Gefährliche Laserdrucker
16.08.2017 21.45 Uhr in ARD, Plusminus

Prof. Michael Braungart vom Hamburger Umweltinstitut, der vielen von uns bekannte HNO-Arzt Dr. Jürgen Palm mit seiner Patientin Anja Haumann und Heike Krüger, 2. Vorsitzende der Stiftung nano-Control wurden vom Fernsehjournalisten Michael Houben und seinem Team interviewt.

Gefährliche Laserdrucker: Toneranalysen, Studien, Blockade der Behörden und die Folgen

Am 16.08.17 um 21.45 Uhr berichtet ARD Plusminus über das Ergebnis von 70 Toneranalysen, die die Stiftung nano-Control in Auftrag gegeben hat.

Diese Untersuchung bietet erstmals einen breiten Überblick über die Metallbelastung von Tonern für Laserdrucker und Kopierer, die mit über einer Milliarde Geräten weltweit und Milliarden emittierter Partikel pro Seite Druck ungefiltert die Atemluft von Menschen belasten.

Hintergrund

Toner sind das Druckmedium für Laserdrucker und Kopierer und gelten als giftig. Toner und die nach dem Druckvorgang resultierenden Emissionen enthalten z. B. flüchtige organische Verbindungen, aber auch feste Partikel wie zahlreiche Metalle und Carbon Black, diese zum Teil in Nanopartikelgröße als Additive. Die Rezepturen der einzelnen Toner werden von den Herstellern als Betriebsgeheimnis geheim gehalten. Nähere Angaben erfährt der Verbraucher über die Sicherheitsdatenblätter nicht. Hinweise über die Zusammensetzung geben aber die Patente der Toner. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hatte nach vier Jahren Untersuchungen und Bewertung keine Kenntnis der Zusammen-setzung. Nachdem das IUK Freiburg 2016 im Rahmen einer Studie festgestellt hatte, dass Nanometalle aus den Tonern über die Emission in Lungenzellen eindringen und zellschädigenden oxidativen Stress auslösten, nahm nano-Control die Metallbelastungen mit dieser breit angelegten Untersuchung in den Fokus.

Die von den Behörden verleugnete Gefahr der möglichen Erkrankung durch Toner und Laserdruckeremissionen und deren Wirkung auf den Menschen wird erörtert. In der Studie der Bundesanstalt für Materialwirtschaft und -forschung wurde 2011 nachgewiesen, dass Milliarden Partikel gemischt bei einer Seite Druck aus dem Laserdrucker austreten. Die Zusammensetzung dieser Emissionen sind bis heute nicht vollständig erforscht. Tierversuche und humane Studien zu den Wirkungen werden in Deutschland verhindert. Die Kurzstudie der DGUV, der Verband der Unfallversicherer konnte auch keine Klarheit verschaffen.

Laserdrucker sind der Diesel-Motor im Büro. Menschen werden unfreiwillig als Filter eingesetzt.

Ein Professor konnte dies schon 2008 belegen: Er sagte damals: „Das, was ich sehe, ist schlimmer als Asbest.“

Unsere Forderung ist eine unabhängige, seriöse Studie, Anerkennung in den BG-Verfahren und Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz. Die Geräte müssen in separaten Räumen aufgestellt werden bis die möglichen Risiken für die Gesundheit erforscht sind. Es gilt das Vorsorgeprinzip!