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Raab geht´s immer schlechter
greenzones.eu Pressemitteilung 03.11.2017

Green-Zones GmbH spendet für Raab und seinen
Kampf vor Sozialgerichten – Vorsicht, Toner-Feinstaub!

Hans-Jürgen Raab ist durch Emissionen aus Laserdruckern schwer erkrankt. Seit 14 Jahren kämpft Raab vor den Sozialgerichten um medizinische Versorgung und sein gutes Recht. Die Green-Zones GmbH, ein Unternehmen, das seit vielen Jahren im Bereich der Feinstaub- und Stickoxid (NOX)-Reduktion aktiv ist, wurde durch einen Spendenaufruf von nano-Control auf das Schicksal von Hans-Jürgen Raab aufmerksam und hat den Spendentopf mit bislang knapp 300 Euro mit einem Schlag auf rund 2.500 Euro gefüllt.

Damit kann Raab – schwer krank und inzwischen finanziell ruiniert – weiter für die Anerkennung seines Falles als einzig möglichem Präzedenzfall bei Berufserkrankungen durch Emissionen aus Laserdruckern gegen die Unfallkasse des Bundes kämpfen. Green-Zones unterstützt ihn mit dieser Spende, da er mit seiner kleinen Rente allein dieses Verfahren um Anerkennung der Berufskrankheit nicht mehr stemmen kann. Selbst wenn das jetzige Verfahren nicht endgültig erfolgreich sein sollte, wird Green-Zones finanziell an seiner Seite bleiben!

Green-Zones seit Jahren aktiv im Bereich Feinstaub- und Stickoxidreduktion
Green-Zones hat bereits vor Jahren aufgrund der bekannt gewordenen Emissionen sämtliche Laserdrucker aus den eigenen Büros verbannt und auch nano-Control bei der Durchführung der humanen Expositionsstudie des IUK Freiburg zu Auswirkungen bei Druckerexposition mit 20.000 Euro unterstützt. Michael Kroehnert, Geschäftsführer von Green-Zones dazu: „Wenn bei uns viel gedruckt wurde, war die Luft immer etwas seltsam, aber wir dachten uns zunächst nichts dabei, weil seitens des Herstellers der „blaue Engel“ mündlich bestätigt war. Als ich von der nano-Control-Studie zu Druckern hörte, habe ich sofort alle Laserdrucker durch Tintenstrahltechnologie ersetzt. Danach ging es allen wieder besser. Uns ist das gesamte Emissionsthema ein wichtiges Anliegen und wir setzen uns intensiv für die Reduktion von Feinstaub und Stickoxiden ein.“

Wie es zur Erkrankung von Raab kam
Mit dem Verfahren von Hans-Jürgen Raab würde deutlich werden, was zur Zeit Politik und Behörden in Deutschland vehement abstreiten: Emissionen aus Laserdruckern mit ihrem bunten Schadstoffmix aus Feinstaub, Ultrafeinstäuben, krebserregenden Schwermetall-Nanopartikeln, Carbon Back, flüchtige organische Verbindungen (VOC) und unbekannte Substanzen können schwerste Erkrankungen wie Atemwegsentzündungen, Thrombosen bis hin zu Lungenkrebs auslösen.

Hans-Jürgen Raab war ab 1999 als Vervielfältiger bei der Bundespolizei beschäftigt. 15.000 Kopien druckte er jeden Tag in einem Raum mit mehreren Laserdruckern. Alles in seinem Büro war mit dickem, schwarzem Staub bedeckt. Die Putzfrau weigerte sich, dieses Büro zu putzen, da es ihr dort auch jedes Mal gesundheitlich schlecht ging. Kollegen klagten über ähnliche Symptome.

Hans-Jürgen Raab muss bis zu 16 Medikamente täglich einnehmen, war mit 48 Jahren Frührentner und möchte heute Mitmenschen über Auswirkungen von Tonerstaub aufklären.

 

Der ständigen Hitze durch die Laserdrucker, Feinstaub sowie giftigen Dämpfen ausgesetzt, wurde er krank: Juckreiz am ganzen Körper, Hustenanfälle mit Atemnot, Augenjucken und Augentränen, Kopfschmerzen, offene Handekzeme, Taubheit an Händen und Füßen, Stimmlähmungen bis hin zur Krebserkrankung waren die Folge. Inzwischen wurden die Schilddrüse, Lymphknoten und ein Teil des Dickdarmes entfernt. Aktuell erholt er sich von einem Herzinfarkt, den er vor wenigen Monaten erlitten hat.
2003: Antrag auf Anerkennung einer Berufskrankheit an die Unfallkasse des Bundes
2009: Sozialgericht Fulda Anerkennung als Berufserkrankung in erster Instanz.
Aktuell: Landessozialgericht in Darmstadt Berufung durch Unfallkasse
Vorzeitige Todesfälle durch Luftverschmutzung
Mitte Oktober 2017 hat die Europäische Umweltagentur (EEA) berichtet, dass im Jahr 2014 rund 520.000 Europäer an den Folgen von Luftverschmutzung gestorben sind, mehr als 80.000 davon in Deutschland. Rund 400.000 dieser Todesfälle in Europa (doppelte so viele wie durch Alkohol) und etwa 66.000 in Deutschland ließen sich auf die Belastung durch Feinstaub zurückführen, teilte die EEA mit.
Durch die Luftverschmutzung – auf Straßen, aber auch in geschlossenen Räumen – verkürzt sich die Lebensdauer der Menschen und sie kann ernsthafte Krankheiten, wie Herzerkrankungen, Atemwegsprobleme und Krebs begünstigen. Insbesondere von der Problematik in geschlossenen Räumen – etwa durch Laserdrucker verursachte Krankheiten – wissen die meisten Menschen gar nichts.
Ein weiterer Grund für die Green-Zones GmbH, jegliche Luftverschmutzung zu bekämpfen!
Für weitere Informationen empfiehlt sich der Film von Peter Franz, der im Auftrag der internationalen Stiftung nano-Control hergestellt wurde. Der Film informiert mit Hilfe namhafter Experten wie Prof. Michael Braungart und Dr. Hermann Kruse, Toxikologe der Uni Kiel, über die Gesundheitsrisiken durch Toner und Emissionen aus Laserdruckern, denen Millionen Menschen ahnungslos und schutzlos ausgeliefert sind. Mehr auch unter www.nano-control.org, www.sicher-drucken.de und www.krank-durch-toner.de.

Pressekontakt: Dr. Christine Kalb, ch.kalb@c-zwei.de, 0171 – 718 3231. www.green-zones.eu

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Warum nicht gesendet: Gefährliche Laserdrucker
16.08.2017 21.45 Uhr in ARD, Plusminus

Hier lesen Sie den Grund für die Nichtübertragung des fertigen Berichtes. Folgende Antwort haben wir auf Nachfrage bei Plusminus bekommen:

Liebe Heike Krüger,
Air Berlin als Unternehmen mag nicht mehr zu retten sein. Aber umso spannender ist ja, wie es mit der Airline wo und in welcher Konstellation weitergeht.
Und als Wirtschaftsmagazin müssen und wollen wir natürlich über das aktuell beherrschende Wirtschaftsthema berichten.
Leider muss dafür ein anderer Beitrag weichen, der aber bei nächster Gelegenheit gesendet wird.
Herzliche Grüße in der Hoffnung auf Verständnis

Spannend geht anders und das Verständnis hält sich sehr in Grenzen! Weiterlesen

Laserdrucker und das Vorsorgeprinzip – als hätten wir schon CETA

Die Bundesregierung weist erstmals auf schwere Gesundheitsgefahren durch Ultrafeinpartikel aus Laserdruckern hin. nano-Control begrüßt die späte Einsicht und fordert angesichts von Millionen betroffenen Bürgern mit einer Petition konkrete Maßnahmen, insbesondere den Schutz des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit, entsprechend dem geltenden Vorsorgeprinzip!

Es fühlte sich lange an, als hätte die Bundesregierung  das Vorsorgeprinzip schon CETA geopfert. Über 15 Jahre spielte sie die massiven Hinweise aus der Bevölkerung auf schwere Gesundheitsschäden durch Emissionen aus Laserdruckern und Kopierern herunter, unterlies die zugesagte Aufklärung der Wirkungen und vereinbarte stattdessen mit der Druckerindustrie,  dass diese selbst an den Partikeln forschen lässt. Das ist ungefähr so, als würde man die Zigarettenindustrie bitten, den Tabakrauch auf Schädlichkeit zu untersuchen. Statt Aufklärung der Wirkung gab es nur Vernebelung: die Emissionen seien vergleichbar der von Haushaltsgeräten. Den Studienleiter des industrienahen Institutes machte das Bundesumweltministerium zum Vorsitzenden der Konferenz Innenraumlufthygiene beim Umweltbundesamt und die sieht seit Jahren keinen Handlungsbedarf.

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