Beiträge

Geeste. Regina Cassian aus Geeste ist durch den Tonerstaub aus Laserdruckern erkrankt und nun sogar arbeitsunfähig. Sieben Jahre lang arbeitete sie in einem Copyshop in Lingen. Zum Schluss wurde sie von schweren Hustenanfällen mit Brechreiz geplagt, ihr Chef kündigte ihr wegen zu häufiger Krankschreibungen. Nun hilft sie der Stiftung nano-Control bei der Präventionsarbeit.

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Redakteur: Konstantin Stumpe

Werne – Sie habe eine Kämpfernatur, sagt Hedwig Klein. Und die braucht sie auch – seit 2007, als sich ihr Leben schlagartig veränderte.

Die heute 58-Jährige ging am Morgen wie üblich ins Büro. Dort angekommen, bekam sie aber plötzlich keine Luft mehr. Erst später erhält die Wernerin Gewissheit, was da gerade geschehen war.

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Redakteur: Jürgen Menke

Todkrank durch Laserdruckeremissionen-sein Kampf ums Recht

Hans-Jürgen Raab kämpft seit 14 Jahren vor den Sozialgerichten um sein Recht. Schwer erkrankt und finanziell ruiniert. Die Anerkennung dieses Falles ist der einzig mögliche Präzedenzfall bei Berufserkrankungen durch Emissionen aus Laserdruckern.

Lesen Sie mehr über diesen Fall und spenden Sie unter
Betterplace.org
Gut für Hamburg

Es gibt einen neuen Blauen Engel für
Bürogeräte mit Druckfunktion (Drucker und Multifunktionsgeräte)
1/50 RAL-UZ 205 Ausgabe Januar 2017
Vergabegrundlage für Umweltzeichen

Dieser neue Blaue Engel zeigt sich mit derselben Problematik wie der Vorgänger. Die Partikelanzahl-Begrenzung wurde scheinbar nach Gutdünken vergeben. Analysiert wurden partikulären Emissionen als Vergabegrundlage für den Blauen Engel im Jahr 2011 durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und Umweltbundesamt rein physikalisch und chemisch. Eine toxikolische Untersuchung fand nicht statt. Unsere 70-Toner-Untersuchung zeigte eindeutig, dass eine Vielzahl von Schwermetallen in Nanopartikel-Größe in die Raumluft abgegeben werden (bestätigt durch IUK Freiburg und Harvard University, Boston). Dass diese Stoffe nicht als Verunreinigungen vorhanden sind, zeigt sich in den Tonerpatenten. Hier sind die verschiedenen Metalle bei den Herstellern namentlich als Zusatz für den Druckvorgang genannt, gehören zu den Rezepten. Es ist also kein hygienisches Problem von stofflichen Verunreinigungen.

Hier ist dringender Handlungsbedarf aus Vorsorgegründen durch die Behörden nicht nur beim Blauen Engel.

Noch wichtiger ist, die Grenzwerte für die Innenraumluft für diese gefährlichen Stoffe festzulegen. Diese sind ebenfalls nach einem anzahlbasierten Messverfahren festzulegen. Die Behörden legen heute Richtwerte nach µg/m³, also nach dem Gewicht fest. Auch bei großer Anzahl werden die Richtwerte nie erreicht und die Behörden geben immer wieder Entwarnung.

Nachfolgend ein Auszug aus der Entwicklung des Prüfverfahrens zum Blauen Engel. Hier wird ganz deutlich dargestellt, dass diese kleinsten Partikel nur gezählt und nicht gewogen werden können!

Treten ultrafeine, feine und ggf. auch grobe Partikel in einem Aerosol gemeinsam auf, können besonders die ultrafeinen Partikel aufgrund ihres geringen Beitrags zur Gesamtpartikelmasse in einem Aerosol gravimet
risch kaum – jedenfalls nicht mit der für ein Vergabekriterium erforderlichen Genauigkeit und Unterscheidungsschärfe – quantitativ nachgewiesen werden. Die Gesamtmasse in einem nur aus UFP bestehenden Aerosol kann für eine gravimetrische Messung zu gering sein; die erforderliche Abscheidung auf ein Trägermedium (Filter, Impaktorsubstrat) muss zudem mit hoher unbekannter Effizienz erfolgen. Die Gravimetrie ist keine kontinuierliche Methode und
nicht in der Lage, rasche zeitliche Veränderungen zu erfassen. Die Gravimetrie stellt damit insgesamt keine geeignete Methode dar, um die anzahlbezogen dominierende Fraktion von aus Bürogeräten emittierten UFP und FP zu quantifizieren.
http://docplayer.org/46633141-Texte-74-2013-umweltbundesamt-umweltforschungsplan-des-bundesministeriums-fuer-umwelt-naturschutz-und-reaktorsicherheit.html

Die Sicherheit, die uns vorgegaukelt wird, gibt es nicht! Wir werden bestimmt weitere 10 Jahre neben den Altgeräten sitzen, ohne zu wissen, mit welchen Stoffen die Atemluft in großer Menge belastet ist.

Während des Druckprozesses wird die Freisetzung von TVOC, Benzol, Styrol, sowie Ozon, Staub (gravimetrisch) und Partikel (Anzahlkonzentration) gemessen.
Die Anforderungen an die Partikelemissionen gelten für große Standgeräte > 250 Liter und hoher Druckgeschwindigkeit (Monochrom ab 60 ppm und Farbe ab 40 ppm) ab dem 01.01.2019.

Diese großen Laserdruck-Geräte erhalten die Zertifizierung bis zu diesem Datum ohne Messung der Emissionen!

Dies ist neu:

Begrenzung des Einsatzes von Schwermetallen Tonern und Tinten dürfen keine Stoffe zugesetzt sein, die Quecksilber-, Cadmium-, Blei-, Nickel- oder Chrom-VI-Verbindungen als konstitutionelle Bestandteile enthalten. Ausgenommen sind hochmolekulare Nickel-Komplexverbindungen als Farbmittel. Herstellungsbedingte Verunreinigungen durch Schwermetalle, wie z.B. Kobalt- und Nickeloxide und zinnorganische Verbindungen, sind so gering wie technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar zu halten (Minimierungsgebot).

Die Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamts (IRK) empfiehlt einen Prüfwert für Emissionskammermessungen von 3,5 x1011 Partikel je 10 Minuten Druckzeit. Dieser von der Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK) festgelegte Prüfwert wurde aus dem hygienischen Gesamtzusammenhang abgeleitet. Die IRK verzichtete daher und angesichts der unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung der aus elektrofotografischen Druckgeräten emittierten Partikel auf eine toxikologi- sche Einzelfallbetrachtung und stellt den Prüfwert stattdessen in den hygienischen Gesamtzusammenhang der Exposition im Büro und zu Hause. Dies bedeutet, dass bei seiner Festlegung sowohl die aus gängigen elektrofotografischen Druckgerätetypen und bei darin ablaufenden Vorgängen beobachteten Partikelmengen – als auch die die typischen stofflichen Partikelbestandteile und Partikelgrößenspektren berücksichtigt wurden.

Weitere Informationen und die Vergabekriterien für die Hersteller finden Sie auf der Seite Blauer Engel.

Hier lesen Sie den Grund für die Nichtübertragung des fertigen Berichtes. Folgende Antwort haben wir auf Nachfrage bei Plusminus bekommen:

Liebe Heike Krüger,
Air Berlin als Unternehmen mag nicht mehr zu retten sein. Aber umso spannender ist ja, wie es mit der Airline wo und in welcher Konstellation weitergeht.
Und als Wirtschaftsmagazin müssen und wollen wir natürlich über das aktuell beherrschende Wirtschaftsthema berichten.
Leider muss dafür ein anderer Beitrag weichen, der aber bei nächster Gelegenheit gesendet wird.
Herzliche Grüße in der Hoffnung auf Verständnis

Spannend geht anders und das Verständnis hält sich sehr in Grenzen! Weiterlesen

ITG-Logonano-Control begrüßt den Antrag der Grünen Bundestagsfraktion „Innenraumluft sauber halten – Partikelfreisetzungen aus Laserdrucken beenden“ (Drucksache 18/10874) an die Bundesregierung und fordert die zuständige Bundesumweltministerin auf, gemeinsam mit den  Ministerkollegen für Arbeit, Gesundheit, Verbraucherschutz und Bildung und im Dialog mit den Bürgern das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit zu schützen!

Lebensgefährlicher Fein- und Ultrafeinstaub, nicht nur in der Außenluft

Feinstaub verursacht nicht nur Entzündungen der Atemwege, sondern kann zu Herzinfarkt, Schlaganfällen, Thrombosen und zu Krebs führen. Feinstaub gehört zu den größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit und tötet allein in Deutschland jährlich über 50.000 Menschen, viel mehr, als der Straßenverkehr. Die EU-Grenzwerte schützen bisher nur die Außenluft. Tatsächlich halten wir uns aber zu 80-90 % in Räumen auf. Raumluft ist unmittelbare Atemluft und deshalb schützenswert wie ein Lebensmittel. Doch hier gibt es bisher keinen gesetzlichen Schutz. Die Grenzwerte beziehen sich bisher auch nur auf Feinstäube von einer Partikelgröße von 10- 2,5 µm, nicht aber auf die noch gefährlicheren ultrafeinen und Nanopartikel. Tatsächlich liegt die Feinstaubgrundbelastung in deutschen Büros über dem EU-Außengrenzwert von 40 µg/ m3. Wenn draußen Fahrverbote drohen, werden drinnen die Laserdrucker erst eingeschaltet und blasen Milliarden Partikel pro Seite und ungefiltert in die Atemluft!

Fatale Folgen

Laserdrucker und Kopierer sind mit etwa einer Milliarde Geräte weltweit eine der größten Belastungsquellen für Feinstäube und ultrafeine Partikel in Innenräumen. Allein in deutschen Haushalten gibt es fast 10 Millionen Laserdrucker (Quelle Statista). Fast eine Billion ultrafeine Partikel in nur 10 Minuten wurden gemessen. Über 150 Studien aus aller Welt bestätigen die Emissisonen und die gesundheitsschädigende Wirkungen (vgl. UMG 3/2016). Danach kommt es zu  Entzündungen,  zellschädigendemn oxidativen Stress, allergischen Reaktionen und sogar DNA-Schäden. Es gibt sogar Hinweise auf Demenz. Hervorzuheben sind v.a. die Studien des Harvard Center for Nanotechnology and Nanotoxicology und des IUK Freiburg, das in Zusammenarbeit mit nano-Control maßgeblich zur Aufklärung der Gefahren beigetragen hat. Die schädigenden Effekte wurde auch bei gesunden Menschen nachgewiesen und betreffen somit Jede/n. Tausende registrierte Geschädigte, darunter auch Kinder und Todesfälle, sind also nur die Spitze eines globalen Problems. Die Schäden durch die verursachten chronischen Erkrankungen und Berufsunfähigkeiten gehen in die Milliarden.

Luftverschmutzung macht krank – Wir machen uns stark für gesunde Raumluft

Mit der online-Petition „Machen Sie sich stark für gesunde Raumluft“ auf Campact we act (https://weact.campact.de/p/gesunde-raumluft-tinte-statt-toner) fordert nano-Control von  Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und ihre Minister-Kolleginnen und Kollegen für Gesundheit, Arbeit, Verbraucherschutz und Forschung den Schutz der Raumluft und der Gesundheit der Bürger, speziell vor Laserdruckern sowie einen menschenwürdigen Umgang mit Umwelterkrankten und die Stärkung der klinischen Umweltmedizin.

Die amtliche Psychiatrisierung von Umwelterkrankten und der menschenverachtende Umgang mit Arbeitnehmer in Berufskrankheitenverfahren ist skandalös, ebenso wie die Zerschlagung von Deutschlands größtem Insititut für Umweltmedizin in Freiburg nach dem Motto, keine Umweltmedizin – keine Umwelterkrankten.

Die Bundesregierung wies am 25.08.2016 in dem Artikel Schadstoffemissionen senken – Luftverschmutzung macht krank öffentlich auf die Gefahr lebensgefährlicher Erkrankungen, wie Entzündungen der Atemwege, Thrombosen und Lungenkrebs durch Ultrafeinpartikel aus Laserdruckern hin. Das Vorsorgeprinzip zwingt nun zu Schutzmaßnahmen.

Zum Glück gibt es Lösungen

Moderne Tintendrucker sind längst genauso leistungsstark oder schneller als Tonerdrucker und sparen laut Herstellerangaben bis zu 96 % Strom, 94 % Material und Abfall und 50 % Druckkosten. Vor allem aber sind sie emissionsarm und schonen die Gesundheit. Filter für Laserdrucker können die Emissionen deutlich reduzieren. Konica Minolta baut als erster Hersteller in alle Drucker und Kopierer sogar Filter ein. Brother bietet immerhin Adapter für Nachrüstfilter.

Das Problem ist also gesundheits- und umweltverträglich sowie wirtschaftsfreundlich lösbar.

nano-Control fordert Rückrufaktionen für Laserdrucker

nano-Control hat die zuständigen Minister aufgefordert, geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen und für die vollständige Erforschung der schädigenden Wirkungen zu sorgen, auch im Hinblick auf die Gefahren von Burnout, Krebs und Demenz sowie auf private und öffentliche Schadenersatzanspüche.

nano-Control fordert die Druckerhersteller auf, unverzüglich Druckgeräte mit gesundheitsschädigenden Emissionen mit geeigneten Filtern nachzurüsten oder vom Markt zurückzurufen. Vorrangig gilt dies im Breich von Kindern, Schwangeren und chronisch kranken Menschen, vor allem an Schulen, Kitas und im Gesundheitsbereich. Wir weisen auch darauf hin, dass die Schädigungen von Menschen durch Partikelemissionen aus Laserdruckern strafbar sind. Aus den Erfahrungen des VW-Skandals sollte man klug werden.

Dell, Samsung und Lexmark haben 2016 angekündigt, sich sich aus dem Druckergeschäft zurückzuziehen.

 

Kontakt

E-Mail: info@nano-control.org

Über 4.000 Samsung-Drucker nach Krebserkrankungen verschrottet

Es war schon dumm gelaufen, dass Samsung-Drucker ausgerechnet durch Krebserkrankungen an Gerichten im November 2013 in Niedersachsen in Verdacht gerieten und dann bei Überprüfung auch noch mit höchsten Partikelemissionen “glänzten” und die Sache öffentlich wurde. Was eigentlich ein Fall für den Staatsanwalt gewesen wäre, führte dann nur zur Verschrottung von über 4.000 Samsung-Druckern vom Typ ML-3410 bei Polizei und Justiz, für rund 1,3 Millionen Euro zu Lasten der Staatskasse. Die Laserdrucker wurden durch moderne Tintenstrahldrucker ersetzt, aus Gründen der gesundheitlichen Vorsorge, wie Innenminister Boris Pistorius vor dem Landtag auf eine Kleine Anfrage zu Recht vertrat.

nano-Control klärt auf

nano-Control hat nachgehakt und weitere Untersuchungen, am IUK Freiburg initiiert und gefördert,  die der Staat unterlassen hat.

Samsung-Drucker verursachten nach nur 200 Seiten an humanen Lungenzellen DNA-Schäden und das heißt Krebsgefahr!

Im Rahmen einer Pilotstudie wurden dann acht Probanden 3 x 3 Stunden gegenüber Laserdruckern exponiert, darunter der Samsung ML-3410 und der Nachfolger ML-3710, der sogar den neuesten Blauen Engel UZ 171 trägt. Über 7 Milliarden Partikel atmeten die Probanden pro Stunde ein und reagierten mit den typischen Symptomen der Atemwege sowie mit signifikanten genetischen Veränderungen in Richtung Entzündungen und immunologischer Erkrankungen.

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