Hallo und guten Tag,

ich habe eine chronische Erkrankung, von der einige tausend Menschen in Deutschland betroffen sind, die aber dennoch ziemlich unbekannt ist. Es ist eine Umwelterkrankung. Das ist ein Problem, denn Umwelterkrankungen gibt es offiziell nicht bzw. sie werden meißt geleugnet, falsch diagnostiziert und falsch behandelt.

Die Erkrankung hat mein Leben sehr verändert. Dies geht wahrscheinlich allen Menschen so, die die gleiche oder eine ähnliche Erkrankung haben.

In diesem Bolg schildere ich, was ich so alles erlebt habe. Das ist viel und es ist zum Teil unfassbar.
Es geht dabei um Ärzte, unser Gesundheitssystem, das Arbeitsleben, die Mitmenschen, unsere Sozialversicherungen und Gerichte. Es gibt Einblick in unsere Sozialsysteme und übergeordnet geht es um die Frage, wie mit chronisch erkrankten oder behinderten Menschen in unserer Gesellschaft umgegangen wird.

Meine Gedanken folgen meinen Erlebnissen und dem, was mir in meiner Umwelt begegnet. Meine Geschichte ist nicht fiktiv, ich habe alles, was ich hier schreibe erlebt. Das Schreiben hilft, das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen, es zu verarbeiten und es als Vergangenes zu sehen.

Ich schreibe anonym. Ich musste die Erfahrung machen, dass mir ein offener Umgang mit meiner Erkrankung schadet. Leider muss ich davon ausgehen, dass mir das, was ich hier schreibe zum Nachteil gereicht, wenn ich direkt damit in Verbindung gebracht werde.
Doch gerade deshalb ist es wichtig, dass darüber geschrieben und geredet wird. So wie mir geht es vielen anderen Betroffenen.

Hier nun die Adresse: Unfussable 

Ich habe ca. 10 Jahre als Sachbearbeiterin in einer [Behörde] unmittelbar neben einem Laserdrucker gearbeitet. Im Pausenraum  (ca. 15m²) war der zentrale Drucker/Kopierer stationiert. Ich musste mich schon seit Jahren ständig räuspern.

(Bei einer ehemaligen Kollegin war das auch so, hat sich aber gegeben, seit ihr Drucker in einem separaten Raum steht.) Vor zwei Jahren hatte ich Wasser in der Pleura und nach vielen Untersuchungen wurde der Brustfellkrebs festgestellt.

Da ich nichts mit Asbest zu tun hatte, interessiert mich, ob ihnen ähnlich gelagerte ungeklärte Fälle bekannt sind.

40 % sind von Berufsunfähigkeit betroffen oder bedroht.

Eine Online-Umfrage der Stiftung nano-Control unter fast 2.000 registrierten Betroffenen in Deutschland, Österreich und der Schweiz belegt, dass die Menschen durch Laserdrucker und Tonerstäube sehr stark und dauerhaft belastet werden, mit schlimmen Folgen.

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Maja, 53 Jahre alt., Schrift-und Grafikmalerin (Werbetechnikerin) (Name geändert)

Wie wird sich mein Leben weitergestalten? Wie wird es gesundheitlich und finanziell weitergehen?
Und da taucht sie auch schon wieder auf… Die Sorge um meine weitere Zukunft.“

Schon immer achte ich auf meine Gesundheit, ich habe nie geraucht und immer versucht, gesund zu leben.

Fatalerweise wusste ich nicht, dass auf meiner neuen Arbeitsstelle solch giftige Schadstoffe lauern.

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Lena, 55 J., Krankenschwester (Name geändert)

 

Es ist der 22.08.2007. Ich sitze mit meinem Mann im Sprechzimmer von Dr. XYZ.

An meinem Kopf donnern die Worte wie Blut-Hirn-Schranke, oxidativer Stress, Nanopartikel, Ungleichgewicht der Nervenzellen, Vitaminpräparate, Laktat, Pyrovat, Unruhe, Gehunsicherheit, Aggressivität, Suizid, Tonerstaub, mitochondriale Zytopathie nur so vorbei.

Ich sitze mit großen Augen da und versuche zu sortieren. Manche Worte habe ich noch nie gehört… Das sind all die Erklärungen für das Leid, das mir und meinen beiden Töchtern in den letzten Jahren widerfahren ist.

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Luisa, 33 Jahre, Bürokauffrau (Name geändert)

Das Schlimmste für mich ist der Verlust meiner Gesundheit und die vielen zwangsweisen Einschränkungen im täglichen Leben

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44 Jähriger, Dipl.-Ing.

Seit der konsequenten Meidung von Laserdruckern und damit bedrucktem Papier besserten sich Asthma und Sinusitis wesentlich.

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Anni, 59 J., Studiendirektorin a. D. (Name geändert)

Berufliche Expositionen zu Tonerpulver haben zu Krankheitsexazerbationen geführt.

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Marita, 55 Jahre, Sachbearbeiterin beim Fernsehen im Jahr 2014 (Name geändert)

Trotz aller Maßnahmen ist mein Gesundheitszustand, was die Kraft anbelangt, nicht mehr so herzustellen, dass ich ohne fremde Hilfe leben kann.

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Das Schlimmste für mich ist…

Sabine, 40, Mutter im Jahr 2014 (Name geändert)

… als ich Blut spuckte und meine kleine Tochter mich fragte, ob ich nun sterben müsse. Ich bekam panische Angst.

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