Es gibt einen neuen Blauen Engel für
Bürogeräte mit Druckfunktion (Drucker und Multifunktionsgeräte)
1/50 RAL-UZ 205 Ausgabe Januar 2017
Vergabegrundlage für Umweltzeichen

Dieser neue Blaue Engel zeigt sich mit derselben Problematik wie der Vorgänger. Die Partikelanzahl-Begrenzung wurde scheinbar nach Gutdünken vergeben. Analysiert wurden partikulären Emissionen als Vergabegrundlage für den Blauen Engel im Jahr 2011 durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und Umweltbundesamt rein physikalisch und chemisch. Eine toxikolische Untersuchung fand nicht statt. Unsere 70-Toner-Untersuchung zeigte eindeutig, dass eine Vielzahl von Schwermetallen in Nanopartikel-Größe in die Raumluft abgegeben werden (bestätigt durch IUK Freiburg und Harvard University, Boston). Dass diese Stoffe nicht als Verunreinigungen vorhanden sind, zeigt sich in den Tonerpatenten. Hier sind die verschiedenen Metalle bei den Herstellern namentlich als Zusatz für den Druckvorgang genannt, gehören zu den Rezepten. Es ist also kein hygienisches Problem von stofflichen Verunreinigungen.

Hier ist dringender Handlungsbedarf aus Vorsorgegründen durch die Behörden nicht nur beim Blauen Engel.

Noch wichtiger ist, die Grenzwerte für die Innenraumluft für diese gefährlichen Stoffe festzulegen. Diese sind ebenfalls nach einem anzahlbasierten Messverfahren festzulegen. Die Behörden legen heute Richtwerte nach µg/m³, also nach dem Gewicht fest. Auch bei großer Anzahl werden die Richtwerte nie erreicht und die Behörden geben immer wieder Entwarnung.

Nachfolgend ein Auszug aus der Entwicklung des Prüfverfahrens zum Blauen Engel. Hier wird ganz deutlich dargestellt, dass diese kleinsten Partikel nur gezählt und nicht gewogen werden können!

Treten ultrafeine, feine und ggf. auch grobe Partikel in einem Aerosol gemeinsam auf, können besonders die ultrafeinen Partikel aufgrund ihres geringen Beitrags zur Gesamtpartikelmasse in einem Aerosol gravimet
risch kaum – jedenfalls nicht mit der für ein Vergabekriterium erforderlichen Genauigkeit und Unterscheidungsschärfe – quantitativ nachgewiesen werden. Die Gesamtmasse in einem nur aus UFP bestehenden Aerosol kann für eine gravimetrische Messung zu gering sein; die erforderliche Abscheidung auf ein Trägermedium (Filter, Impaktorsubstrat) muss zudem mit hoher unbekannter Effizienz erfolgen. Die Gravimetrie ist keine kontinuierliche Methode und
nicht in der Lage, rasche zeitliche Veränderungen zu erfassen. Die Gravimetrie stellt damit insgesamt keine geeignete Methode dar, um die anzahlbezogen dominierende Fraktion von aus Bürogeräten emittierten UFP und FP zu quantifizieren.
http://docplayer.org/46633141-Texte-74-2013-umweltbundesamt-umweltforschungsplan-des-bundesministeriums-fuer-umwelt-naturschutz-und-reaktorsicherheit.html

Die Sicherheit, die uns vorgegaukelt wird, gibt es nicht! Wir werden bestimmt weitere 10 Jahre neben den Altgeräten sitzen, ohne zu wissen, mit welchen Stoffen die Atemluft in großer Menge belastet ist.

Während des Druckprozesses wird die Freisetzung von TVOC, Benzol, Styrol, sowie Ozon, Staub (gravimetrisch) und Partikel (Anzahlkonzentration) gemessen.
Die Anforderungen an die Partikelemissionen gelten für große Standgeräte > 250 Liter und hoher Druckgeschwindigkeit (Monochrom ab 60 ppm und Farbe ab 40 ppm) ab dem 01.01.2019.

Diese großen Laserdruck-Geräte erhalten die Zertifizierung bis zu diesem Datum ohne Messung der Emissionen!

Dies ist neu:

Begrenzung des Einsatzes von Schwermetallen Tonern und Tinten dürfen keine Stoffe zugesetzt sein, die Quecksilber-, Cadmium-, Blei-, Nickel- oder Chrom-VI-Verbindungen als konstitutionelle Bestandteile enthalten. Ausgenommen sind hochmolekulare Nickel-Komplexverbindungen als Farbmittel. Herstellungsbedingte Verunreinigungen durch Schwermetalle, wie z.B. Kobalt- und Nickeloxide und zinnorganische Verbindungen, sind so gering wie technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar zu halten (Minimierungsgebot).

Die Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamts (IRK) empfiehlt einen Prüfwert für Emissionskammermessungen von 3,5 x1011 Partikel je 10 Minuten Druckzeit. Dieser von der Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK) festgelegte Prüfwert wurde aus dem hygienischen Gesamtzusammenhang abgeleitet. Die IRK verzichtete daher und angesichts der unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung der aus elektrofotografischen Druckgeräten emittierten Partikel auf eine toxikologi- sche Einzelfallbetrachtung und stellt den Prüfwert stattdessen in den hygienischen Gesamtzusammenhang der Exposition im Büro und zu Hause. Dies bedeutet, dass bei seiner Festlegung sowohl die aus gängigen elektrofotografischen Druckgerätetypen und bei darin ablaufenden Vorgängen beobachteten Partikelmengen – als auch die die typischen stofflichen Partikelbestandteile und Partikelgrößenspektren berücksichtigt wurden.

Weitere Informationen und die Vergabekriterien für die Hersteller finden Sie auf der Seite Blauer Engel.

Antwort im Auftrag
der Bundeskanzlerin
am 18. September 2017 Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Krüger,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.
Ihr Anliegen ist nachvollziehbar, weil sich die Menschen in Mitteleuropa heute durchschnittlich 90 Prozent der Zeit in Innenräumen aufhalten. Sie sind dort vielen Substanzen ausgesetzt – nicht alle sind gesundheitlich unbedenklich.

Die Bundesregierung ist sich dessen bewusst und hat gehandelt. So wurde der Ausschuss für Innenraumrichtwerte (AIR) eingerichtet, der bundeseinheitliche, gesundheitsbezogene Richtwerte für Schadstoffe in der Innenraumluft festlegt. In dieser Arbeitsgruppe arbeiten Expertinnen und Experten des Bundes und der Länder zusammen. Die Geschäftsstelle führt das Umweltbundesamt (UBA).
Auf der Grundlage toxikologischer Untersuchungen hat der AIR für eine Reihe von gesundheitsschädlichen Substanzen Innenraumrichtwerte abgeleitet. Als Richtwert I (RW I) gilt dabei die Raumluftkonzentration einer Substanz, bei deren Erreichen oder Unterschreiten selbst nach lebenslanger Belastung keine gesundheitlichen Wirkungen zu erwarten sind (Vorsorgewert). Der RW II bezeichnet den Wert, bei dessen Überschreiten sofortiges Handeln zur Minimierung der Raumluftbelastungen erforderlich ist (Eingreifwert).
Anhand dieser Richtwerte lässt sich im Einzelfall abschätzen, ob bestimmte Schadstoffkonzentrationen gesundheitlich bedenkliche Werte erreichen und Maßnahmen nötig sind. Das UBA hat auf seiner Internetseite eine Liste aller Innenraumrichtwerte eingestellt und bietet dazu auch Informationsveranstaltungen an.

Weitere Hinweise finden Sie hier:

Informationen des Ausschusses für Innenraumrichtwerte
http://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/kommissio…
Schwerpunkte 2017: Jahrespublikation des Umweltbundesamtes
http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/schwerpunkte-…
Fachgespräch „Gesundheitliche Bewertung der Innenraumluftqualität“ am 15. September 2017
http://www.umweltbundesamt.de/service/termine/fachgesprae…
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

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Hier lesen Sie den Grund für die Nichtübertragung des fertigen Berichtes. Folgende Antwort haben wir auf Nachfrage bei Plusminus bekommen:

Liebe Heike Krüger,
Air Berlin als Unternehmen mag nicht mehr zu retten sein. Aber umso spannender ist ja, wie es mit der Airline wo und in welcher Konstellation weitergeht.
Und als Wirtschaftsmagazin müssen und wollen wir natürlich über das aktuell beherrschende Wirtschaftsthema berichten.
Leider muss dafür ein anderer Beitrag weichen, der aber bei nächster Gelegenheit gesendet wird.
Herzliche Grüße in der Hoffnung auf Verständnis

Spannend geht anders und das Verständnis hält sich sehr in Grenzen! Weiterlesen

Am 9.7.2017 baten wir den Kanzlerkandidaten Martin Schulz, uns zu einem neuerlichen Termin ins Bundesumweltministerium zu begleiten.Am 26.7.2017 erhielten wir auf Nachfrage Nachricht, dass man unsere Anfrage im Haus sucht. Nun endlich nach 4 Wochen wurde es wohl gefunden und beantwortet.

Wer, außer ihm, könnte uns helfen, diesem SPD-geführten Haus deutlich zu machen, dass auch ein deutsches Ministerium weltweite Forschung wahrnehmen muss. Weiter sind sie zu Vorsorgemaßnahmen verpflichtet. Lesen Sie die Antwort. Sie werden staunen!

6 Wochen nach unserem Besuch im Bundesumweltministerium am 15.05.2017 erhielten wir einen Aktenvermerk. Diesen konnten wir nicht unkommentiert lassen und möchten Ihnen hier Gelegenheit geben, sich einen Eindruck von diesem hoffentlich einmaligen Erlebnis zu geben. Erwartet haben wir ein offenes Gespräch. Wir wollten dem Staatssekretär Flasbarth einen 10-Punkte-Plan und vor allen Dingen unser Petition “Schlimmer als Asbest” übergeben. Es war kein herzlicher Empfang, ein sehr kurzer Besuch und hat uns deutlich gezeigt: wir sind nicht erwünscht.

Lesen Sie selbst:

Aktenvermerk und Kommentierung Besuch am 15.05.2017 nano-Control Besuch im Bundesumweltministerium, Berlin

 

 

Das Tonerstaubattentat – Über den Autor und weitere Mitwirkende

Weiter zu den Rezensionen bei Hugendubel

Der 73-jährige Reiner Staub ist ein intimer Kenner der Kopierer- und Druckergeschichte sowie deren rasanten Technikhistorie. Er war vier Jahrzehnte als Kopierer-Betreiber, Büromaschinenhändler und Copyshopoperator in Segen und Übel der von Chester Carlson 1938 eingeleiteten Elektrofotographie-Epoche mit ihren Innovationen vom einfachen Schwarz-Weiß-Ablichter und Nasskopierer zum Lasergerät, Farbkopierer und Tintenstrahler hautnah eingebunden. Weiterlesen

nano-Post- Gute Infos – gute Besserung

31.03.17, 3 SAT (Wdhlg.  v. 15.08.2016, ARD)

Die Story im Ersten: Asbest – Die tödliche Faser

Warum die Gefahr noch lange nicht vorbei ist, Film von Sigrid Born und Nicole Würth,

http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Die-Story-im-Ersten-Asbest-Die-t%C3%B6dlic/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=37163850

weitere Infos:

 

nano-Post: gute Infos – gute Besserung


Thank You for calling, Ein Film von Klaus Scheidsteger

http://www.ty4c.com/

Achim Stelting, nano-Control: Dieser packende Thriller über den wissenschaftlichen und juristischen Kampf mutiger Menschen in den USA gegen die Mobilfunkindustrie um die Wahrheit gesundheitsschädigender und krebserzeugender Wirkungen ist ein Update vom Handykrieg, der nach erfolgreicher erster Instanz nun in die Berufung geht. Weiterlesen

Laserdrucker emittieren Milliarden Nanopartikel pro Seite und stehen schon lange im Verdacht gesundheitsschädigend zu sein. Inzwischen gibt es über 150 Studien aus aller Welt, darunter allein 15 Publikationen des Harvard Center for Nanotechnology and Nanotoxicology, die neben den Emissionen von metallischen Nanopartikeln, Carbon Black, VOC und PAK zunehmend auch die Gesundheitsschädigungen bestätigen (vgl. UMG 3/16). Forschern des IUK Freiburg gelang der Nachweis, dass metallische Nanopartikel aus den Tonern von Laserdruckern in Lungenzellen eindringen und schädigen. PEPs –printer emitted particles- können offenbar auch DNA-Schäden und Alzheimer-Plaques potenzieren.
Seit 13 Jahren wird die zugesagte Aufklärung und Beseitigung der Risiken, die viele Millionen Menschen betreffen, vom Bundesumweltministerium verzögert und verhindert. Am 25.8.2016 wies die Bundesregierung erstmals in dem Artikel Schadstoffemissionen senken – Luftverschmutzung macht krank öffentlich auf lebensgefährliche Emissionen aus Laserdruckern hin. Die Grünen brachten im Januar den Antrag „Innenraumluft sauber halten – Partikelfreisetzungen aus Laserdrucken beenden“ (Drucksache 18/10874) im Bundestag ein.
Jetzt berichtet CBS über zwei Todesfälle in Kalifornien und unter Verdacht stehen giftige Emissionen eines 3D-Druckers: „Poisonous 3D Printer Blamed for Killing California Couple“,
Tatsächlich emittieren auch 3D-Drucker große Mengen ultrafeine Partikel. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27196745 und sind damit ein neues Risiko für die Bevölkerung.
Diese Erfahrungen werfen die Frage auf, wer schützt die Bürger vor den Risiken neuer Technologien? Warum ist die Innenraumluft, also die direkte Atemluft der Menschen, noch immer ungeschützt?

Kontakt

E-Mail: presse[at]nano-control.org

Informationen für Arbeitgeber, Unternehmen, Geschäftsinhaber, Arbeitnehmer, Betriebs-/ Personalräte, Gewerkschafter

Gesundheit schützen und Kosten senken

Chronische Erkrankungen, Burn-Out  und Krebsfälle nehmen dramatisch zu. Krankschreibungen haben einen Höchststand erreicht. Diese Entwicklung verursacht viel Leid und hohe Kosten und sie hat Ursachen.

Die SWISS-Re zählt Nanopartikel und Chemikalien zu zwei der sechs größten Risiken für die Menschheit. Die WHO hat Feinstaub als krebserregend eingestuft und der kommt auch aus Laserdrucken und Kopierern. Die Bundesregierung hat am 25.08.2016 öffentlich auf lebensgefährliche Entzündungen der Atemwege, Thrombosen und Lungenkrebs durch ultrafeine Partikel aus Laserdruckern hingewiesen. Millionen Geräte stehen in deutschen Betrieben.

 

Wussten Sie das?

  • Die Feinstaubgrundbelastung in deutschen Büros liegt über dem EU-Außengrenzwert von 40 µg/m3. Wenn auf der Straße Fahrverbote drohen, werden in den Büros die Drucker erst eingeschaltet.
  • Toner sind regelmäßig mit gefährlichen, allergenen und sogar krebserregenden Schadstoffen, wie Metallen, z.B. Nickel, Aluminium, Kobalt, Chrom, Blei und krebsverdächtigem Carbon Black belastet.
  • Toner für Laserdruckgeräte sind nicht nur Feinstäube sondern auch Nanostäube, die alle körperlichen Schutzmechanismen überwinden und sogar das Gehirn erreichen können? Die winzigen Partikel wurden schon in Lungenzellen und im Bauchfell entdeckt.
  • Laserdrucker emittieren bis zu 8 Milliarden Partikel pro Seite oder fast eine Billion in 10 Minuten und das ungefiltert.
  • Emissionen aus Laserdruckgeräten können schon nach Minuten Entzündungen, allergische Reaktionen, zellschädigenden oxidativen Stress, signifikante genetische Veränderungen und sogar DNA-Schäden verursachen. Das heißt Krebsgefahr. Aktuelle Studien zeigen, dass sogar gesunde Menschen nach kurzen Belastungen reagieren. Alzheimer Plaques werden durch PEPs (printer emitted particles) potenziert.

Die Erkrankungen beginnen meist wie eine verschleppte Erkältung, oft auch mit Rötungen der Augen, oder der Haut. Schnell kommt es zu Reizhusten. 81 % werden chronisch krank und 40 % schwer bis sehr schwer. Als Folge der chronischen Entzündung kommt es oft zu chronischer Erschöpfung, 25 % werden berufsunfähig! Tausende Erkrankungsfälle hat nano-Control bereits registriert, doch das ist nur die Spitze des Eisbergs.

 

So einfach können Sie das Problem lösen

Moderne Tintendrucker sind längst mindestens genauso leistungsstark wie Tonerdrucker und sparen laut Herstellerangaben bis zu 96 % Strom, 94 % Material und Abfall und 50 % Druckkosten. Vor allem aber sind sie emissionsarm und schonen die Gesundheit. Filter für Laserdrucker können die Emissionen deutlich reduzieren. Konica Minolta baut als erster Hersteller in alle Drucker und Kopierer sogar Filter ein. Geräte mit Blauem Engel sind keine Lösung!

Stoppen Sie die krankmachenden und vermeidbaren Belastungen zum Wohle Ihrer Mitarbeiter und Kunden. Sparen Sie Druckkosten und werben Sie mit gesunder Raumluft. – Atmen heißt Leben!  Gern beraten wir Sie.

 

Download: nc-info-agubp