Alzheimer-Erkrankungen nehmen besorgniserregend zu, gelten als nicht heilbar und die Ursachen sind immer noch weitgehend unklar. Eine heiße Spur ist Aluminium. – Doch bisher fand meine keine hinreichende Belastungsquelle.

Toner für Laserdrucker enthalten durchgängig Magnetit, also Eisenoxid, das mit vielen anderen Metallen (Silizium, Titan, Aluminium, Mangan, Kupfer, Nickel, Kobalt, Antimon, Blei, Chrom, Cadmium und sogar Arsen) belastet sein kann. Auch künstliche metallische Nanopartikel werden zugesetzt. Die Metallbelastungen zeigt eine Auswertung von  42 Tonern durch nano-Control. Dabei stellte sich heraus, dass fast alle Toner Aluminium enthalten. Die höchste Belastung mit 113g/ kg hatte der Toner des Samsung-Laserdruckers ML 3710, der sogar den Blauen Engel trägt.

Schon vor 10 Jahren wurde durch die Tonerpilotstudie[i] festgestellt, dass Laserdrucker und Kopierer große Mengen feiner und vor allem ultrafeiner Partikel emittieren. Auch ultrafeine Aluminium-Partikel wurden erstmals nachgewiesen. Ultrafeine Partikel (UFP) haben fast kein Gewicht, bilden aber einerseits enorme chemisch reaktive Oberflächen, die schon im Niedrigdosisbereich toxisch wirken können und andererseits können sie über die Atmung ins Blut und in alle Zellen eindringen. Es gibt keine wirksamen Schutzbarrieren im menschlichen Körper. Bei Untersuchungen im Auftrag des Umweltbundesamtes[ii] wurden durchschnittlich über zwei  Milliarden, v. a. ultrafeine Partikel pro gedruckte Seite gemessen, darunter auch Metalle aus den Tonern. Forscher des Harvard Center for Nanotechnology and Nanotoxycology bestätigten 2014[iii]  und 2015[iv] inzwischen hohe Emissionen  künstlicher Nanopartikel aus Metall und Kohlenstoff aus Druckern und Kopierern.

Forscher der Harvard Medical School fanden 2015 auch heraus, dass Feinstaubbelastungen das Gehirn schrumpfen lassen[v] und das PEPs – printer emitted particles – ins Gehirn eindringen und die Bildung von Alzheimer Plaques potenzieren[vi]. US-Forscher bestätigten jetzt die Bedeutung von magnetischen Metallpartikeln für Demenz-Erkrankungen[vii].

nano-Control liegen Tausende von schriftlichen Meldungen von Menschen vor, die über Erkrankungen durch Toner bzw. Laserdruckgeräte berichten. Dabei gibt es deutliche Hinweise, dass es unter der Exposition auch zu direkten und deutlichen Beeinträchtigungen der mentalen Leistungsfähigkeit kommen kann.

Weltweit gibt es über eine Milliarde Geräte, die ungefiltert und oft über Jahre und Jahrzehnte die Atemluft der Menschen belasten! Schon 1979 stellten Dänische Forscher gesundheitsschädigende Wirkungen von Kopierern in Postämtern fest. Das Problem ist also nicht neu und die Mehrzahl der Alzheimer-Erkrankten, dürfte gegenüber Kopiergeräten und Laserdruckern jahrelang exponiert gewesen sein.

Damit besteht der begründete Verdacht, dass die Exposition gegenüber ultrafeinen Metallpartikeln, insbesondere Aluminium aus Laserdruckern und Kopiergeräten nicht nur Ursache für entzündliche Erkrankungen der Atemwege, sondern auch für Alzheimer sein kann.

Da die Geräte auch bei der Flugüberwachung, auf Brücken von Kreuzfahrtschiffen und Stellwerken der Bahn sowie in Einsatzzentralen bei Polizei, Feuerwehr und Militär eingesetzt sind, könnten sie auch ein Sicherheitsproblem sein. Aber auch an Schulen, Kitas und Hochschulen könnten Laserdruckgeräte das Lernen erheblich beeinträchtigen.

Die Bundesregierung hat am 25.8.2016 nach 15 Jahren erstmals schwere Gesundheitsgefahren durch ultrafeine Partikel aus Laserdruckern eingeräumt.

nano-Control fordert jetzt entsprechend dem Vorsorgeprinzip Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit zu treffen und dringend weiter forschen zu lassen (s.a. Pressemitteilung vom 16.9.2016), auch bzgl. des Demenzrisikos.

Die Firma Samsung, wie auch Dell haben verkündet (s. a. Pressemitteilung vom 15.9.2016), sich aus dem Druckergeschäft zurückzuziehen. Hat man sich vielleicht gedacht, Laserdrucker, wir sind doch nicht blöd?

[i] Pilotstudie der Universität Gießen: Evaluierung möglicher Beziehungen zwischen Emissionen aus Büromaschinen, insbesondere aus Fotokopierern und Laserdruckern, und Gesundheitsbeeinträchtigungen bzw. Gesundheitsschäden bei exponierten Büroangestellten

[ii] Erfassung der Zahl feiner und ultrafeiner Partikel aus Bürogeräten während der Druckphase zur Entwicklung eines Prüfverfahrens für das Umweltzeichen Blauer Engel für Bürogeräte mit Druckfunktion

[iii] Consumer exposures to laser printer-emitted engineered nanoparticles: A case study of life-cycle implications from nano-enabled products

[iv] Ultrafine particle emissions from laser printers

[v] Long-Term Exposure to Fine Particulate Matter, Residential Proximity to Major Roads and Measures of Brain Structure

[vi] Additive Impairment of Synaptic Signaling in Cultured Cortical Neurons by Exogenously-Applied Oligomerized Amyloid-β and Airborne Nanoparticles Generated during Photocopying.

[vii] Magnetite pollution nanoparticles in the human brain