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Sehr geehrte Frau Bundesumweltministerin Lemke,

sehr geehrter Herr Bundesarbeitsminister Heil,

sehr geehrte Damen und Herren,

 

innerhalb von nur zwei Jahren haben sich unsere Welt und viele Rahmenbedingungen dramatisch verändert. Wir müssen vieles für uns selbst aber auch besonders für zukünftige Generationen neu denken. Dies betrifft insbesondere auch die Basis- und Rahmenbedingungen für unser aller Leben.

Die Stiftung nano-Control setzt sich seit vielen Jahren satzungsgemäß für die Schaffung von Rahmenbedingungen (Schaffung von gesetzlichen Grenzwerten) zur nachhaltigen Verbesserung der Innenraumluftqualität ein. Unser erklärtes Ziel ist die Vermeidung gesundheitsschädigender Auswirkungen von feinen und ultrafeinen Stäuben und Chemikalien in Innenräumen durch moderne Massentechnologien und Produkte.

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es bis heute keine gesetzlichen Regelungen zur quantitativen und qualitativen Messung und Beurteilung der Innenraumluftqualität.

Eine Hauptursache hierfür ist sicher auch die Altlastenproblematik, wie Asbest, Holzschutz usw.

Im Rahmen der Diskussionen in den vergangenen 2 Jahren wurde klar, dass ein Virus die Gefahrenlage in den Innenräumen nun noch weiter verschärft. Klar wurde auch, dass es keine hundertprozentige Lösung gibt, doch ein größtmöglicher Schutz nötiger denn je ist.

Derzeit geraten Menschen unverschuldet in Situationen, die sie finanziell und gesundheitlich ruinieren kann. Diese Menschen tragen den Schaden, den sie nicht beeinflussen können, ganz allein. Sie erhalten keine Anerkennung in Berufskrankheiten-Verfahren, keine Anerkennung als Schwerbehinderte und werden auch bei der Begutachtung der Rentenversicherung als „gesund“ eingestuft. Experten der Umweltmedizin sind in Deutschland regelmäßig Privatmediziner, die Erkrankten erhalten nur in Ausnahmefällen eine Erstattung ihrer Kosten.

Ein Europäisches Ziel für die Zukunft ist nun benannt worden, die „Zero Emission“ Strategie.

nano-Control macht fortlaufend darauf aufmerksam, dass die Emissionen aus Laserdruckern eine absolut vermeidbare, zusätzliche Gefahr darstellen. Hierfür gibt es Lösungen und Alternativen.

Eine alternative Technologie sind beispielsweise Tintenstrahldruckgeräte. Laserdruckgeräte, die allesamt signifikante Feinstaub- und Nanopartikel-Emittenten sind, müssen gesetzlich verpflichtend in separaten Räumen aufgestellt und vom Innenraumluftaustausch abgetrennt (isoliert) werden. Auch Filter für solche Feinstaubemittenten müssen zur Pflicht werden.

Die Technik und die Möglichkeiten dafür sind allesamt vorhanden. Es fehlt einzig an verpflichtenden, gesetzlichen Vorgaben für die Innenraumluft, speziell für die Büros und den Bereich Home Office.

 

Übel an der Wurzel packen

Wir müssen als oberstes Prinzip die Emittenten von gesundheitsgefährdenden Emissionen im Innenraum vermeiden. Das Vorsorgeprinzip muss damit direkt verknüpft sein.

Saubere, gesunde Raumluft (Atemluft) muss das Ziel sein. Nur im Einzelfall und dem Stand der Technik entsprechend, dürfen unvermeidbare Immissionsquellen in Innenräumen noch toleriert werden.

Diese Einzelfälle müssen auf der Basis entsprechender Messungen wissenschaftlich quantitativ und qualitativ bewertet werden.

Der Gesetzgeber muss darauf basierend verpflichtende Vorgaben für den Betrieb solcher, unvermeidbarer Immissionsquellen in Innenräumen erarbeiten.

Hier können Maßnahmen wie Zwangslüftung oder auch Luftreinigung zu möglichen, zwingenden Vorgaben werden, wenn dies aus wissenschaftlicher Sicht angeraten ist.

 

Neue Baustellen (Emittenten) im Auge behalten

3-D-Drucker haben ein neues Fenster geöffnet, denn dies ist im Vergleich zu einem Laserdrucker ein komplett anderer Prozess. Hier braucht es keines Magnetits, um die Druckpartikel zweidimensional zu positionieren, hier geht es vor allem um die Schmelze, die chemische Bruchstücke erzeugt.

Hier sind  ganz verschiedene Kunststoffe auch in den Heimdruckern im Einsatz. Bei modifiziertem PET sprechen wir schnell auch über Organozinnverbindungen als Additive, die man wohl nur sehr ungern in der Innenraumluft hätte.

Unabhängige, wissenschaftliche Untersuchungen zu dieser relativ neuen Drucktechnik aber auch den Emissionen aus Laserdruckern sind weiterhin dringend notwendig. Es muss Klarheit darüber hergestellt werden, was und in welchen Partikelanzahlen bei diesen Prozessen in die Innenraumluft emittiert wird.

Auch die mögliche schädigende Wirkung der festgestellten Emissionen auf den Menschen muss, dem Vorsorgeprinzip entsprechend, wissenschaftlich untersucht und bewertet werden.

Unsere Pressemitteilungen finden Sie unter LifePR.

Wir bitten um einen Gesprächstermin, um Möglichkeiten zur Verbesserung der zurzeit mehr als unbefriedigenden Situation zu erörtern.

 

Mit freundlichen Grüßen

nano-Control, Internationale Stiftung

Atmen heißt Leben – Schutz der Atemluft im Innenraum
Heike Krüger, Vorstand-Vorsitzende

 

Link zum Beitrag : Paradigmenwechsel

 An die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Dr. Angela Merkel
Den Bundespräsidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier
Die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder
Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze
Den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
Die Gesundheitsminister und Gesundheitsministerinnen der Länder

  1. April 2021
  • Laserdrucker belasten die Atemluft mit Aerosolen
  • Corona-Virus Sars-CoV-2 nutzt elektrostatisch aufgeladene Laserdruckerpartikel zum Transport
  • Saubere Luft in Innenräumen reduziert Risiken signifikant

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel, sehr geehrter Herr Bundespräsident Dr. Steinmeier, sehr geehrte Frau Schulze, sehr geehrter Herr Bundesminister Spahn, sehr geehrte Damen und Herren Ministerpräsidenten, sehr geehrte Damen und Herren,

 

die Corona Pandemie hält uns Menschen weltweit seit mehr als einem Jahr in Atem. Tagtägliche Meldungen bezüglich der Gefahren verunsichern uns mehr und mehr. Die Vielzahl der unterschiedlichen Regelungen lassen unser Land zunehmend ermüden.

Wir möchten Ihnen die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft in einem Übersichtspapier der Stiftung nano-Control überbringen. Internationale Forschung, auch aktuell aus der Aerosolforschung  zeigt die Problematik  bezogen auf die in den Innenräumen üblicherweise vorhandenen Partikeln und den SARS-CoV-2 Viren auf.

Diesen Weg über die Luft nutzt – wie chinesische Forscher zeigen konnten – das Coronavirus als Transportmittel von Mensch zu Mensch. Die Forscher identifizierten Laserdruckgeräte in einem Krankenhaus in Wuhan zu Beginn der Pandemie als Treiber des Infektionsgeschehens. Elektrostatisch aufgeladene Partikelemissionen aus Laserdruckgeräten halten das Coronavirus in der Luft und tragen es zu den wärmsten Punkten im Raum, in der Regel sind dies wir Menschen.

Konsens der Wissenschaft ist, dass die Übertragung der SARS-CoV-2 Viren fast ausnahmslos in Innenräumen stattfindet. ‚Clusterinfektionen‘ werden bevorzugt in Altenheimen, Wohnheimen, Schulen, bei  Veranstaltungen, Chorproben oder Busfahrten identifiziert.

Laserdruckgeräte stoßen im Schnitt 2,34 Milliarden Partikel pro Seite Druck aus und belasten die Innenraumluft signifikant mit Aerosolen und ultrafeinen Stäuben/Nanopartikeln.

Der Betrieb von mindestens 20 Millionen Geräten in Deutschland (Tendenz steigend) bedeutet  das diese in einem Großteil der Gebäude unseres Landes für eine signifikante Belastung der Innenraumluft mit Aerosolen und Stäuben sorgen. Betroffen ist fast jeder Bürger unseres Landes, denn es ist eine ubiquitäre Technologie.

Wir müssen die Menschen dafür sensibilisieren, das Augenmerk auf die Ursachen der Verbreitung des Coronavirus zu lenken – die Belastung der Innraumluft durch schädliche Schwebstoffe in der Luft welche in erheblichem Maße auch aus Laserdruckgeräten emittiert werden. Dies wäre ein großer Beitrag dazu, die Bevölkerung effektiv zu schützen und Infektionsketten zu vermeiden!

In medizinischen Einrichtungen, Wohnungen, in den Büros, in den Klassenräumen, in Wohnanlagen und in Betreuungseinrichtungen, in denen die Laserdrucker und Kopierer stehen, lauert die Gefahr der Infektion. Hier müssen Maßnahmen ergriffen werden, die Atemluft zu reinigen und dem Virus diesen Transportweg zu nehmen.

Durch die Maßnahmen der Corona-Pandemie erreichen die Laserdrucker nun durch Home Office und Homeschooling auch mehr und mehr die Privaträume und damit auch unsere Kinder. Die Kinder können den Emissionen nicht ausweichen und sind den ultrafeinen Partikeln nicht nur wenige Stunden, sondern rund um die Uhr ausgesetzt.

Die daraus resultierenden Folgen sind bis heute wissenschaftlich noch nicht untersucht.

Wir schließen uns den „goldenen Regeln zur Infektionsvermeidung“ der Aerosolforscher in ihrem Offenen Brief vom 11.04.2021 „Ansteckungsgefahren aus Aerosolwissenschaftlicher Perspektive“

an die Bundesregierung an. Zusätzlich schlagen wir folgende Maßnahmen vor, damit sich die Bürger aktiv für eine gesunde Atemluft im Innenraum engagieren können. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass wir unsere Freiheit zurückbekommen. Wir haben die Macht zu handeln:

 

  • Luftreinhaltung auf Platz 1 in der Prioritätenliste.
  • Schutz vor Feinstaub in der Atemluft – saubere Frischluft durch technische Installationen.
    Wo & wenn möglich – lüften, lüften, lüften.
  • Sicherer drucken mit Tinte statt Toner!
  • Toner basierte Druckgeräte niemals ohne effiziente Filter betreiben. Sorgen Sie für saubere Luft in Büros und anderen Innenräumen!
  • Laserdrucker und Kopierer verpflichtend in separate Räume stellen mit effizienter Luftreinigung und einem Abluftsystem!
  • Grenzwerte, Richtlinien und Maßnahmen für den Schutz der Luft in Innenräumen zum Schutz der Menschen auf der Basis unabhängiger Forschung festlegen.

Die Kombination der verschiedenen Maßnahmen wird nachhaltig zum Erfolg führen.  Die Menschen wünschen sich ihre Bewegungsfreiheit zurück. Saubere Atemluft im Innenraum ist der Schlüssel zum Erfolg.

Menschen brauchen die Freiheit, sich an der frischen Luft zu bewegen, einen Kaffee in der Fußgängerzone zu trinken. Soziale Kontakte sollten sich möglichst draußen abspielen und es sollten möglichst nicht die durch die Innenraumluftproblematik risikoreichen Kontakte in den Innenräumen befördert werden, wo diese Kontakte dann möglicherweise zu  Infektionstreibern werden.

Wir müssen zurück in ein möglichst normales Leben und mit dem Schutz der Innenraumluft haben wir eine realistische Chance darauf.

Für weitere Fragen und Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Zum Thema Innenraumluft und Verhalten von Partikeln im Innenraum haben wir uns in vielen Jahren ein umfangreiches Wissen erarbeitet. Wir sind gern bereit, unsere Erfahrungen im Rahmen zukünftiger Aerosolforschung zur Verfügung zu stellen. Nutzen wir gemeinsam diese Chance.

Mit freundlichen Grüßen

Heike Krüger, Vorsitzende
nano-Control, internationale Stiftung

 

Anhang: Übersicht nano-Control-Aerosole + Corona-Virus Sars-CoV-2_Wir stecken uns im Innenraum an

Die Übersicht finden Sie unter folgendem Link