen  aus Laserdruckern und Kopierern belastet werden und über 150 Studien weltweit die Schadstoffbelastungen, Emissionen und zunehmend auch die Gesundheitsschädigungen bestätigen.

In dem Artikel vom 25.8.2016 Schadstoffemissionen senken – Luftverschmutzung macht krank, machte die Bundesregierung nun die Aussagen:

Laserdrucker setzen Feinstaub in ultrafeiner Partikelgröße frei – die besonders gefährlich ist.
Er dringt in  Bronchien und Lungenbläschen vor. Die ultrafeinen Partikel schaffen es sogar in den Blutkreislauf. Die Folgen reichen von Atemwegsentzündungen über Thrombosen bis hin zu Lungenkrebs
.

Der Artikel wurde am 22.11.2016 verändert. Sie können den Originalartikel hier nachlesen. Folgende Zeile wurde gelöscht:

Gefahr lauert jedoch auch in Innenräumen: Kerzen, schlecht gewartete Staubsauger und Laserdrucker setzen Feinstaub in ultrafeiner Partikelgröße frei – die besonders gefährlich ist

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