10 Jahre Stiftung nano-Control

Liebe Mitglieder des Stiftungsrates, liebe Stifterinnen und Stifter, liebe Förderer und Paten, liebe Freunde und Leser!

Am 21.04.2018 feiert die Stiftung nano-Control ihr 10-jähriges Bestehen in Ahrensfelde-Blumberg nahe Berlin. Der Rückblick zeigte eine Geschichte mit stürmischen Zeiten: erste Studien gaben Hoffnung, die Wirkung von Emissionen von Laserdruckern auf den Menschen zu beweisen, Vorbereitung auf eine Sammelklage, Besuche im Bundestag, bei Herstellern und Behörden. Es folgten Enttäuschungen, aber auch einen kontinuierlichen Aufbau von Wissen, viele, viele Medienberichte zum Thema mit dem Fazit, die Stiftung, speziell Achim Stelting wurden als Player in dem großen Spiel wahrgenommen.

2018 war nicht minder spannend: zu Beginn des Jahres sendete der WDR Westpol und im Februar gab es einen Beitrag in der ZDF Heute Show, ohne unser Zutun. Die Hoffnung war immer, dass das Bewusstsein wächst, dass auch Feinstaub im Innenraum nicht besser ist als der, den wir draußen einatmen. Hier wurde es thematisiert.

Das Bundesumweltministerium hat uns eine deutliche Abfuhr erteilt. Sie werden das Thema nicht wieder aufnehmen. Der Schriftverkehr schaffte aber auch große Aufmerksamkeit bei Experten, Politikern und Presse. Intern und extern versuchen wir uns neu zu formieren und auszurichten. Wichtig sind z.Zt. der Aufbau eines schlagkräftigen Teams, der Aufbau neuer Kontakte und die Schaffung einer finanziellen Basis, die die Stiftung für die Zukunft sichert. Hochgesteckte Ziele, die wir nun nach und nach angehen, da unsere Kapazitäten im Ehrenamt begrenzt sind.

Im ersten Halbjahr haben wir uns mit administrativen Dingen beschäftigt. Die DSGVO trat am 25.05.18 in Kraft. Wir waren vorbereitet. Inzwischen kümmert sich ein Datenschutzbeauftragter um die rechtlichen Vorgaben. Am 08.08.18 wurde endlich, nach 10 Monaten intensivem Schriftverkehr auch die Satzungsänderung von der Justizbehörde genehmigt. Der Vorstand hat Webinare belegt, um die Organisation fit für die Zukunft zu machen. Viel Arbeit, die aber spannende neue Erkenntnisse brachte. Wie Sie sehen: einen großen Teil unseres Engagements wird durch administrative Aufgaben gebunden.

Im August 2018 haben wir der neuen Bundesumweltministerin Svenja Schulze geschrieben. Prompt kam die Antwort, dass der Kalender der Ministerin keinen Terminvorschlag zulässt, auch auf Hausleitungsebene nicht.

Zwischenzeitlich fanden wir heraus, dass der Chef der Innraumluftkommission Prof. T. Salthammer in einer internationalen wissenschaftlichen Veröffentlichung mitteilte, dass der einzige relevante Eintrag von luftgetragenen Partikeln in Büros mit ernstem Gesundheitsrisiko für den Menschen von Laserdruckern ausgeht, finanziert durch das BMU.

Das Bundesumweltministerium finanzierte auch eine 2015 publizierte Studie zu Kerzenabbrand, Toasten und Braten mit 56 Probanden! Alle auch für uns relevanten Parameter wurden untersucht. Eine große Chance zur Aufklärung wurde verpasst. War das Absicht?

Wir werden weiter nachhaken, fragen, auf Klärung drängen, denn dies ist ein Skandal. Behörden und Politik verweigern nachweislich die Aufklärung toxischer Stoffe auf den Menschen.

Werden Sie Teil unserer Gemeinschaft als Förderer mit 50 € / Jahr, um den Schutz der Atemluft im Innenraum zu erreichen.

Wie Sie uns unterstützen können finden Sie auf unserer Homepage unter HELFEN.

Herzlichen Dank allen Helfern und Unterstützern, frohe Weihnachten und allen ein gesundes und erfolgreiches 2019!

Ihr nano-Control-Vorstandsteam
Heike Krüger, Walter Zöpf & Jürgen Gentemann

 

 

 nano-Control – Feinstaub: Schutz der Atemluft im Innenraum, unsere Bilanz 2018

Schädigungen durch Toner und Laserdruckgeräte an die Öffentlichkeit zu bringen, sie wissenschaftlich aufzuklären und zu stoppen und den Betroffenen zu helfen, sind die satzungsgemäßen Aufgaben unserer Stiftung, für die wir uns mit Überzeugung einsetzen.

Information und Öffentlichkeitsarbeit

  • 2018 haben wir die Datenbank und die Homepage der Stiftung entsprechend den Vorgaben der DSGVO überarbeitet. Unseren Datenschutzbeauftragten erreichen Sie unter datenschutzbeauftragter@nano-control.org.
  • Die neue Webseite nano-control.org bietet der Organisation und den Betroffenen ein einmaliges Informationsangebot und eine Übersicht über die Abläufe in der Stiftung.
  • Die Petition „Schlimmer als Asbest“ bei  Campact we act (https://weact.campact.de/p/gesunde-raumluft-tinte-statt-toner) haben 5.000 Menschen unterschrieben und wird solange fortgesetzt, bis die Forderungen erfüllt sind.
  • 820 Personen folgen uns auf Facebook und 423 auf Twitter.
  • In vielen Gesprächen, Telefonaten und Schreiben haben wir auch 2018 gegenüber Politik und Behörden Überzeugungsarbeit geleistet. Informationen an die Presse, Experten und Organisationen folgten. Hier gab es interessante Rückantworten. Mit diesen Kontakten wollen wir auf Sicht Kontakt aufnehmen, um evtl. Kooperationen zu eruieren.
  • Das Newslettersystem haben wir durchforstet und schreiben nur noch interessierte Personen an. Dies hat die Kosten hierfür drastisch reduziert und war im Hinblick auf die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) erforderlich.
  • Seit Gründung der Stiftung haben wir weit über 200.000 Flyer verteilt und versandt. Auf der Webseite stehen zudem verschiedene stets aktuelle Informationsblätter für Mediziner, Arbeitgeber, Hotels und Restaurants sowie Schulen und Kitas zum Download bereit.

Forschung

nano-Control hat sich vor allem gegründet, um für die notwendige Erforschung der Risiken zu sorgen, die der Staat versprochen, aber unterlassen hat. Bis 2018 wurden über 100.000 € an Spenden für die Forschung aufgebracht. Die Ergebnisse der Expositionsstudie und der Partikelstudie liegen uns in deutscher Sprache vor. Ein Plakat über die Probandenstudie wurde bei einem Kongress in Dubai vorgestellt. Dieses liegt in englischer Sprache vor.

  • Nach der Expositionsstudie an Menschen konnte 2016 am IUK Freiburg auch die sog. Partikelstudie erfolgreich abgeschlossen werden. Durch Nachuntersuchungen von Tonern konnte nachgewiesen werden, dass die gefährlichen in Tonern gefundenen Metalle, u.a. Aluminium über die Emission in menschliche Lungenzellen eindringen und diese schädigen.
  • 70 Toner wurden umfassend auf Metalle untersucht und die Analysen ausgewertet.
  • nano-Control hat 2018 wichtige Kontakte zu Experten gepflegt, um für die weitere Aufklärung zu sorgen.

Hilfe für Betroffene

Kompetente und kostenlose Hilfe für betroffene Menschen ist seit über 18 Jahren ein Kernstück unserer Arbeit. Durch Konzentration auf ein Kompetenzteam von Beratern und wertvolle Informationen auf unserem neuen internen Webportal und der neuen Datenbank wird unser Angebot 2018 laufend weiter optimiert.

Internes

  • Durch das Konzept nC2.0 wurde die Stiftungsarbeit durch Schwerpunktsetzung auf die Information (Webseiten, Newsletter, Petition), Zentralisierung, Straffung der Betreuungsarbeit, Öffnung für Nichtbetroffene, verbesserte IT-Unterstützung und Vernetzung optimiert und international ausgerichtet.
  • Bei der Stifterversammlung im April wurde der neue Stiftungsrat gewählt. Wir bedanken uns bei Bernhard Ziemer, Uwe Abtmeyer, Elfie Lübke und Ralf Ketelhut für die Annahme ihrer Ämter.
  • Finanzen
    • Der Stiftungsrat hat dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 Entlastung erteilt.
    • Die Stiftung hat 109 Stifter. Das Stiftungsvermögen erbringt, wie in den Vorjahren, aufgrund der Zinslage weiterhin kaum Einnahmen, so dass die Stiftungsarbeit weiterhin zu fast 100 % aus laufenden Spenden finanziert werden muss. Eine kontinuierliche Arbeit durch regelmäßige Spenden wird durch den Förderkreis gesichert, der weiter vergrößert werden muss. Dies ist für die Stiftung die Basis für kontinuierliches Arbeiten. Geplant ist, weitere Firmen als Paten zu gewinnen.
    • Die finanzielle Entwicklung ist leicht negativ. Es hat einige Austritte im Bereich des Förderkreises gegeben.
    • Die Mitarbeiter der Stiftung arbeiten ehrenamtlich. Die Verwaltungskosten liegen auf einem Tiefstand. Dadurch kommen die Spenden zu einem sehr hohen Anteil direkt den Stiftungszielen zu Gute. Die Ausgaben entfielen zu über 80 % auf die Hauptaufgabe der Information und Hilfe für Betroffene.
    • Der Finanzbericht 2018 wird dem Stiftungsrat, der Stiftungsbehörde und dem Finanzamt Hamburg-Nord nach unabhängiger Kassenprüfung Anfang 2019 vorgelegt.

 

Ausblick 2019

Die Stiftung wird sich auch 2019 dafür einsetzen, die vermeidbare und gesundheitsschädigende Belastung unserer Atemluft zu stoppen. Es gibt keinen ersichtlichen Grund zwischen Außen- und Innenluft zu unterscheiden. Feinstaub macht überall krank!

Wenn Sie unsere Arbeit wichtig finden, dann unterstützen Sie uns! Wir würden uns freuen, wenn Sie sich entscheiden, uns aktiv zu unterstützen. Es geht weiter!!

Jahresbericht 2018 als PDF-Datei zum Download

Fish-Bowl mit Heike Krüger und Rolf Merkel

Leuphana Universität Lüneburg

Donnerstag, 28. Februar 2019 | 13:00-15:00 | C 16.129

Kon­ven­tio­nel­le Gebäude mit en­er­gie­spa­ren­den Bau­wei­sen sind meist wei­test­ge­hend iso­liert mit luft­dich­ten Schall­schutz­fens­tern und wärmedämmen­den Fas­sa­den. Die Räume wer­den ge­stal­tet und befüllt mit Bo­den­belägen, Möbeln, Dru­ckern und vie­lem mehr. Vie­le Ge­genstände düns­ten da­bei Schad­stof­fe aus oder er­zeu­gen Fein­staub. In ge­schlos­se­nen Räumen lie­gen da­her die Fein­staub- aber auch Schad­stoff­be­las­tun­gen mit­un­ter bis zu 10­mal höher als im Frei­en, wes­halb laut WHO-Be­richt jähr­lich mehr als drei Mil­lio­nen Men­schen vor­zei­tig an Fol­gen der Luft­ver­schmut­zung ster­ben. Die Pro­jekt­grup­pen ha­ben die­se Pro­ble­ma­tik un­ter an­de­rem in Fit­ness­stu­di­os und Kin­dergärten un­ter­sucht so­wie Möglich­kei­ten ent­wi­ckelt, in­wie­fern Pro­duk­te, Ma­te­ria­li­en und die heu­ti­ge Ar­chi­tek­tur in Gebäude mit ei­ner ge­sun­den Luft­qua­lität und ei­nem po­si­ti­ven Fußab­druck im Sin­ne von Crad­le to Crad­le trans­for­miert wer­den können.

In­ner­halb des Se­mi­nar­ple­nums wer­den zum ei­nen die Pro­ble­me der Luft­qua­lität als auch in­no­va­ti­ve Hand­lungsmöglich­kei­ten ge­mein­sam mit Hei­ke Krüger, Vor­sit­zen­de von Nano-Con­trol als Stif­tung zur Ver­bes­se­rung der Luft­qua­lität, dis­ku­tiert.
GÄSTE

Heike Krüger
Vor­sit­zen­de

Rolf Merkel
Berater-Teamleiter

Als 2013 in Sabhar/Bangladesch eine Textilfabrik wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen einstürzte, es über 1.100 Tote und fast 2.500 Verletzte gab, war die Empörung weltweit groß. Dass hierzulande jährlich an die 70.000 Menschen berufskrank, sprich arbeitsunfähig werden und rund 2.500 daran sterben, löst keine Aufregung aus. Auch nicht, wenn Piloten, Crewmitglieder oder Vielflieger durch Fume Events schachmatt gesetzt werden. Die “Arbeitsmedizin” und das Monopol der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung verhindern es – indem sie eine eigene Parallelwelt aufgebaut haben: ein Schattenreich. Wir machen es transparent – zusammen mit der Süddeutschen Zeitung.

Prof. Dr. Johannes Ludwig hat zusammen mit der Süddeutschen Zeitung das Thema Arbeitsmedizin in den Focus genommen. Die intensive Recherche ist jetzt veröffentlicht auf www.anstageslicht.de begleitet von einem mehrseitigen Bericht in der Süddeutschen Zeitung am 25.05.2018 “Buch Zwei”.

Die Vorgehensweise von Arbeitsmedizin, begleitende Forschung, Unfallversicherern, Behörden und Politik wird in einzigartiger Weise dargestellt. Das völlig intrasparente System, hier Schattenreich genannt, wird aufgedeckt und zeigt: wir haben es ebenfalls mit diesen Playern in unserem Spiel zu tun, denn es funktioniert flächendeckend.

Lesen Sie selbst, was wie ein Krimi anmutet, leider aber die Realität in unserem Land ist.

www.anstageslicht.de 25.05.2018

Das Schattenreich: Arbeitsmedizin und Gesetzliche Unfallversicherung

Süddeutsche Zeitung 26.05.2018

Berufskrankheiten Diagnose: Am Job liegt es nicht

DGUV 29.05.2018

Zur Berichterstattung in der Süddeutschen Zeitung

10 Jahre Stiftung nano-Control und ein Resümee:
„Es ist schlimmer als Asbest!“

Bundesregierung 25.08.16: Feinstaub ist gefährlich und führt zu schweren Erkrankungen.
Die ultrafeinen Stäube der Laserdruckerabluft kann das menschliche Erbgut schädigen, macht Entzündungen im gesamten Körper. Der Grenzwert am Arbeitsplatz: 950 µg/m³!
Macht Feinstaub wirklich nur draußen krank? Wir fordern Grenzwerte für die Inneraumluft!

Die Pilotstudie des Bundesinstituts für Risikobewertung im Jahr 2007 zur Gesundheitsgefahren durch die Emissionen aus Laserdruckern schloss mit dem Ergebnis: „Risiken sind nicht auszuschließen, es muss weiter geforscht werden.“ Es folgten bewegte Jahre, Forschungsinitiativen, Gespräche mit Politik und Behörden, unterstützt durch die Medien.

10 Jahre danach warten wir bis heute auf Studien zur Wirkung von Laserdruckeremissionen auf den Menschen. Die bisherige Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks äußerte im VW-Skandal: „Die Nähe zwischen Industrie und Politik war zu groß.“ Parallelen sind nicht zu übersehen. Politik, Behörden und Industrie forschen seit 2009 gemeinsam, legen Standards fest, schätzen Risiken ein. Weltweite Warnungen werden in den Wind geschlagen. Wir erleben derzeit, was es heißt, wenn trotz dringender Warnungen nicht reagiert wird. Gab es auch hier einen Deal?

Es gibt es bis heute keine Expositionsstudien nach den Standards der Arbeitsmedizin, keine Vorsorgemaßnahmen und keine Grenzwerte für die Innenraumluft.

Experten und Wissenschaftler kommentierten. Politik und Behörden reagieren nicht:

Untersuchung der Partikel: „Es sieht für mich aus, wie die Entsorgung von Elektroschrott.“

Untersuchung von Lungenzellen eines verstorbenen Servicetechnikers: „Was ich sehe, ist schlimmer als Asbest.“

Druck von 200 Seiten: Untersuchung von Lungenzellen (A549) erster Hinweis auf ein gentoxisches bzw. mutagenes Potential

Ergebnis Probandenstudie: dramatischer Abfall der Lungenfunktion (FEV1-Wert) auf unter 30%.

Situation der Erkrankten am Arbeitsplatz: „Es ist ein riesiger Menschenversuch.“

Die Stiftung nano-Control konnte nur Schlimmeres verhindern durch Informationen der Bevölkerung über die Medien, Forschungen zu den Stoffen und die Wirkung auf den Menschen. Die Kommunikation mit Politik und Behörden hatte bis heute nicht zur Folge, dass die Bevölkerung vor den gefährlichen Ultrafeinstäuben und Nanopartikeln aus den Laserdruckern geschützt werden. Untersuchungen und Studien zeigen, dass Toner mit Schwermetallen, krebserregendem Carbon Black und anderen Schadstoffen belastet sind, die nachweislich beim Drucken frei werden. Laut amtlicher Messungen werden Milliarden Partikel pro Seite emittiert.

Pressemeldung der Bundesregierung 25.08.2016: „Der meiste Feinstaub entsteht durch Abrieb von Kupplungen, Bremsbelägen und Reifen. Gefahr lauert jedoch auch in Innenräumen: Kerzen, schlecht gewartete Staubsauger und Laserdrucker setzen Feinstaub in ultrafeiner Partikelgröße frei – die besonders gefährlich ist. … Er dringt in Bronchien und Lungenbläschen vor. Die ultrafeinen Partikel schaffen es sogar in den Blutkreislauf. Die Folgen reichen von Atemwegsentzündungen über Thrombosen bis hin zu Lungenkrebs.“

Die täglichen Meldungen an unser Team werden immer unerträglicher, denn es steht zu befürchten, dass die Aussage von Prof. Jonas aus 2008 sich bewahrheitet. Er sagte, was er sieht ist „Schlimmer als Asbest“. Schon damals forderten Experten eine Krebsstudie.

nano-Control liegen tausende schriftliche Meldungen von Betroffenen vor, die oft schwer erkrankt sind. Es gibt auch Todesfälle. Studien liefern inzwischen weltweit belastbare Hinweise für Entzündungen, allergische Reaktionen, zellschädigenden oxidativen Stress und sogar DNA-Schäden. Den konkreten Hinweisen auf Krebsgefahren ist nachzugehen. Das in Europa geltende Vorsorgeprinzip und der Schutz der Grundrechte auf Leben und Gesundheit zwingen zum Handeln.

Die Folgen: Onkologie: Wie chronische Entzündungen zu Krebserkrankungen führen

Menschen mit ungeklärten chronischen Beschwerden, insbesondere der Atemwege, Hautrötungen, Entzündungen der Augen und/ oder Erschöpfung sollten unbedingt klären, ob es einen Zusammenhang mit Toner/ Laserdruckgeräten gibt. Die Stiftung nano-Control bietet Betroffenen kostenlose Beratung (zur Hilfe).

Die Volksgesundheit leidet und verursacht ungeheuerliche Kosten, allein durch die Betroffenen entsteht ein geschätzter  volkswirtschaftlicher Schaden von mehr als 100 Millionen Euro. Das persönliche Leid nicht mitgerechnet. Oft bedeutet es den sozialen und finanziellen Ruin. Das Ganze im Rahmen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels. Versagt hier unser Staat? Ist die Nähe zur Industrie wichtiger?

Es ist ganz klar: die Parallele zu den Asbestfällen. Die Geschichte der Asbesterkrankten darf sich nicht wiederholen! Dann wird der Toner das neue Asbest! Schlimmer ist, dass 20 Millionen Menschen Kontakt zu den Geräten haben. Wollen wir wirklich weiter warten? Unsere täglichen Erfahrungen sagen: Warten tötet!

Pressemitteilung im PDF-Format

Geeste. Regina Cassian aus Geeste ist durch den Tonerstaub aus Laserdruckern erkrankt und nun sogar arbeitsunfähig. Sieben Jahre lang arbeitete sie in einem Copyshop in Lingen. Zum Schluss wurde sie von schweren Hustenanfällen mit Brechreiz geplagt, ihr Chef kündigte ihr wegen zu häufiger Krankschreibungen. Nun hilft sie der Stiftung nano-Control bei der Präventionsarbeit.

zum Online-Artikel

Redakteur: Konstantin Stumpe

Werne – Sie habe eine Kämpfernatur, sagt Hedwig Klein. Und die braucht sie auch – seit 2007, als sich ihr Leben schlagartig veränderte.

Die heute 58-Jährige ging am Morgen wie üblich ins Büro. Dort angekommen, bekam sie aber plötzlich keine Luft mehr. Erst später erhält die Wernerin Gewissheit, was da gerade geschehen war.

zum Online-Artikel

Redakteur: Jürgen Menke

Wie sieht es aus mit der politischen Verantwortung bei möglichen Gefahren in Deutschland?
Die weltweiten Studien werden ignoriert, Vorsorgemaßnahmen werden nicht getroffen. Dabei ist es schlimmer als Asbest!

Der WDR berichtet im politischen Fernsehmagazin Westpol über die Gesundheitsgefahren durch Toner und Laserdruckeremissionen.

Untersuchungen und Studien zeigen, dass Toner mit Schwermetallen, krebserregendem Carbon Black und anderen Schadstoffen belastet sind, die nachweislich beim Drucken frei werden. Laut amtlicher Messungen werden Milliarden Partikel pro Seite emittiert. nano-Control liegen tausende schriftliche Meldungen von Betroffenen vor, die oft schwer erkrankt sind. Es gibt auch Todesfälle. Studien liefern inzwischen weltweit belastbare Hinweise für Entzündungen, allergische Reaktionen, zellschädigenden oxidativen Stress und sogar DNA-Schäden. Weiterlesen

Green-Zones GmbH spendet für Raab und seinen
Kampf vor Sozialgerichten – Vorsicht, Toner-Feinstaub!

Hans-Jürgen Raab ist durch Emissionen aus Laserdruckern schwer erkrankt. Seit 14 Jahren kämpft Raab vor den Sozialgerichten um medizinische Versorgung und sein gutes Recht. Die Green-Zones GmbH, ein Unternehmen, das seit vielen Jahren im Bereich der Feinstaub- und Stickoxid (NOX)-Reduktion aktiv ist, wurde durch einen Spendenaufruf von nano-Control auf das Schicksal von Hans-Jürgen Raab aufmerksam und hat den Spendentopf mit bislang knapp 300 Euro mit einem Schlag auf rund 2.500 Euro gefüllt.

Damit kann Raab – schwer krank und inzwischen finanziell ruiniert – weiter für die Anerkennung seines Falles als einzig möglichem Präzedenzfall bei Berufserkrankungen durch Emissionen aus Laserdruckern gegen die Unfallkasse des Bundes kämpfen. Green-Zones unterstützt ihn mit dieser Spende, da er mit seiner kleinen Rente allein dieses Verfahren um Anerkennung der Berufskrankheit nicht mehr stemmen kann. Selbst wenn das jetzige Verfahren nicht endgültig erfolgreich sein sollte, wird Green-Zones finanziell an seiner Seite bleiben!

Green-Zones seit Jahren aktiv im Bereich Feinstaub- und Stickoxidreduktion
Green-Zones hat bereits vor Jahren aufgrund der bekannt gewordenen Emissionen sämtliche Laserdrucker aus den eigenen Büros verbannt und auch nano-Control bei der Durchführung der humanen Expositionsstudie des IUK Freiburg zu Auswirkungen bei Druckerexposition mit 20.000 Euro unterstützt. Michael Kroehnert, Geschäftsführer von Green-Zones dazu: „Wenn bei uns viel gedruckt wurde, war die Luft immer etwas seltsam, aber wir dachten uns zunächst nichts dabei, weil seitens des Herstellers der „blaue Engel“ mündlich bestätigt war. Als ich von der nano-Control-Studie zu Druckern hörte, habe ich sofort alle Laserdrucker durch Tintenstrahltechnologie ersetzt. Danach ging es allen wieder besser. Uns ist das gesamte Emissionsthema ein wichtiges Anliegen und wir setzen uns intensiv für die Reduktion von Feinstaub und Stickoxiden ein.“

Wie es zur Erkrankung von Raab kam
Mit dem Verfahren von Hans-Jürgen Raab würde deutlich werden, was zur Zeit Politik und Behörden in Deutschland vehement abstreiten: Emissionen aus Laserdruckern mit ihrem bunten Schadstoffmix aus Feinstaub, Ultrafeinstäuben, krebserregenden Schwermetall-Nanopartikeln, Carbon Back, flüchtige organische Verbindungen (VOC) und unbekannte Substanzen können schwerste Erkrankungen wie Atemwegsentzündungen, Thrombosen bis hin zu Lungenkrebs auslösen.

Hans-Jürgen Raab war ab 1999 als Vervielfältiger bei der Bundespolizei beschäftigt. 15.000 Kopien druckte er jeden Tag in einem Raum mit mehreren Laserdruckern. Alles in seinem Büro war mit dickem, schwarzem Staub bedeckt. Die Putzfrau weigerte sich, dieses Büro zu putzen, da es ihr dort auch jedes Mal gesundheitlich schlecht ging. Kollegen klagten über ähnliche Symptome.

Hans-Jürgen Raab muss bis zu 16 Medikamente täglich einnehmen, war mit 48 Jahren Frührentner und möchte heute Mitmenschen über Auswirkungen von Tonerstaub aufklären.

 

Der ständigen Hitze durch die Laserdrucker, Feinstaub sowie giftigen Dämpfen ausgesetzt, wurde er krank: Juckreiz am ganzen Körper, Hustenanfälle mit Atemnot, Augenjucken und Augentränen, Kopfschmerzen, offene Handekzeme, Taubheit an Händen und Füßen, Stimmlähmungen bis hin zur Krebserkrankung waren die Folge. Inzwischen wurden die Schilddrüse, Lymphknoten und ein Teil des Dickdarmes entfernt. Aktuell erholt er sich von einem Herzinfarkt, den er vor wenigen Monaten erlitten hat.
2003: Antrag auf Anerkennung einer Berufskrankheit an die Unfallkasse des Bundes
2009: Sozialgericht Fulda Anerkennung als Berufserkrankung in erster Instanz.
Aktuell: Landessozialgericht in Darmstadt Berufung durch Unfallkasse
Vorzeitige Todesfälle durch Luftverschmutzung
Mitte Oktober 2017 hat die Europäische Umweltagentur (EEA) berichtet, dass im Jahr 2014 rund 520.000 Europäer an den Folgen von Luftverschmutzung gestorben sind, mehr als 80.000 davon in Deutschland. Rund 400.000 dieser Todesfälle in Europa (doppelte so viele wie durch Alkohol) und etwa 66.000 in Deutschland ließen sich auf die Belastung durch Feinstaub zurückführen, teilte die EEA mit.
Durch die Luftverschmutzung – auf Straßen, aber auch in geschlossenen Räumen – verkürzt sich die Lebensdauer der Menschen und sie kann ernsthafte Krankheiten, wie Herzerkrankungen, Atemwegsprobleme und Krebs begünstigen. Insbesondere von der Problematik in geschlossenen Räumen – etwa durch Laserdrucker verursachte Krankheiten – wissen die meisten Menschen gar nichts.
Ein weiterer Grund für die Green-Zones GmbH, jegliche Luftverschmutzung zu bekämpfen!
Für weitere Informationen empfiehlt sich der Film von Peter Franz, der im Auftrag der internationalen Stiftung nano-Control hergestellt wurde. Der Film informiert mit Hilfe namhafter Experten wie Prof. Michael Braungart und Dr. Hermann Kruse, Toxikologe der Uni Kiel, über die Gesundheitsrisiken durch Toner und Emissionen aus Laserdruckern, denen Millionen Menschen ahnungslos und schutzlos ausgeliefert sind. Mehr auch unter www.nano-control.org, www.sicher-drucken.de und www.krank-durch-toner.de.

Pressekontakt: Dr. Christine Kalb, ch.kalb@c-zwei.de, 0171 – 718 3231. www.green-zones.eu

Druck

ARD Plusminus Giftige Drucker

MDR Hauptsache gesund