Beiträge

 An die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Dr. Angela Merkel
Den Bundespräsidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier
Die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder
Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze
Den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
Die Gesundheitsminister und Gesundheitsministerinnen der Länder

  1. April 2021
  • Laserdrucker belasten die Atemluft mit Aerosolen
  • Corona-Virus Sars-CoV-2 nutzt elektrostatisch aufgeladene Laserdruckerpartikel zum Transport
  • Saubere Luft in Innenräumen reduziert Risiken signifikant

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel, sehr geehrter Herr Bundespräsident Dr. Steinmeier, sehr geehrte Frau Schulze, sehr geehrter Herr Bundesminister Spahn, sehr geehrte Damen und Herren Ministerpräsidenten, sehr geehrte Damen und Herren,

 

die Corona Pandemie hält uns Menschen weltweit seit mehr als einem Jahr in Atem. Tagtägliche Meldungen bezüglich der Gefahren verunsichern uns mehr und mehr. Die Vielzahl der unterschiedlichen Regelungen lassen unser Land zunehmend ermüden.

Wir möchten Ihnen die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft in einem Übersichtspapier der Stiftung nano-Control überbringen. Internationale Forschung, auch aktuell aus der Aerosolforschung  zeigt die Problematik  bezogen auf die in den Innenräumen üblicherweise vorhandenen Partikeln und den SARS-CoV-2 Viren auf.

Diesen Weg über die Luft nutzt – wie chinesische Forscher zeigen konnten – das Coronavirus als Transportmittel von Mensch zu Mensch. Die Forscher identifizierten Laserdruckgeräte in einem Krankenhaus in Wuhan zu Beginn der Pandemie als Treiber des Infektionsgeschehens. Elektrostatisch aufgeladene Partikelemissionen aus Laserdruckgeräten halten das Coronavirus in der Luft und tragen es zu den wärmsten Punkten im Raum, in der Regel sind dies wir Menschen.

Konsens der Wissenschaft ist, dass die Übertragung der SARS-CoV-2 Viren fast ausnahmslos in Innenräumen stattfindet. ‚Clusterinfektionen‘ werden bevorzugt in Altenheimen, Wohnheimen, Schulen, bei  Veranstaltungen, Chorproben oder Busfahrten identifiziert.

Laserdruckgeräte stoßen im Schnitt 2,34 Milliarden Partikel pro Seite Druck aus und belasten die Innenraumluft signifikant mit Aerosolen und ultrafeinen Stäuben/Nanopartikeln.

Der Betrieb von mindestens 20 Millionen Geräten in Deutschland (Tendenz steigend) bedeutet  das diese in einem Großteil der Gebäude unseres Landes für eine signifikante Belastung der Innenraumluft mit Aerosolen und Stäuben sorgen. Betroffen ist fast jeder Bürger unseres Landes, denn es ist eine ubiquitäre Technologie.

Wir müssen die Menschen dafür sensibilisieren, das Augenmerk auf die Ursachen der Verbreitung des Coronavirus zu lenken – die Belastung der Innraumluft durch schädliche Schwebstoffe in der Luft welche in erheblichem Maße auch aus Laserdruckgeräten emittiert werden. Dies wäre ein großer Beitrag dazu, die Bevölkerung effektiv zu schützen und Infektionsketten zu vermeiden!

In medizinischen Einrichtungen, Wohnungen, in den Büros, in den Klassenräumen, in Wohnanlagen und in Betreuungseinrichtungen, in denen die Laserdrucker und Kopierer stehen, lauert die Gefahr der Infektion. Hier müssen Maßnahmen ergriffen werden, die Atemluft zu reinigen und dem Virus diesen Transportweg zu nehmen.

Durch die Maßnahmen der Corona-Pandemie erreichen die Laserdrucker nun durch Home Office und Homeschooling auch mehr und mehr die Privaträume und damit auch unsere Kinder. Die Kinder können den Emissionen nicht ausweichen und sind den ultrafeinen Partikeln nicht nur wenige Stunden, sondern rund um die Uhr ausgesetzt.

Die daraus resultierenden Folgen sind bis heute wissenschaftlich noch nicht untersucht.

Wir schließen uns den „goldenen Regeln zur Infektionsvermeidung“ der Aerosolforscher in ihrem Offenen Brief vom 11.04.2021 „Ansteckungsgefahren aus Aerosolwissenschaftlicher Perspektive“

an die Bundesregierung an. Zusätzlich schlagen wir folgende Maßnahmen vor, damit sich die Bürger aktiv für eine gesunde Atemluft im Innenraum engagieren können. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass wir unsere Freiheit zurückbekommen. Wir haben die Macht zu handeln:

 

  • Luftreinhaltung auf Platz 1 in der Prioritätenliste.
  • Schutz vor Feinstaub in der Atemluft – saubere Frischluft durch technische Installationen.
    Wo & wenn möglich – lüften, lüften, lüften.
  • Sicherer drucken mit Tinte statt Toner!
  • Toner basierte Druckgeräte niemals ohne effiziente Filter betreiben. Sorgen Sie für saubere Luft in Büros und anderen Innenräumen!
  • Laserdrucker und Kopierer verpflichtend in separate Räume stellen mit effizienter Luftreinigung und einem Abluftsystem!
  • Grenzwerte, Richtlinien und Maßnahmen für den Schutz der Luft in Innenräumen zum Schutz der Menschen auf der Basis unabhängiger Forschung festlegen.

Die Kombination der verschiedenen Maßnahmen wird nachhaltig zum Erfolg führen.  Die Menschen wünschen sich ihre Bewegungsfreiheit zurück. Saubere Atemluft im Innenraum ist der Schlüssel zum Erfolg.

Menschen brauchen die Freiheit, sich an der frischen Luft zu bewegen, einen Kaffee in der Fußgängerzone zu trinken. Soziale Kontakte sollten sich möglichst draußen abspielen und es sollten möglichst nicht die durch die Innenraumluftproblematik risikoreichen Kontakte in den Innenräumen befördert werden, wo diese Kontakte dann möglicherweise zu  Infektionstreibern werden.

Wir müssen zurück in ein möglichst normales Leben und mit dem Schutz der Innenraumluft haben wir eine realistische Chance darauf.

Für weitere Fragen und Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Zum Thema Innenraumluft und Verhalten von Partikeln im Innenraum haben wir uns in vielen Jahren ein umfangreiches Wissen erarbeitet. Wir sind gern bereit, unsere Erfahrungen im Rahmen zukünftiger Aerosolforschung zur Verfügung zu stellen. Nutzen wir gemeinsam diese Chance.

Mit freundlichen Grüßen

Heike Krüger, Vorsitzende
nano-Control, internationale Stiftung

 

Anhang: Übersicht nano-Control-Aerosole + Corona-Virus Sars-CoV-2_Wir stecken uns im Innenraum an

Die Übersicht finden Sie unter folgendem Link

 

Fraktion die Linke Kleine Anfrage 19/23058 vom 02.10.2020

Antwort der Bundesregierung 19/23457 vom 15.10.2020

Stellungnahme der Stiftung nano-Control an die Fraktion die Linke am 19.11.2020

 

Wir haben ein Recht auf saubere Luft im Innenraum!

Wir, die Stiftung nano-Control und mit ihnen ca. 4.000 Menschen, die sich bei nano-Control im Laufe von 20 Jahren als Betroffene gemeldet haben, studierten mit großem Interesse und Verwunderung die Antwort der Bundesregierung. All diese Menschen sind vermutlich erkrankt durch die Emissionen aus Laserdruckern.
Wir Laien haben uns mithilfe von Experten in die Materie vertieft. Die Erkenntnisse möchten wir Ihnen hier als Übersichtspapier zeigen.

Studien und Gegenstudien. Große Diskussionen mit Behörden, Verbänden, Herstellern, Wissenschaftlern seit mehr als 15 Jahren zeigen uns, dass es nicht so einfach ist, ein gesetzlich verbrieftes Recht, gesund zu leben, durchzusetzen, aber auch die Umsetzung der WHO-Forderung zu erreichen:

Jeder Mensch hat ein Recht auf gesunde Luft im Innenraum.

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Laserdrucker in Emissionstabellen aufnehmen – Alarmierender Ausstoß: bis zu ,6 Milliarden Partikel pro Seite Druck

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10 Jahre Stiftung nano-Control und ein Resümee:
„Es ist schlimmer als Asbest!“

Bundesregierung 25.08.16: Feinstaub ist gefährlich und führt zu schweren Erkrankungen.
Die ultrafeinen Stäube der Laserdruckerabluft kann das menschliche Erbgut schädigen, macht Entzündungen im gesamten Körper. Der Grenzwert am Arbeitsplatz: 950 µg/m³!
Macht Feinstaub wirklich nur draußen krank? Wir fordern Grenzwerte für die Inneraumluft!

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Antwort im Auftrag der Bundeskanzlerin am 18. September 2017 Angela Merkel

 

Sehr geehrte Frau Krüger,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.
Ihr Anliegen ist nachvollziehbar, weil sich die Menschen in Mitteleuropa heute durchschnittlich 90 Prozent der Zeit in Innenräumen aufhalten. Sie sind dort vielen Substanzen ausgesetzt – nicht alle sind gesundheitlich unbedenklich.

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ITG-Logonano-Control begrüßt den Antrag der Grünen Bundestagsfraktion „Innenraumluft sauber halten – Partikelfreisetzungen aus Laserdrucken beenden“ (Drucksache 18/10874) an die Bundesregierung und fordert die zuständige Bundesumweltministerin auf, gemeinsam mit den  Ministerkollegen für Arbeit, Gesundheit, Verbraucherschutz und Bildung und im Dialog mit den Bürgern das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit zu schützen!

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Die Bundesregierung weist erstmals auf schwere Gesundheitsgefahren durch Ultrafeinpartikel aus Laserdruckern hin. nano-Control begrüßt die späte Einsicht und fordert angesichts von Millionen betroffenen Bürgern mit einer Petition konkrete Maßnahmen, insbesondere den Schutz des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit, entsprechend dem geltenden Vorsorgeprinzip!

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