10 Jahre Stiftung nano-Control

Liebe Mitglieder des Stiftungsrates, liebe Stifterinnen und Stifter, liebe Förderer und Paten, liebe Freunde und Leser!

Am 21.04.2018 feiert die Stiftung nano-Control ihr 10-jähriges Bestehen in Ahrensfelde-Blumberg nahe Berlin. Der Rückblick zeigte eine Geschichte mit stürmischen Zeiten: erste Studien gaben Hoffnung, die Wirkung von Emissionen von Laserdruckern auf den Menschen zu beweisen, Vorbereitung auf eine Sammelklage, Besuche im Bundestag, bei Herstellern und Behörden. Es folgten Enttäuschungen, aber auch einen kontinuierlichen Aufbau von Wissen, viele, viele Medienberichte zum Thema mit dem Fazit, die Stiftung, speziell Achim Stelting wurden als Player in dem großen Spiel wahrgenommen.

2018 war nicht minder spannend: zu Beginn des Jahres sendete der WDR Westpol und im Februar gab es einen Beitrag in der ZDF Heute Show, ohne unser Zutun. Die Hoffnung war immer, dass das Bewusstsein wächst, dass auch Feinstaub im Innenraum nicht besser ist als der, den wir draußen einatmen. Hier wurde es thematisiert.

Das Bundesumweltministerium hat uns eine deutliche Abfuhr erteilt. Sie werden das Thema nicht wieder aufnehmen. Der Schriftverkehr schaffte aber auch große Aufmerksamkeit bei Experten, Politikern und Presse. Intern und extern versuchen wir uns neu zu formieren und auszurichten. Wichtig sind z.Zt. der Aufbau eines schlagkräftigen Teams, der Aufbau neuer Kontakte und die Schaffung einer finanziellen Basis, die die Stiftung für die Zukunft sichert. Hochgesteckte Ziele, die wir nun nach und nach angehen, da unsere Kapazitäten im Ehrenamt begrenzt sind.

Im ersten Halbjahr haben wir uns mit administrativen Dingen beschäftigt. Die DSGVO trat am 25.05.18 in Kraft. Wir waren vorbereitet. Inzwischen kümmert sich ein Datenschutzbeauftragter um die rechtlichen Vorgaben. Am 08.08.18 wurde endlich, nach 10 Monaten intensivem Schriftverkehr auch die Satzungsänderung von der Justizbehörde genehmigt. Der Vorstand hat Webinare belegt, um die Organisation fit für die Zukunft zu machen. Viel Arbeit, die aber spannende neue Erkenntnisse brachte. Wie Sie sehen: einen großen Teil unseres Engagements wird durch administrative Aufgaben gebunden.

Im August 2018 haben wir der neuen Bundesumweltministerin Svenja Schulze geschrieben. Prompt kam die Antwort, dass der Kalender der Ministerin keinen Terminvorschlag zulässt, auch auf Hausleitungsebene nicht.

Zwischenzeitlich fanden wir heraus, dass der Chef der Innraumluftkommission Prof. T. Salthammer in einer internationalen wissenschaftlichen Veröffentlichung mitteilte, dass der einzige relevante Eintrag von luftgetragenen Partikeln in Büros mit ernstem Gesundheitsrisiko für den Menschen von Laserdruckern ausgeht, finanziert durch das BMU.

Das Bundesumweltministerium finanzierte auch eine 2015 publizierte Studie zu Kerzenabbrand, Toasten und Braten mit 56 Probanden! Alle auch für uns relevanten Parameter wurden untersucht. Eine große Chance zur Aufklärung wurde verpasst. War das Absicht?

Wir werden weiter nachhaken, fragen, auf Klärung drängen, denn dies ist ein Skandal. Behörden und Politik verweigern nachweislich die Aufklärung toxischer Stoffe auf den Menschen.

Werden Sie Teil unserer Gemeinschaft als Förderer mit 50 € / Jahr, um den Schutz der Atemluft im Innenraum zu erreichen.

Wie Sie uns unterstützen können finden Sie auf unserer Homepage unter HELFEN.

Herzlichen Dank allen Helfern und Unterstützern, frohe Weihnachten und allen ein gesundes und erfolgreiches 2019!

Ihr nano-Control-Vorstandsteam
Heike Krüger, Walter Zöpf & Jürgen Gentemann

 

 

 nano-Control – Feinstaub: Schutz der Atemluft im Innenraum, unsere Bilanz 2018

Schädigungen durch Toner und Laserdruckgeräte an die Öffentlichkeit zu bringen, sie wissenschaftlich aufzuklären und zu stoppen und den Betroffenen zu helfen, sind die satzungsgemäßen Aufgaben unserer Stiftung, für die wir uns mit Überzeugung einsetzen.

Information und Öffentlichkeitsarbeit

  • 2018 haben wir die Datenbank und die Homepage der Stiftung entsprechend den Vorgaben der DSGVO überarbeitet. Unseren Datenschutzbeauftragten erreichen Sie unter datenschutzbeauftragter@nano-control.org.
  • Die neue Webseite nano-control.org bietet der Organisation und den Betroffenen ein einmaliges Informationsangebot und eine Übersicht über die Abläufe in der Stiftung.
  • Die Petition „Schlimmer als Asbest“ bei  Campact we act (https://weact.campact.de/p/gesunde-raumluft-tinte-statt-toner) haben 5.000 Menschen unterschrieben und wird solange fortgesetzt, bis die Forderungen erfüllt sind.
  • 820 Personen folgen uns auf Facebook und 423 auf Twitter.
  • In vielen Gesprächen, Telefonaten und Schreiben haben wir auch 2018 gegenüber Politik und Behörden Überzeugungsarbeit geleistet. Informationen an die Presse, Experten und Organisationen folgten. Hier gab es interessante Rückantworten. Mit diesen Kontakten wollen wir auf Sicht Kontakt aufnehmen, um evtl. Kooperationen zu eruieren.
  • Das Newslettersystem haben wir durchforstet und schreiben nur noch interessierte Personen an. Dies hat die Kosten hierfür drastisch reduziert und war im Hinblick auf die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) erforderlich.
  • Seit Gründung der Stiftung haben wir weit über 200.000 Flyer verteilt und versandt. Auf der Webseite stehen zudem verschiedene stets aktuelle Informationsblätter für Mediziner, Arbeitgeber, Hotels und Restaurants sowie Schulen und Kitas zum Download bereit.

Forschung

nano-Control hat sich vor allem gegründet, um für die notwendige Erforschung der Risiken zu sorgen, die der Staat versprochen, aber unterlassen hat. Bis 2018 wurden über 100.000 € an Spenden für die Forschung aufgebracht. Die Ergebnisse der Expositionsstudie und der Partikelstudie liegen uns in deutscher Sprache vor. Ein Plakat über die Probandenstudie wurde bei einem Kongress in Dubai vorgestellt. Dieses liegt in englischer Sprache vor.

  • Nach der Expositionsstudie an Menschen konnte 2016 am IUK Freiburg auch die sog. Partikelstudie erfolgreich abgeschlossen werden. Durch Nachuntersuchungen von Tonern konnte nachgewiesen werden, dass die gefährlichen in Tonern gefundenen Metalle, u.a. Aluminium über die Emission in menschliche Lungenzellen eindringen und diese schädigen.
  • 70 Toner wurden umfassend auf Metalle untersucht und die Analysen ausgewertet.
  • nano-Control hat 2018 wichtige Kontakte zu Experten gepflegt, um für die weitere Aufklärung zu sorgen.

Hilfe für Betroffene

Kompetente und kostenlose Hilfe für betroffene Menschen ist seit über 18 Jahren ein Kernstück unserer Arbeit. Durch Konzentration auf ein Kompetenzteam von Beratern und wertvolle Informationen auf unserem neuen internen Webportal und der neuen Datenbank wird unser Angebot 2018 laufend weiter optimiert.

Internes

  • Durch das Konzept nC2.0 wurde die Stiftungsarbeit durch Schwerpunktsetzung auf die Information (Webseiten, Newsletter, Petition), Zentralisierung, Straffung der Betreuungsarbeit, Öffnung für Nichtbetroffene, verbesserte IT-Unterstützung und Vernetzung optimiert und international ausgerichtet.
  • Bei der Stifterversammlung im April wurde der neue Stiftungsrat gewählt. Wir bedanken uns bei Bernhard Ziemer, Uwe Abtmeyer, Elfie Lübke und Ralf Ketelhut für die Annahme ihrer Ämter.
  • Finanzen
    • Der Stiftungsrat hat dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 Entlastung erteilt.
    • Die Stiftung hat 109 Stifter. Das Stiftungsvermögen erbringt, wie in den Vorjahren, aufgrund der Zinslage weiterhin kaum Einnahmen, so dass die Stiftungsarbeit weiterhin zu fast 100 % aus laufenden Spenden finanziert werden muss. Eine kontinuierliche Arbeit durch regelmäßige Spenden wird durch den Förderkreis gesichert, der weiter vergrößert werden muss. Dies ist für die Stiftung die Basis für kontinuierliches Arbeiten. Geplant ist, weitere Firmen als Paten zu gewinnen.
    • Die finanzielle Entwicklung ist leicht negativ. Es hat einige Austritte im Bereich des Förderkreises gegeben.
    • Die Mitarbeiter der Stiftung arbeiten ehrenamtlich. Die Verwaltungskosten liegen auf einem Tiefstand. Dadurch kommen die Spenden zu einem sehr hohen Anteil direkt den Stiftungszielen zu Gute. Die Ausgaben entfielen zu über 80 % auf die Hauptaufgabe der Information und Hilfe für Betroffene.
    • Der Finanzbericht 2018 wird dem Stiftungsrat, der Stiftungsbehörde und dem Finanzamt Hamburg-Nord nach unabhängiger Kassenprüfung Anfang 2019 vorgelegt.

 

Ausblick 2019

Die Stiftung wird sich auch 2019 dafür einsetzen, die vermeidbare und gesundheitsschädigende Belastung unserer Atemluft zu stoppen. Es gibt keinen ersichtlichen Grund zwischen Außen- und Innenluft zu unterscheiden. Feinstaub macht überall krank!

Wenn Sie unsere Arbeit wichtig finden, dann unterstützen Sie uns! Wir würden uns freuen, wenn Sie sich entscheiden, uns aktiv zu unterstützen. Es geht weiter!!

Jahresbericht 2018 als PDF-Datei zum Download

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